International Conference | 21. - 22. November 2019

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Die Energiewende stellt inzwischen eine gesellschaftliche Herausforderung dar, deren Komplexität in den vergangenen Jahren zugenommen hat und durch Windparks, Biogasanlagen und Solarparks in der Landschaft sichtbarer geworden ist. Die Raumwirksamkeit der Energiewende geht indes über physisch-materielle Veränderungen weit hinaus.

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Im Modedesign werden ganz unterschiedliche Kompetenzen zusammengeführt, um etwas Neues zu schaffen. Das geschieht zunehmend über spezialisierte digitale Plattformen. Das Zusammenspiel verschiedener Plattformen in kreativen Design-Prozessen – die „Plattform-Ökologie“ – und das Zusammenspiel von Online und Offline-Interaktion, untersucht die Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ in ihrem Leitprojekt.

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Verkehr, Energie, Kommunikation – wie kommen Infrastrukturnetze dazu als „kritische Infrastrukturen” eingestuft zu werden? In ihrem Leitprojekt untersucht die Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter” die Konstruktion von Kritikalität. Städtische Klimaanpassung und die Energiewende dienen als Untersuchungsfelder.

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Digitalisierung ist mehr als Breitbandversorgung. Wie nutzen und gestalten Dörfer digitale Technologien, um ihre Probleme zu lösen? Wer sind die Treiber und welche Probleme treten auf? Die Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ fragt in ihrem Leitprojekt nach den Wegen der Digitalisierung im ländlichen Raum.

Im Forschungsprojekt untersucht, wie strukturschwache Städte Zuwanderungspolitiken formulieren, welche Konflikte im Umgang mit Zuwanderung entstehen und wie mit migrationsbezogenen Segregationsprozessen umgegangen wird.

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Lange stand in der historischen Forschung zu DDR und BRD der Systemgegensatz im Vordergrund. Doch es gab auch parallele Entwicklungen. Die Historische Forschungsstelle untersucht in ihrem Leitprojekt die Entwicklung sozialräumlicher Disparitäten in beiden deutschen Staaten und spürt dabei Unterschieden wie auch Gemeinsamkeiten nach.

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Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

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Die Komplexität von Raum, sozialem Handeln und (sozio-räumlichen) Transformationsprozessen zu beschreiben und zu analysieren sowie deren wechselseitige Beziehungen zu verstehen, sind Kernanliegen der IRS-Forschung.

Aktuelles

19. September | 2019

Zahlreiche Forscherinnen und Forscher an sieben Berlin-Brandenburger Wissenschaftsinstitutionen verpflichten sich, auf Kurzstrecken nicht mehr zu fliegen. Sie wollen damit einen Beitrag zu einem besseren Klimaschutz leisten. Am IRS beteiligt sich rund die Hälfte der Beschäftigten an der Aktion, die an der Technischen Universität Berlin ihren Ausgang nahm und über das Netzwerk Scientists4Future organisiert wurde. Auf diesem Weg soll auch eine vertiefte Diskussion über Nachhaltigkeit in der Forschung angestoßen werden. Denn die Wissenschaft braucht Austausch und Begegnung, Mobilität und Flexibilität. Die Frage ist, wie sie bewerkstelligt und organisiert werden. mehr Info

17. September | 2019

Was haben deutsche Bauunternehmen wie Bilfinger Berger und HOCHTIEF zur Globalisierung der Architektur beigetragen? Noch nie wurde diese Frage umfassend, aus der Sicht unterschiedlicher Disziplinen untersucht. Für ihre wegweisende Projektidee erhielt die Architekturhistorikerin Dr. Monika Motylinska vom Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) eine Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung. Die Förderung erlaubt es Motylinska fünf Jahre lang zu forschen und dabei bis zu drei Doktorandinnen oder Doktoranden auszubilden. Diese Nachwuchsgruppe wird mit der Bauhaus-Universität Weimar assoziiert sein. Das IRS als Institut der Leibniz-Gemeinschaft ist damit in der aktuellen Förderrunde die einzige außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit einem Freigeist-Fellow. mehr Info

13. September | 2019

Gerade wenn ländliche Räume schwierige Wandlungsprozesse bewältigen müssen, kommt es oft auf die Initiative Einzelner an. Stefanie Döringer vom Institut für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften untersucht in ihrem Promotionsprojekt den Handlungsspielraum und das Wirken von Schlüsselpersonen in der kleinstädtischen Wirtschaftsentwicklung. Dabei bezieht sie sich unter anderem auf die Forschung zu Schlüsselfiguren in der Raumentwicklung am IRS. Im Rahmen eines IRS-Seminars stellte sie am 2. September 2019 theoretische Überlegungen sowie erste Ergebnisse aus ihrer Feldforschung in Österreich vor. mehr Info

02. September | 2019

Sie wohnen in der deutsch-polnischen Grenzregion und haben Ihren Wohnsitz in Deutschland? Das IRS untersucht in einem aktuellen Forschungsprojekt, wie sich die Grenzregion seit 2007 entwickelt hat und wie sie von ihren Bewohnerinnen und Bewohnern erlebt wird. Sie können zu dieser Forschung beitragen. Uns interessiert, wie Sie die Grenze in Ihrem Alltag erleben und erfahren. mehr Info

21. August | 2019

In den 2000er Jahren verloren viele ostdeutsche Großwohnsiedlungen massiv Einwohner. Im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost wurden ganze Quartiere um- oder rückgebaut. Die Zuwanderung Geflüchteter, besonders seit dem Jahr 2015, verwandelte nun etliche dieser Wohnsiedlungen nach und nach in Ankunftsquartiere. Hierdurch ergeben sich heute ganz neue Perspektiven für viele dieser Wohngebiete – zugleich jedoch auch Herausforderungen in Bezug auf das Wohnungsangebot, hinsichtlich der Nutzung und Gestaltung von Freiflächen und was die Versorgung mit sozialen Infrastruktureinrichtungen anbelangt. Auch die Bewohnerschaft muss sich umstellen, weil sich die Bedingungen des Zusammenlebens verändern. Das Projekt „Vom Stadtumbauschwerpunkt zum Einwandererquartier? Neue Perspektiven für periphere Großwohnsiedlungen“ (StadtumMig) untersucht deshalb die planerischen und stadtpolitischen Herausforderungen beispielhaft in ausgewählten Quartieren. Eine Zielstellung ist die Entwicklung praktischer Hilfestellungen für die Planungspraxis. mehr Info


Publikationen

16. Juli | 2019

Vor wenigen Tagen berichtete die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ von erheblichen regionalen Unterschieden. Vor allem ländliche Regionen leiden demnach unter vergleichsweise schlechten Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, geringeren Einkommen und einer schlechten Versorgung mit öffentlichen und privaten Dienstleistungen. Dieser Befund lässt sich auf ländliche Regionen vieler europäischer Länder übertragen. In vielen Regionen ist der Wegfall von Arztpraxen, Dorfläden, Schulen und öffentlichen Ansprechpartnern und Angeboten zu beobachten. In dieser Situation ruhen Erwartungen auf einem relativ neuen Akteurstyp, den sogenannten Sozialunternehmen. In einem neu erschienenen Buch werden Sozialunternehmen und ihre Rolle in ländlichen Räumen beleuchtet. mehr Info

06. Dezember | 2018

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz, die gerade in Katowice stattfindet, führte die polnische Regierung vorübergehende Grenzkontrollen ein. Begründung: Die öffentliche Sicherheit sei durch ausländische Aktivisten bedroht. Die abwehrende Haltung gegen eine offene Auseinandersetzung mit dem Klimawandel ist nicht nur repräsentativ für die aktuelle Regierungspolitik in Polen, sondern auch für einen kulturellen Kontext, in welchem Klimaschutz eine sehr geringe Priorität hat. Ist Klimaschutz also eine Kulturfrage? Der Kulturwissenschaftler und Soziologe Dr. Thorsten Heimann sagt „ja“. In seinem Buch „Culture, Space and Climate Change – Vulnerability and Resilience in European Coastal Areas”, das heute bei Routledge erscheint, zeigt er, wie kulturelle Hintergründe Klimaschutz und Klimaanpassung hemmen und fördern. mehr Info

19. November | 2018

Wer in kleinen Ortschaften und Dörfern im österreichischen Bundesland Vorarlberg unterwegs ist, dem mögen markante, architektonisch sehr anspruchsvolle Gebäude auffallen, die sich zwar harmonisch in die Landschaft fügen, aber so gar nicht in die allgemeine Vorstellung von Provinzialität. Errichtet werden sie von den „Vorarlberger Baukünstlern“, einem Kollektiv von Architekten und Handwerkern, die sich die „Peripherie“ bewusst als Arbeits- und Lebensort gesucht haben und sich dem architektonischen Mainstream der Metropolen verweigern. Die Vorarlberger Baukünstler werden in einem Artikel des Hamburger Wirtschaftsgeographen Prof. Dr. Gernot Grabher beschrieben, der nun gemeinsam mit sechs anderen Beiträgen im Themenheft „Creativity in arts and sciences: collective processes from a spatial perspective“ der Fachzeitschrift „Environment and Planning A: Econmy and Space“ erscheint. mehr Info

Weitere Publikationen

Podcast Society@Space

Episode 1: Welcome to Nottingham, Malaysia

Geographers Francis Collins, Sarah Hall and Kris Olds discuss the globalization of higher education, the reasons for universities to branch out internationally and future perspectives on university internationalization in this pilot episode of the new IRS podcast Society@Space.