Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

Wissenschaftler/-innen des IRS führen einen intensiven Dialog mit der Praxis in Politik, Planung, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft. Dabei transferiertes Wissen und - beiderseits - aufgenommene Impulse zeichnet das Format "Forschung und Praxis im Dialog" nach. Erfahren Sie mehr über Transferaktivitäten zum Thema "Soziale Innovationen in ländlichen Räumen"

Gottfried Wilhelm Leibniz' Überlegungen zu absoluten und relativen Räumen stellen für raumwissenschaftliche Institute – und ganz besonders für das IRS – einen spannenden Referenzpunkt dar. Der Essay von Prof. Dr. Oliver Ibert und Prof. Dr. Heiderose Kilper stellt die theoretischen und konzeptionellen Grundlinien der raumbezogenen Forschung des IRS dar.

Neben Nordamerika und Skandinavien ist Polen einer der Fokusräume in der IRS-Internationalisierungsstrategie. Mit Partnern aus dem östlichen Nachbarland verbinden das Institut seit zwanzig Jahren vielfältige Beziehungen, die im Zuge der Internationalisierungsstrategie und durch mehrere aktuelle Forschungsprojekte nochmals vertieft wurden.

Ausführlicher Artikel über die Forschungen im Projekt "Geographien der Dissoziation".

Aktuelles

08. September | 2017

Am Samstag den 30. September 2017 findet im Rahmen des Deutschen Kongresses für Geographie eine Journal Lecture der Zeitschrift "Raumforschung und Raumordnung" statt. Die Zeitschrift wird gemeinsam vom IRS und vier weiteren raumwissenschaftlichen Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft herausgegeben. mehr Info

05. September | 2017

Ländliche Gemeinden gelten gemeinhin als innovationsfern und damit nicht prädestiniert dafür, den ökonomischen und sozialen Herausforderungen zu begegnen, die sich unter anderem durch den demografischen Wandel stellen. Vergleichbar pessimistisch sind die Einschätzungen zum Erneuerungspotenzial durch ältere Menschen auf dem Land, denn auch ihnen wird eher Traditionsorientierung denn Innovationsfähigkeit nachgesagt. Dass beide Bilder oft nicht der Realität entsprechen, zeigen IRS-Forschungen im Projekt „Innovationen in Landgemeinden“. mehr Info

30. August | 2017

Im September und Oktober 2017 richtet Dr. Ludger Gailing mehrere Sessions zur Räumlichkeit der Energiewende und zur Infrastruktur-Governance aus. Im Rahmen der Annual International Conference 2017 der Royal Geographic Society, die vom 29. August bis zum 1. September in London stattfindet, leitet er gemeinsam mit Prof. Gavin Bridge (Durham) eine Doppelsession mit dem Titel „New Energy Spaces – Conceptualizing the geographical political economy of energy transitions“. Zwei weitere Fachsitzungen unter seiner Leitung finden auf dem Deutschen Kongress für Geographie am 30. September und 1. Oktober in Tübingen statt. mehr Info

21. August | 2017

Seit einigen Jahren öffnen weltweit in vielen Großstädten und Regionen offene Orte für kreative Zusammenarbeit und nutzergetriebene Innovation unter Namen wie „Coworking Space“, „Fab Lab“ oder „Maker Space“ ihre Türen. In dem zweijährigen, BMBF-geförderten Projekt „Open Creative Labs in Deutschland“ haben Wissenschaftler/-innen des IRS diese Orte in deutschen Metropolregionen erfasst und typisiert. Darauf aufbauend sind sie der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten zur erweiterten Partizipation von Bürger/-innen an Innovationsprozessen sich durch diese neuen Orte ergeben. Am 23. Juni 2017 hat das Projektteam seine Forschungsergebnisse mit Vertreter/-innen aus Politik und Wirtschaft auf der Konferenz „Partizipation durch Machen: Open Creative Labs als Zwischenorte für Innovationen“ diskutiert mehr Info

03. August | 2017

IRS-Wissenschaftler Thomas Honeck untersuchte im Rahmen des DFG-Projekts „Innovationen in der Planung: Wie kommt Neuartiges in die räumliche Planung?“ (InnoPlan) sowie seiner Promotion die Entwicklung der Zwischennutzung von einer illegalen Aktivität zu einer etablierten Planungspraxis. Dabei gewonnene Erkenntnisse stellte er nun im Kontext der Konferenz „Activism, Populism, and the Future of the Democratic State“ vor, die vom 5. bis 7. Juli 2017 an der De Montfort University in Leicester stattfand. mehr Info


Publikationen

12. September | 2017

Ungleiche wirtschaftliche Entwicklung ist ein wesentliches Merkmal marktwirtschaftliche Systeme. Diese Ungleichheit manifestiert sich räumlich auf sehr unterschiedlichen Maßstabsebenen, im Unterschied zwischen „reichen“ und „armen“ Nationen, im Polarisieren von Regionen innerhalb Deutschlands oder auch innerhalb von Städten auf der Ebene von Quartieren. Trotz guter wirtschaftlicher Lage scheint sich derzeit der Trend zur sozialen und ökonomischen Polarisierung in Deutschland fortzusetzen. Eine Fachkommission der Heinrich-Böll-Stiftung hat nach Gründen für räumliche Ungleichheit gesucht und Strategien für mehr sozialen und räumlichen Zusammenhalt formuliert. IRS-Wissenschaftler Dr. Manfred Kühn ist an der jüngst erschienen Publikation der Ergebnisse mit einem Beitrag über Migration als Perspektive für schrumpfende Städte und Regionen beteiligt. mehr Info

19. Juli | 2017

In Zeiten von ‚Fake News‘, Wahlmanipulationen und Rekonstruktionen historischer Gebäude steht das vermeintlich Echte im Mittelpunkt gesellschaftlicher Debatten. Das Wahre vom Unwahren zu scheiden wird um ein vielfaches schwerer, zugleich steigt das Verlangen nach Authentischem und Unverfälschtem. Die Authentizitätsforschung hat sich in den vergangen Jahren aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven mit daraus abgeleiteten Fragen beschäftigt. Das Buch „Gebaute Geschichte“ widmet sich dem Gebiet der Architektur und Stadtgeschichte. Die Beiträge analysieren Authentizitätsbehauptungen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Debatten über den Stellenwert der Vergangenheit sowie politscher und ökonomischer Interessen. mehr Info

18. Juli | 2017
„Deutschland Archiv”-Schwerpunkt

Das komplexe Herrschaftssystem der DDR wurde nicht nur durch den Partei- und Staatsapparat aufrechterhalten. Auch im informellen Bereich gelang es, persistente Machtstrukturen zu etablieren. Ein Schwerpunkt der Fachzeitschrift „Deutschland Archiv“ blickt auf die räumliche Reichweite von Macht in der DDR in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Er beleuchtet aber auch den "Eigen-Sinn" einiger lokaler Akteure: im kulturellen Bereich, in der Schule, im Alltag oder in der Kommunal- und Wohnungspolitik. Das Heft basiert auf dem DFG-Forschungsprojekt „Die DDR-Bezirke – Akteure zwischen Macht und Ohnmacht“ und dessen Abschlusskonferenz im September 2015. mehr Info

Weitere Publikationen