Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

Gottfried Wilhelm Leibniz' Überlegungen zu absoluten und relativen Räumen stellen für raumwissenschaftliche Institute – und ganz besonders für das IRS – einen spannenden Referenzpunkt dar. Der Essay von Prof. Dr. Oliver Ibert und Prof. Dr. Heiderose Kilper stellt die theoretischen und konzeptionellen Grundlinien der raumbezogenen Forschung des IRS dar.

Neben Nordamerika und Skandinavien ist Polen einer der Fokusräume in der IRS-Internationalisierungsstrategie. Mit Partnern aus dem östlichen Nachbarland verbinden das Institut seit zwanzig Jahren vielfältige Beziehungen, die im Zuge der Internationalisierungsstrategie und durch mehrere aktuelle Forschungsprojekte nochmals vertieft wurden.

Ausführlicher Artikel über die Forschungen im Projekt "Geographien der Dissoziation".

Aktuelles

21. August | 2017

Seit einigen Jahren öffnen weltweit in vielen Großstädten und Regionen offene Orte für kreative Zusammenarbeit und nutzergetriebene Innovation unter Namen wie „Coworking Space“, „Fab Lab“ oder „Maker Space“ ihre Türen. In dem zweijährigen, BMBF-geförderten Projekt „Open Creative Labs in Deutschland“ haben Wissenschaftler/-innen des IRS diese Orte in deutschen Metropolregionen erfasst und typisiert. Darauf aufbauend sind sie der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten zur erweiterten Partizipation von Bürger/-innen an Innovationsprozessen sich durch diese neuen Orte ergeben. Am 23. Juni 2017 hat das Projektteam seine Forschungsergebnisse mit Vertreter/-innen aus Politik und Wirtschaft auf der Konferenz „Partizipation durch Machen: Open Creative Labs als Zwischenorte für Innovationen“ diskutiert mehr Info

03. August | 2017

IRS-Wissenschaftler Thomas Honeck untersuchte im Rahmen des DFG-Projekts „Innovationen in der Planung: Wie kommt Neuartiges in die räumliche Planung?“ (InnoPlan) sowie seiner Promotion die Entwicklung der Zwischennutzung von einer illegalen Aktivität zu einer etablierten Planungspraxis. Dabei gewonnene Erkenntnisse stellte er nun im Kontext der Konferenz „Activism, Populism, and the Future of the Democratic State“ vor, die vom 5. bis 7. Juli 2017 an der De Montfort University in Leicester stattfand. mehr Info

01. August | 2017

Zu dem Workshop „Export of Architecture in the Cold War Period: Projects, Actors and Cultural Transfers“ trafen sich am 7. Juli 2017 Fachleute aus dem In- und Ausland, um Fragen der weltweiten Zirkulation von Architekturkonzepten zu diskutieren. Die Veranstaltung fand im Rahmen eines von der Gerda-Henkel-Stiftung geförderten IRS-Forschungsprojekts zur DDR-Architektur im Ausland statt. mehr Info

26. Juli | 2017
„Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“

Während der 19. Sitzung der Enquete-Kommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“ gaben Prof. Dr. Gabriela Christmann und Dr. Tobias Federwisch am 14. Juli 2017 im Brandenburger Landtag in Potsdam ein Statement ab. Den Fokus legten sie auf „Förderstrukturen und -strategien für soziale Innovationen auf dem Land“. mehr Info

20. Juli | 2017

Das IRS ist mit einem Teilprojekt im Schnittfeld von Innovationsförderung und Regionalentwicklung an einem erfolgreichen Drittmittelantrag beteiligt. Das von Prof. Dr. Suntje Schmidt entwickelte Teilprojekt ist integriert in den „InnoHub13“-Antrag, ein gemeinsames Vorhaben der Brandenburgischen Technischer Universität Cottbus-Senftenberg und der Technischen Hochschule Wildau im Rahmen der BMBF-Initiative „Innovative Hochschule.“ InnoHub13 soll Voraussetzungen für die Integration von Innovationsakteuren schaffen, um kooperativ Problemlösungen für gesellschaftliche Herausforderungen in Brandenburg zu entwickeln. mehr Info


Publikationen

19. Juli | 2017

In Zeiten von ‚Fake News‘, Wahlmanipulationen und Rekonstruktionen historischer Gebäude steht das vermeintlich Echte im Mittelpunkt gesellschaftlicher Debatten. Das Wahre vom Unwahren zu scheiden wird um ein vielfaches schwerer, zugleich steigt das Verlangen nach Authentischem und Unverfälschtem. Die Authentizitätsforschung hat sich in den vergangen Jahren aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven mit daraus abgeleiteten Fragen beschäftigt. Das Buch „Gebaute Geschichte“ widmet sich dem Gebiet der Architektur und Stadtgeschichte. Die Beiträge analysieren Authentizitätsbehauptungen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Debatten über den Stellenwert der Vergangenheit sowie politscher und ökonomischer Interessen. mehr Info

18. Juli | 2017
„Deutschland Archiv”-Schwerpunkt

Das komplexe Herrschaftssystem der DDR wurde nicht nur durch den Partei- und Staatsapparat aufrechterhalten. Auch im informellen Bereich gelang es, persistente Machtstrukturen zu etablieren. Ein Schwerpunkt der Fachzeitschrift „Deutschland Archiv“ blickt auf die räumliche Reichweite von Macht in der DDR in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Er beleuchtet aber auch den "Eigen-Sinn" einiger lokaler Akteure: im kulturellen Bereich, in der Schule, im Alltag oder in der Kommunal- und Wohnungspolitik. Das Heft basiert auf dem DFG-Forschungsprojekt „Die DDR-Bezirke – Akteure zwischen Macht und Ohnmacht“ und dessen Abschlusskonferenz im September 2015. mehr Info

26. Mai | 2017
Verwaltung und Parteien in den Bezirken Potsdam, Frankfurt/Oder und Cottbus 1952–1960

Mit der Verwaltungsreform vom 23. Juli 1952 gab sich die erst drei Jahre zuvor gegründete DDR eine (staatliche) Verwaltungsstruktur, die bis zur Wende 1989/1990 erhalten blieb. Die faktische Abschaffung der Länder und ihre Neugliederung in 14 Bezirke stellten den tiefgreifendsten Umbau der Staatsorganisation der DDR in all den Jahren ihres Bestehens dar. Eine unter anderem von Historikern des IRS herausgegebene kommentierte Quellensammlung bietet die Gelegenheit, diesen Prozess im Detail nachzuvollziehen. mehr Info

Weitere Publikationen