Foto: Andreas Praefcke /Eigenes Werk/CC BY 3.0/commons.wikimedia.org
ForschungsschwerpunktZEITGESCHICHTE UND ARCHIV

Der Forschungsschwerpunkt befasst sich mit der Gestaltung, Planung und Aneignung von Räumen in der neueren Geschichte. Aktuell stehen dabei die Geschichte der Urbanisierung, die Architektur- und Städtebaugeschichte der DDR, die Bedeutung von Materialität im historischen Wandel der gebauten Umwelt sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Raumentwicklung im Mittelpunkt des Interesses. Der Forschungsschwerpunkt legt die historischen Wurzeln aktueller sozialräumlicher Prozesse frei und öffnet den Blick für langfristige Kontinuitäten wie für Brüche und Krisen der Raumentwicklung. Daneben beschäftigt er sich mit den Herausforderungen im Umgang mit dem baulichen Erbe und dem Wert des Vergangenen in der Gegenwart. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Untersuchungen zu den neuen Formen der Überlieferung und Archivierung aktueller Wissensbestände für künftige Generationen in Zeiten der Digitalisierung, wie z.B. digitaler Architekturentwürfe. Der Forschungsschwerpunkt verfolgt dabei Methoden und Forschungsansätze der Digital History. Vorrangige Adressaten sind die breitere Öffentlichkeit, zivilgesellschaftliche Initiativen sowie Kommunen, Ministerien und Museen. Zudem werden Beratungsleistungen für andere, insbesondere kleine Archive entwickelt.

Aktuelles Leitprojekt

Das Leitprojekt "Sozialräumliche Transformationen in Berlin-Brandenburg 1980 - 2000" beschäftigt sich mit der welthistorischen Disruption von 1989/90 in ihren politisch-gesellschaftlichen Ursachen und Folgen in Berlin-Brandenburg. mehr info

Aktuelles

13. November | 2022 | Publikation

Große Teile der Altbaubestände in der DDR befanden sich in den späten 1980er-Jahren in katastrophalem Zustand. Der Staatsführung gelang es nicht, diese innerstädtischen Altbauquartiere großflächig zu erhalten. Gegen diesen Verfall kämpften in den letzten Jahren der DDR Bürgergruppen, die zumeist unter dem Dach der Kirche oder des Kulturbundes agierten. Das Wirken dieser Bürgergruppen sowie weiterer Reformakteure, ihre Erfolge sowie der Umgang mit ihnen und den Altstädten in der Transformationszeit nach 1989 werden in einem Sammelband analysiert, der von Harald Engler mit herausgegeben wurde und bei dem weitere IRS-Mitarbeiter*innen des Projekts „Stadtwende“ beteiligt waren. mehr Info

05. Oktober | 2022 | Aktuelles

Bereits seit mehr als 25 Jahren bringen die Werkstattgespräche zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR alle zwei Jahre wichtige Akteur*innen dieses Forschungsfeldes zusammen. Die Tagung versteht sich als Ort des Austauschs neuer Methoden, Zugänge und Themen der Erforschung des städtebaulichen und architektonischen Erbes der DDR, sowie als internationale, intergenerationelle und interdisziplinäre Netzwerkplattform. Im Mai 2022 fand das Werkstattgespräch zum 17. Mal statt. mehr Info

Aktuelle Veranstaltungen

Ausstellung
10. Dezember | 2022 - 12. Februar | 2023

Die Ausstellung thematisiert die staatliche Baupolitik, den wachsenden Verfall der Innenstädte und das wachsende zivile Engagement für die Rettung historischer Quartiere seit dem Ende der 1980er Jahre. Für den Potsdamer Standort wurde die Wanderausstellung um ein stadtspezifisches Modul erweitert, dass dieses bewegte Kapitel der jüngeren Stadtgeschichte Potsdams auch anhand von Originaldokumenten und seltenen Fotografien erstmals darstellt. Die Ausstellung wird bis zum 12. Februar 2023 zu sehen sein. mehr Info

Forschungsgruppen

Foto: Martin Püschel/Eigenes Werk/CC BY-SA 3.0/commons.wikimedia.org

In der Forschungsgruppe werden Prozesse der Raumentwicklung und Planungsgeschichte aus zeithistorischer Perspektive untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der integrierten Analyse gesellschafts- und planungsgeschichtlicher Vorgänge in beiden deutschen Staaten in ihren europäischen Zusammenhängen. mehr Info

Die Nachwuchsforschungsgruppe geht aus dem von der VolkswagenStiftung geförderten Freigeist-Projekt „Conquering (with) Concrete. German Construction Companies as Global Players in Local Contexts“ (2020 bis 2024) hervor. Sie untersucht in einer globalen Perspektive die Geschichte der gebauten Umwelt im 19. und 20. Jahrhundert. mehr Info

Die Forschungsinfrastrukturgruppe erschließt analoge und digitale Quellenbestände und macht sie online zugänglich. Den Kern bilden die Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR, die als Spezialarchiv für die jüngere Geschichte der Raumentwicklung in Ostdeutschland der internationalen Forschung sowie einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. mehr Info