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ForschungsschwerpunktPOLITIK UND PLANUNG

Der Forschungsschwerpunkt analysiert die politische Aushandlung, planerische Gestaltung und Transformation der sozialen und räumlichen Entwicklung von Städten und Regionen. Er untersucht dabei vor allem die Governance von zunehmend unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Problemsituationen. Die Forschung gründet auf der Beobachtung, dass aktuelle Entwicklungen wie Klimawandel, globale Migration, zunehmende sozialräumliche Disparitäten sowie politische Polarisierungen, Proteste und Konflikte kooperative Steuerungsarrangement verstärkt unter Druck setzen. Durch seine Forschungen zu Gemeinschaftsgütern wie Wohnraum und städtischen Infrastrukturen sowie zu klimaneutraler, klimaresilienter und nachhaltiger Stadt- und Regionalentwicklung trägt der Forschungsschwerpunkt zu einem besseren Verständnis der Governance von Städten und Regionen in Mehrebenensystemen bei. Adressaten des Wissenstransfers sind vor allem die Politik und Verwaltung, aber auch Energie- und Wohnungsunternehmen, Verbände sowie zivilgesellschaftliche Organisationen. 

Aktuelles Leitprojekt

Das Projekt untersucht Großprojekte als tiefgreifende Brüche, welche die eingespielten Routinen von Institutionen erschüttern und zu einem institutionellen Wandel führen können. Das Projekt untersucht das Großprojekt der Tesla-Ansiedlung im Vergleich zu weiteren Fallstudien in Hinblick auf disruptive Wirkungen auf Politik und Planung und überprüft damit die Übertragbarkeit des Begriffs Disruption auf die Politik- und Planungsforschung. mehr info

Aktuelles

16. November | 2022 | Aktuelles
Forschung und Praxis erarbeiten gemeinsam zwölf Handlungsempfehlungen für klimafeste Städte

Anhaltende Trockenheit, extreme Hitze und zerstörerische Starkregen bedrohen Städte und ihre Einwohnerschaft zunehmend. Um Städte klimafest zu machen, hat ein Forschungsteam der Beratungsfirma adelphi, der Universität Potsdam und des IRS nun einen Katalog von zwölf Empfehlungen vorgelegt, die sich an Bund, Länder und Kommunen richten. Sie adressieren auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, die wirksames Handeln bisher behindern. Unter anderem soll Anpassung an den Klimawandel zur Pflichtaufgabe für Kommunen werden. mehr Info

26. Oktober | 2022 | Aktuelles

Am 19. September 2022 fand in Berlin die Fachtagung und Abschlusskonferenz zum BMBF-geförderten Forschungsprojekt „Vom Stadtumbauschwerpunkt zum Einwanderungsquartier – Neue Perspektiven für periphere Großwohnsiedlungen“, kurz „StadtumMig" statt. Gemeinsam mit dem Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden, dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) und der Brandenburgischen Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH (B.B.S.M) hatte das IRS darin lokalen Integrationspolitiken, Freiraumentwicklung, Anpassungsbedarfe der sozialen Infrastruktur, Bleibeperspektiven und die Öffnung von Stadtgesellschaften gegenüber neuzugezogenen Geflüchteten in ostdeutschen Großwohnsiedlungen untersucht. Das Projekt trat nun in eine zweijährige Umsetzungs- und Verstetigungsphase ein. mehr Info

Aktuelle Veranstaltungen

Forschungsgruppen

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Die Gestaltung von Nachhaltigkeits- und Klimapolitik findet zunehmend unter dem Einfluss einschneidender disruptiver Ereignisse statt: Starkregenereignisse und Hitzewellen, aber auch plötzliche Veränderungen gesellschaftlicher und politischer Prioritätensetzungen fordern etablierte institutionelle Abläufe und Planungsprozesse heraus. mehr Info

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Die Forschungsgruppe befasst sich mit der politischen Aushandlung und planerischen Gestaltung der Stadtentwicklung. Im Fokus steht der lokale Umgang mit globalen Prozessen wie der Finanzialisierung von Stadtentwicklungsprozessen, dem Wachstum sozialräumlicher Disparitäten und der verstärkten internationalen Migration. mehr Info