Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

Als der „Ring des Nibelungen“ Premiere feierte, endete einer der größten Landschaftseingriffe der jüngeren europäischen Geschichte: Zwischen 1817 und 1876 wurde der Oberrhein zwischen Basel und Mannheim um über 80 Kilometer (!) verkürzt.

Angesichts wiederkehrender Finanz- und Wirtschaftskrisen, einer chronischen Austerität in zahlreichen Kommunen und Landkreisen, krisenhafter Erscheinungen infolge des demografischen Wandels, des Klimawandels, der globalen Migration und sozialer Polarisierungen stehen vor allem Städte und Regionen vor großen Herausforderungen.

Die Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS sind das wichtigste Spezialarchiv für die jüngere ostdeutsche Bau- und Planungsgeschichte mit einem Schwerpunkt auf der DDR-Zeit.

Aktuelles

20. April | 2017

Im Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. Ihre Grundlagen- und anwendungsbezogene Forschung und trägt dazu bei, die Probleme von Städten und Regionen im Kontext von Klimawandel, Globalisierung, wirtschaftlichem Strukturwandel und gesellschaftlicher Transformation besser zu verstehen und daraus Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft abzuleiten. Wissenschaftliche Erkenntnisse, ob am IRS oder an anderen Wissenschaftseinrichtungen erbracht, sind ein Garant für das Funktionieren und die Weiterentwicklung unserer Gesellschaften. Daher unterstützt das IRS den „March for Science“ am 22. April 2017. mehr Info

03. April | 2017

Am 9. Dezember veranstaltete die Historische Forschungsstelle des IRS einen Workshop an der TU Berlin zum Thema ihres aktuellen Leitprojekts. Ein besonderer Schwerpunkt war dabei der autogerechte Stadtumbau in Polen. Jetzt wurde der Tagungsbericht im Newsletter der International Association for the History of Transport, Traffic & Mobility veröffentlicht. mehr Info

10. März | 2017
Online-Dokumentation der Veranstaltungsreihe „Museen als Schaufenster in die neue Welt“

Europäische Museen sehen sich seit einigen Jahren vermehrt als aktive Gestalter auf dem Weg zu einer inkludierenden, offenen Gesellschaft. Auch in Deutschland hatten daher Ausstellungen über Migration Konjunktur. Die seit 2015 verstärkte Fluchtbewegung aus den Krisen- bzw. Kriegsländern Syrien, Afghanistan und Irak in die Länder Europas brachte eine weitere Dynamik im Bereich der Museumsarbeit mit sich. Doch vor allem die kleineren Museen tun sich schwer damit, den stark angewachsenen Wissensfundus für ihre Arbeit vor Ort gezielt zu nutzen. Die Weiterbildungsreihe „Museen als Schaufenster in die neue Welt“ setzte hier an und vermittelte zentrale Handlungsanforderungen und Herausforderungen der Museumsarbeit zum Thema Migration und Flucht. mehr Info

09. März | 2017

Vom 14. April bis zum 30. Juni 2017 verbringt Dr. Ludger Gailing, kommissarischer Leiter der Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter“, einen Forschungsaufenthalt am Durham Energy Institute und am Department of Geography der Durham University. Dafür hat Gailing ein „Senior Research Fellowship“ der Durham University eingeworben, das vom COFUND-Programm der Europäischen Kommission (Marie Skłodowska-Curie Actions) finanziert wird. Der Aufenthalt ist Teil seines Habilitationsvorhabens mit dem Arbeitstitel „Reconfiguring Energy Spaces: The Role of Spatial Governmentalities and Competing Socio-Materialities“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. mehr Info

09. März | 2017

Die Leiterin der Forschungsabteilung „Regenerierung von Städten“, Prof. Dr. Felicitas Hillmann, nahm am 22. und 23. Februar 2017 an einem Vorbereitungstreffen der deutsch-französischen Task-Force „Challenges of Heterogenous Societies“ in Paris teil. Die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland wurden durch die Leibniz-Gemeinschaft nominiert, ihre fünf französischen Kolleginnen und Kollegen durch den CNRS (Centre national de la rechèrche scientifique). mehr Info


Publikationen

11. April | 2017

Die Konferenz „(De-)zentrale Energiewende – Wirklichkeiten, Widersprüche und Visionen“, die im Juni 2016 vom Leibniz-Forschungsverbund Energiewende in Berlin durchgeführt wurde, widmete sich dem Spannungsfeld der zentralisierten und dezentralisierten Energiesystemen. Die vorliegende Publikation enthält sieben ausgewählte Beiträge der Konferenz als eigenständige Artikel, unter anderem von Dr. Ludger Gailing und Andreas Röhring von der IRS-Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter“. Im Sinne einer Konferenzdokumentation wird ergänzend eine kurze Zusammenfassung der Keynotes und aller weiterer Vorträge der Konferenz gegeben. mehr Info

01. März | 2017

In einer Zeit, in der urbanisierte Räume zur weltweit dominierenden Siedlungsform geworden sind, gewinnen die planerische Gestaltung städtischer Räume und deren Nutzung und Aneignung durch die Stadtbewohner zunehmend an gesamtgesellschaftlicher Relevanz. Städtische öffentliche Räume wurden in diesem Kontext im Verlauf des 20. Jahrhunderts geradezu zum Brennglas und Spiegel gesellschaftlichen Wandels. Planer und Politiker erkannten sie als entscheidenden strategischen Hebel für die Einwirkung auf die Stadtgesellschaft, Bürger besetzten sie in vielfältiger Weise als Lebensraum, und politische Bewegungen nutzten sie als Bühne und Kampfplatz. Die Planung und Aneignung städtischer öffentlicher Räume kann daher, so die Grundthese des Buches „Städtische öffentliche Räume“ , als ein Seismograph der Urbanisierungs- und Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts und bis hinein in die Gegenwart gelesen werden, wie zuletzt die Kämpfe um und in öffentlichen Stadträumen von Kairo über Istanbul bis Kiew überdeutlich gezeigt haben. mehr Info

27. November | 2016

Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel scheitern vielerorts nicht an technischen Möglichkeiten, sondern an sozialen und kulturellen Differenzen zwischen politischen und gesellschaftlichen Akteuren. Wissen über den Klimawandel wird weltweit unterschiedlich aufgenommen, dies zeigt nicht nur die wachsende Zahl von „Klimaskeptikern“. In einer umfangreichen Studie ist der Kulturwissenschaftler und Soziologe Dr. Thorsten Heimann diesen Unterschieden in der Wahrnehmung und Bewertung des Klimawandels auf den Grund gegangen. Er fand heraus, dass räumlich sehr differenzierte kulturelle Verarbeitungsmuster die Ursache für unterschiedliche Sichtweisen auf den Prozess sind – mit erheblichen Folgen für adäquate Maßnahmen. mehr Info

Weitere Publikationen