Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

Als der „Ring des Nibelungen“ Premiere feierte, endete einer der größten Landschaftseingriffe der jüngeren europäischen Geschichte: Zwischen 1817 und 1876 wurde der Oberrhein zwischen Basel und Mannheim um über 80 Kilometer (!) verkürzt.

Angesichts wiederkehrender Finanz- und Wirtschaftskrisen, einer chronischen Austerität in zahlreichen Kommunen und Landkreisen, krisenhafter Erscheinungen infolge des demografischen Wandels, des Klimawandels, der globalen Migration und sozialer Polarisierungen stehen vor allem Städte und Regionen vor großen Herausforderungen.

Die Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS sind das wichtigste Spezialarchiv für die jüngere ostdeutsche Bau- und Planungsgeschichte mit einem Schwerpunkt auf der DDR-Zeit.

Aktuelles

10. Januar | 2017

Im Oktober 2016 beendeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter“ das BMBF-Forschungsprojekt „Lösung von lokalen energiepolitischen Konflikten und Verwirklichung von Gemeinwohlzielen durch neue Organisationsformen im Energiebereich“ (EnerLOG). In dessen Rahmen haben sie gut drei Jahre lang Analysen von Energiekonflikten durchgeführt und daraus Vorschläge für die Implementierung der Energiewende auf lokaler Ebene entwickelt. Der Transfer der Ergebnisse in die Praxis war ein integraler Bestandteil des Projekts und bestimmte auch die Aktivitäten zum Projektabschluss. mehr Info

13. Dezember | 2016
Wirtschaftsförderer im Dialog mit IRS-Wissenschaftlern

Während eines informellen Workshops tauschten sich am 5. Dezember 2016 in Erkner Vertreterinnen und Vertreter der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) und des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie des Landes Brandenburg (MWE) mit Forschenden des IRS aus. Das Thema lautete: „Regionale Umsetzung des Clusterprozesses in Brandenburg: Stand, Erfahrungen, Perspektiven.“ Mit dieser Veranstaltung kam das IRS dem Wunsch der ZAB nach, ein Regionalgespräch vom Mai 2016 mit dem Fokus Open Region unter der Federführung der IRS-Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschafträumen“ zu vertiefen. mehr Info

12. Dezember | 2016

Seit September 2016 ist Prof. Dr. Suntje Schmidt S-Juniorprofessorin für Angewandte Wirtschaftsgeographie am Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Als gemeinsam Berufene von IRS und HU Berlin ist sie weiterhin wissenschaftliche Mitarbeiterin und stellvertretende Leiterin der Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ im IRS. mehr Info

18. November | 2016

Nicht erst seit den jüngsten Entwicklungen in Syrien ist die Migration ein Thema von herausragender Bedeutung für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Wanderungsbewegungen sind ein essenzieller Bestandteil der Kultur- und Sozialgeschichte der Menschheit und wirken sich auch auf Architektur, Städtebau, Bautechnik und -kultur aus. Dieser Zusammenhang steht im Fokus des Kolloquiums "Migration und Baukultur von der Antike bis zur Gegenwart" des Cottbuser DFG-Graduiertenkollegs "Kulturelle und technische Werte historischer Bauten" vom 23. bis 25. November 2016. mehr Info

09. November | 2016

Am 7. November 2016 veranstaltete die Arbeitsgruppe „Regionale Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland: Innovationen im Planungssystem?“ der Akademie für Raumforschung und Landesplanung in den Räumen des IRS einen Workshop. Dieser hatte zum Ziel, sich mit Innovationsbegriffen in der Forschung zu befassen und auf das Handlungsfeld der regionalen Steuerung der Energiewende zu übertragen. mehr Info


Publikationen

27. November | 2016

Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel scheitern vielerorts nicht an technischen Möglichkeiten, sondern an sozialen und kulturellen Differenzen zwischen politischen und gesellschaftlichen Akteuren. Wissen über den Klimawandel wird weltweit unterschiedlich aufgenommen, dies zeigt nicht nur die wachsende Zahl von „Klimaskeptikern“. In einer umfangreichen Studie ist der Kulturwissenschaftler und Soziologe Dr. Thorsten Heimann diesen Unterschieden in der Wahrnehmung und Bewertung des Klimawandels auf den Grund gegangen. Er fand heraus, dass räumlich sehr differenzierte kulturelle Verarbeitungsmuster die Ursache für unterschiedliche Sichtweisen auf den Prozess sind – mit erheblichen Folgen für adäquate Maßnahmen. mehr Info

02. November | 2016

In den vergangenen 10 bis 15 Jahren sind vor allem in westlichen Industrieländern aber auch darüber zahlreiche Orte für kreatives Arbeiten, Basteln und Experimentieren aber auch für freischaffendes Arbeiten gegründet worden. Betreiber und Nutzer bezeichnen sich selbst oft als Teil von Gemeinschaften, die Individuen offenen Zugang zu Werkzeugen der analogen wie auch digitalen Produktion ermöglicht. Ziel des 2015 gestarteten BMBF-Projekts „Open Creative Labs in Deutschland“ ist es, diese Orte in den Metropolregionen Deutschlands zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Typologisierung, räumlichen Verteilung und Bedeutung für Städte und Regionen zu analysieren. Erste Ergebnisse des Projekts sind nun in Form einer Broschüre erschienen. mehr Info

10. Oktober | 2016

Das vor kurzem erschienene Buch „Peripherisierung und Stadt“ von Dr. Manfred Kühn fasst die Ergebnisse mehrerer Forschungsprojekte des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung zusammen und gibt einen fundierten Einblick in die Abwärtsdynamiken von Städten, die mit Abwanderung, Abhängigkeit, Stigmatisierung und Abkopplung konfrontiert sind. Kühn systematisiert Peripherisierung als sozialräumlichen Prozess und verbindet vier Fallstudien mit etablierten Raumtheorien zur Peripherisierung. Das Buch ist in der Fachwelt exzellent aufgenommen worden: Eine Rezension in der Zeitschrift disP spricht von einem „sehr gelungenen Werk, das die Diskussion um städtischen Niedergang definitiv bereichert“. mehr Info

Weitere Publikationen