Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

Neben Nordamerika und Skandinavien ist Polen einer der Fokusräume in der IRS-Internationalisierungsstrategie. Mit Partnern aus dem östlichen Nachbarland verbinden das Institut seit zwanzig Jahren vielfältige Beziehungen, die im Zuge der Internationalisierungsstrategie und durch mehrere aktuelle Forschungsprojekte nochmals vertieft wurden.

Ursachen und Auswirkungen des Zusammenspiels von Umweltwandel und Migration, globale Produktionsnetzwerke und Wertbildungsprozesse in einem Segment der Modebranche, kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung von Klimawandel beiderseits der Oder: Die Themen und Gegenstände der IRS-Forschungen erfordern oftmals international ausgerichtete bzw. vergleichend angelegte Forschungsdesigns. Internationalität ist mehr denn je eine unabdingbare Voraussetzung für die Qualität von Forschungen.

Ausführlicher Artikel über die Forschungen im Projekt "Geographien der Dissoziation".

Als der „Ring des Nibelungen“ Premiere feierte, endete einer der größten Landschaftseingriffe der jüngeren europäischen Geschichte: Zwischen 1817 und 1876 wurde der Oberrhein zwischen Basel und Mannheim um über 80 Kilometer (!) verkürzt.

Angesichts wiederkehrender Finanz- und Wirtschaftskrisen, einer chronischen Austerität in zahlreichen Kommunen und Landkreisen, krisenhafter Erscheinungen infolge des demografischen Wandels, des Klimawandels, der globalen Migration und sozialer Polarisierungen stehen vor allem Städte und Regionen vor großen Herausforderungen.

Aktuelles

26. Juli | 2017
„Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“

Während der 19. Sitzung der Enquete-Kommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“ gaben Prof. Dr. Gabriela Christmann und Dr. Tobias Federwisch am 14. Juli 2017 im Brandenburger Landtag in Potsdam ein Statement ab. Den Fokus legten sie auf „Förderstrukturen und -strategien für soziale Innovationen auf dem Land“. mehr Info

20. Juli | 2017

Das IRS ist mit einem Teilprojekt im Schnittfeld von Innovationsförderung und Regionalentwicklung an einem erfolgreichen Drittmittelantrag beteiligt. Das von Prof. Dr. Suntje Schmidt entwickelte Teilprojekt ist integriert in den „InnoHub13“-Antrag, ein gemeinsames Vorhaben der Brandenburgischen Technischer Universität Cottbus-Senftenberg und der Technischen Hochschule Wildau im Rahmen der BMBF-Initiative „Innovative Hochschule.“ InnoHub13 soll Voraussetzungen für die Integration von Innovationsakteuren schaffen, um kooperativ Problemlösungen für gesellschaftliche Herausforderungen in Brandenburg zu entwickeln. mehr Info

17. Juli | 2017
Neues DFG-Projekt in der Forschungsabteilung „Regenerierung von Städten”

Um nicht mehr zu schrumpfen, sondern wieder zu wachsen, sind viele Städte auf Zuwanderung angewiesen. Trotz des zunehmenden Wettbewerbs um junge Einwohner, Studierende und qualifizierte Fachkräfte sowie der verbreiteten Wachstumspolitiken entwickeln die Städte bisher kaum eigene Zuwanderungsstrategien, da die Steuerung der Zuwanderung bisher vielmehr als eine staatliche Aufgabe angesehen wird. Mit ihren Integrationspolitiken reagieren die Städte nur auf den Zuzug von Migranten und die staatliche Zuweisung von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Eine Verknüpfung von Stadtentwicklungs- und Integrationskonzepten erfolgt in der Planungspraxis kaum. mehr Info

14. Juli | 2017
Neue Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung

Die Dynamik der internationalen Migration nach Europa hat in Deutschland, wie in vielen weiteren Staaten, in den vergangenen Jahren zu einer Steigerung der Einwanderungszahlen in Städten und Gemeinden geführt. In Deutschland hat diese Zuwanderung Prozesse der verstärkten kulturellen Diversifizierung zusätzlich befeuert. Vor allem in den Städten mit ihren unterschiedlichen Milieus und ihrer heterogenen Bevölkerungszusammensetzung, werden daher die Ambivalenzen und Herausforderungen im Umgang mit Vielfalt sichtbar. In einer Studie für die Bertelsmann-Stiftung systematisieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsabteilung „Regenerierung von Städten“ ab Juli 2017 den Forschungsstand zum Umgang mit kultureller Vielfalt mit einem Fokus auf städtische Gesellschaften. Ziel der Studie ist es, die Bedingungen einer gelingenden Vielfalt zu eruieren und damit das Verständnis für die Stärken der Vielfalt in der Gesellschaft zu vertiefen. mehr Info

13. Juli | 2017

Prof. Dr. Suntje Schmidt ist Mitglied des DFG Nachwuchsnetzwerks „Temporary Organizing under Tension: Between Stability and Change“, welches von Prof. Dr. Timo Braun, Juniorprofessor für Projektmanagement an der Freien Universität Berlin, initiiert wurde. Das Netzwerk besteht aus zwölf deutschen Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen und wird von international einschlägigen Senior-Forschern begleitet. Das Netzwerk hat eine Laufzeit von 18 Monaten und wurde am11. und 12. Juli 2017 mit einem ersten Treffen in Berlin gestartet. Insgesamt werden vier Netzwerktreffen in Berlin, Köln und Tilburg stattfinden mit dem Ziel, gemeinsame, interdisziplinäre Vorhaben (z.B. Erstellung eines Sammelbandes, Vorbereitung gemeinsamer Sessions) anzustoßen. mehr Info


Publikationen

19. Juli | 2017

In Zeiten von ‚Fake News‘, Wahlmanipulationen und Rekonstruktionen historischer Gebäude steht das vermeintlich Echte im Mittelpunkt gesellschaftlicher Debatten. Das Wahre vom Unwahren zu scheiden wird um ein vielfaches schwerer, zugleich steigt das Verlangen nach Authentischem und Unverfälschtem. Die Authentizitätsforschung hat sich in den vergangen Jahren aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven mit daraus abgeleiteten Fragen beschäftigt. Das Buch „Gebaute Geschichte“ widmet sich dem Gebiet der Architektur und Stadtgeschichte. Die Beiträge analysieren Authentizitätsbehauptungen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Debatten über den Stellenwert der Vergangenheit sowie politscher und ökonomischer Interessen. mehr Info

18. Juli | 2017
„Deutschland Archiv”-Schwerpunkt

Das komplexe Herrschaftssystem der DDR wurde nicht nur durch den Partei- und Staatsapparat aufrechterhalten. Auch im informellen Bereich gelang es, persistente Machtstrukturen zu etablieren. Ein Schwerpunkt der Fachzeitschrift „Deutschland Archiv“ blickt auf die räumliche Reichweite von Macht in der DDR in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Er beleuchtet aber auch den "Eigen-Sinn" einiger lokaler Akteure: im kulturellen Bereich, in der Schule, im Alltag oder in der Kommunal- und Wohnungspolitik. Das Heft basiert auf dem DFG-Forschungsprojekt „Die DDR-Bezirke – Akteure zwischen Macht und Ohnmacht“ und dessen Abschlusskonferenz im September 2015. mehr Info

26. Mai | 2017
Verwaltung und Parteien in den Bezirken Potsdam, Frankfurt/Oder und Cottbus 1952–1960

Mit der Verwaltungsreform vom 23. Juli 1952 gab sich die erst drei Jahre zuvor gegründete DDR eine (staatliche) Verwaltungsstruktur, die bis zur Wende 1989/1990 erhalten blieb. Die faktische Abschaffung der Länder und ihre Neugliederung in 14 Bezirke stellten den tiefgreifendsten Umbau der Staatsorganisation der DDR in all den Jahren ihres Bestehens dar. Eine unter anderem von Historikern des IRS herausgegebene kommentierte Quellensammlung bietet die Gelegenheit, diesen Prozess im Detail nachzuvollziehen. mehr Info

Weitere Publikationen