Forschungsprogramm

Die Wissenschaftler*innen am IRS erforschen die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. Im Fokus der Forschung stehen die Voraussetzungen, Aushandlungen und Folgen einer reflexiven räumlichen Entwicklung, die von Lern- und Innovationsprozessen zwischen den beteiligten Akteuren getragen wird. So ist beispielsweise von Interesse, wie sich neue Routinen in der räumlichen Planung durch den wechselseitigen Austausch von Wissenschaft und Praxis etablieren. Entlang dieser Pfade betreibt das IRS Grundlagen- und anwendungsbezogene Forschung und fördert den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in relevante gesellschaftliche Praxisfelder. Die Forschungsthemen und -ansätze folgen typischerweise einem drei- oder vierjährigen  Forschungsprogramm.​​​​​​​

Raumbezogene Sozialforschung am IRS basiert auf der interdisziplinären Expertise aus den Fachdisziplinen der Wirtschafts- und Sozialgeographie, Politikwissenschaft, Soziologie, Planungswissenschaft, Geschichtswissenschaft sowie der Kunst- und Architekturgeschichte. Diese unterschiedlichen Perspektiven werden von den IRS-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern anhand des Raumes als Forschungsgegenstand und Forschungsperspektive integriert und aufeinander bezogen.

Mit seiner Forschung leistet das IRS einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Probleme und Möglichkeiten von Räumen sowie deren Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit in regionalen, nationalen und internationalen Zusammenhängen – von Innovation als zentralem Treiber einer wissensbasierten Ökonomie über angepasste Infrastrukturlösungen und neue Wohn-, Lebens- und Partizipationsformen in Städten bis hin zu den veränderten Dimensionen und neuen Qualitäten der globalen Migration.