Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

Als der „Ring des Nibelungen“ Premiere feierte, endete einer der größten Landschaftseingriffe der jüngeren europäischen Geschichte: Zwischen 1817 und 1876 wurde der Oberrhein zwischen Basel und Mannheim um über 80 Kilometer (!) verkürzt.

Angesichts wiederkehrender Finanz- und Wirtschaftskrisen, einer chronischen Austerität in zahlreichen Kommunen und Landkreisen, krisenhafter Erscheinungen infolge des demografischen Wandels, des Klimawandels, der globalen Migration und sozialer Polarisierungen stehen vor allem Städte und Regionen vor großen Herausforderungen.

Die Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS sind das wichtigste Spezialarchiv für die jüngere ostdeutsche Bau- und Planungsgeschichte mit einem Schwerpunkt auf der DDR-Zeit.

Aktuelles

10. März | 2017
Online-Dokumentation der Veranstaltungsreihe „Museen als Schaufenster in die neue Welt“

Europäische Museen sehen sich seit einigen Jahren vermehrt als aktive Gestalter auf dem Weg zu einer inkludierenden, offenen Gesellschaft. Auch in Deutschland hatten daher Ausstellungen über Migration Konjunktur. Die seit 2015 verstärkte Fluchtbewegung aus den Krisen- bzw. Kriegsländern Syrien, Afghanistan und Irak in die Länder Europas brachte eine weitere Dynamik im Bereich der Museumsarbeit mit sich. Doch vor allem die kleineren Museen tun sich schwer damit, den stark angewachsenen Wissensfundus für ihre Arbeit vor Ort gezielt zu nutzen. Die Weiterbildungsreihe „Museen als Schaufenster in die neue Welt“ setzte hier an und vermittelte zentrale Handlungsanforderungen und Herausforderungen der Museumsarbeit zum Thema Migration und Flucht. mehr Info

09. März | 2017

Vom 14. April bis zum 30. Juni 2017 verbringt Dr. Ludger Gailing, kommissarischer Leiter der Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter“, einen Forschungsaufenthalt am Durham Energy Institute und am Department of Geography der Durham University. Dafür hat Gailing ein „Senior Research Fellowship“ der Durham University eingeworben, das vom COFUND-Programm der Europäischen Kommission (Marie Skłodowska-Curie Actions) finanziert wird. Der Aufenthalt ist Teil seines Habilitationsvorhabens mit dem Arbeitstitel „Reconfiguring Energy Spaces: The Role of Spatial Governmentalities and Competing Socio-Materialities“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. mehr Info

09. März | 2017

Die Leiterin der Forschungsabteilung „Regenerierung von Städten“, Prof. Dr. Felicitas Hillmann, nahm am 22. und 23. Februar 2017 an einem Vorbereitungstreffen der deutsch-französischen Task-Force „Challenges of Heterogenous Societies“ in Paris teil. Die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland wurden durch die Leibniz-Gemeinschaft nominiert, ihre fünf französischen Kolleginnen und Kollegen durch den CNRS (Centre national de la rechèrche scientifique). mehr Info

02. März | 2017
Land- und Immobilienmanagement – neue Herausforderungen in schrumpfenden und wachsenden Städten und Regionen

Die vom IRS mit-herausgegebene referierte Fachzeitschrift "Raumforschung und Raumordnung" bereitet ein Schwerpunktheft zum Thema „Land- und Immobilienmanagement – neue Herausforderungen in schrumpfenden und wachsenden Städten und Regionen“ vor. Autoren können bis zum 31. August 2017 Manuskripte einreichen. mehr Info

01. März | 2017

Im Dezember 2016 ist am IRS das European Training Network “Social Entrepreneurship in Structurally Weak Rural Regions: Analysing Innovative Troubleshooters in Action” (RurAction) gestartet. Nach dem Setup-Meeting im Januar werden derzeit die 10 Doktorandinnen und Doktoranden für das Netzwerk rekrutiert. Parallel dazu hat das Projekt seine Website gestartet, die in den kommenden dreieinhalb Jahren über das Projekt, seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie über Themen und Forschungsergebnisse berichten wird. mehr Info


Publikationen

01. März | 2017

In einer Zeit, in der urbanisierte Räume zur weltweit dominierenden Siedlungsform geworden sind, gewinnen die planerische Gestaltung städtischer Räume und deren Nutzung und Aneignung durch die Stadtbewohner zunehmend an gesamtgesellschaftlicher Relevanz. Städtische öffentliche Räume wurden in diesem Kontext im Verlauf des 20. Jahrhunderts geradezu zum Brennglas und Spiegel gesellschaftlichen Wandels. Planer und Politiker erkannten sie als entscheidenden strategischen Hebel für die Einwirkung auf die Stadtgesellschaft, Bürger besetzten sie in vielfältiger Weise als Lebensraum, und politische Bewegungen nutzten sie als Bühne und Kampfplatz. Die Planung und Aneignung städtischer öffentlicher Räume kann daher, so die Grundthese des Buches „Städtische öffentliche Räume“ , als ein Seismograph der Urbanisierungs- und Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts und bis hinein in die Gegenwart gelesen werden, wie zuletzt die Kämpfe um und in öffentlichen Stadträumen von Kairo über Istanbul bis Kiew überdeutlich gezeigt haben. mehr Info

27. November | 2016

Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel scheitern vielerorts nicht an technischen Möglichkeiten, sondern an sozialen und kulturellen Differenzen zwischen politischen und gesellschaftlichen Akteuren. Wissen über den Klimawandel wird weltweit unterschiedlich aufgenommen, dies zeigt nicht nur die wachsende Zahl von „Klimaskeptikern“. In einer umfangreichen Studie ist der Kulturwissenschaftler und Soziologe Dr. Thorsten Heimann diesen Unterschieden in der Wahrnehmung und Bewertung des Klimawandels auf den Grund gegangen. Er fand heraus, dass räumlich sehr differenzierte kulturelle Verarbeitungsmuster die Ursache für unterschiedliche Sichtweisen auf den Prozess sind – mit erheblichen Folgen für adäquate Maßnahmen. mehr Info

02. November | 2016

In den vergangenen 10 bis 15 Jahren sind vor allem in westlichen Industrieländern aber auch darüber zahlreiche Orte für kreatives Arbeiten, Basteln und Experimentieren aber auch für freischaffendes Arbeiten gegründet worden. Betreiber und Nutzer bezeichnen sich selbst oft als Teil von Gemeinschaften, die Individuen offenen Zugang zu Werkzeugen der analogen wie auch digitalen Produktion ermöglicht. Ziel des 2015 gestarteten BMBF-Projekts „Open Creative Labs in Deutschland“ ist es, diese Orte in den Metropolregionen Deutschlands zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Typologisierung, räumlichen Verteilung und Bedeutung für Städte und Regionen zu analysieren. Erste Ergebnisse des Projekts sind nun in Form einer Broschüre erschienen. mehr Info

Weitere Publikationen