Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

Ursachen und Auswirkungen des Zusammenspiels von Umweltwandel und Migration, globale Produktionsnetzwerke und Wertbildungsprozesse in einem Segment der Modebranche, kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung von Klimawandel beiderseits der Oder: Die Themen und Gegenstände der IRS-Forschungen erfordern oftmals international ausgerichtete bzw. vergleichend angelegte Forschungsdesigns. Internationalität ist mehr denn je eine unabdingbare Voraussetzung für die Qualität von Forschungen.

Ausführlicher Artikel über die Forschungen im Projekt "Geographien der Dissoziation".

Als der „Ring des Nibelungen“ Premiere feierte, endete einer der größten Landschaftseingriffe der jüngeren europäischen Geschichte: Zwischen 1817 und 1876 wurde der Oberrhein zwischen Basel und Mannheim um über 80 Kilometer (!) verkürzt.

Angesichts wiederkehrender Finanz- und Wirtschaftskrisen, einer chronischen Austerität in zahlreichen Kommunen und Landkreisen, krisenhafter Erscheinungen infolge des demografischen Wandels, des Klimawandels, der globalen Migration und sozialer Polarisierungen stehen vor allem Städte und Regionen vor großen Herausforderungen.

Die Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS sind das wichtigste Spezialarchiv für die jüngere ostdeutsche Bau- und Planungsgeschichte mit einem Schwerpunkt auf der DDR-Zeit.

Aktuelles

26. Mai | 2017
Policy Round Table „Social Entrepreneurship as Driver of Change in Marginalised Rural Europe“ am 23. Mai 2017 in Brüssel

Lösungen für die Herausforderungen strukturschwacher ländlicher Regionen sind auf allen politischen Handlungsebenen gefragt. Neben lokalen und regionalen Akteuren sind auch Verantwortliche auf nationaler und europäischer Ebene gefordert, die sich selbst verstärkenden Faktoren und Prozesse – selektive Abwanderung, Finanzknappheit, Arbeitslosigkeit und marode Infrastruktur – zu adressieren. Welche Potenziale Sozialunternehmen für mögliche Lösungen haben, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Unternehmen sowie Vertreterinnen und Vertretern der EU-Agrar- und -Regionalpolitik auf dem Policy Round Table „Social Entrepreneurship as Driver of Change in Marginalised Rural Europe“ am 23. Mai 2017 in Brüssel diskutiert. mehr Info

18. Mai | 2017
Neues Projekt zu Klimawandel und Städten

Städte verursachen weltweit etwa 70 Prozent der Treibhausgasemissionen, sind aber auch besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Insbesondere extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Hochwässer und Hitzewellen haben hohe Sachschäden zur Folge und wirken sich – aufgrund inadäquater Verhaltensweisen in Gefahrenlagen und mangelnder Vorsorge – negativ auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner aus. Das BMBF-Forschungsprojekt „Urbane Resilienz gegenüber extremen Wetterereignissen - Typologien und Transfer von Anpassungsstrategien in kleinen Großstädten und Mittelstädten“ (ExTrass) verfolgt das Ziel, die Resilienz der Städte in enger Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen, Strukturen des Bevölkerungsschutzes und der Zivilgesellschaft messbar zu stärken. mehr Info

16. Mai | 2017
Oder: Wie ein Produkt zu seinem Wert kommt

Wenn die Ware knapp wird, steigt der Preis. Dieses Prinzip ist im gesunden Menschenverstand der Konsumenten ebenso fest verankert wie in der klassischen Ökonomie. Das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage bestimmt danach maßgeblich, was der Käufer für ein Produkt bezahlen muss. Im IRS-Forschungsprojekt „Geographien der Dissoziation. Die soziale Konstruktion von Werten aus räumlicher Perspektive“ wird dies jedoch durch eine weitere Beobachtung ergänzt: Der Wert eines Produktes hat stark mit der Wertschätzung des Kunden zu tun und diese wird durch die Anbieter massiv beeinflusst. Durch die Assoziation eines Produktes mit Bildern und Vorstellungen wird dessen Wert konstruiert, der von materiellen Faktoren wie Produktionskosten und Knappheit der Güter entkoppelt sein kann. Ebenso spielt die Dissoziation von unangenehmen Eigenschaften eine maßgebliche Rolle für die Wertkonstruktion. Am Beispiel der Pelzbranche haben Dr. Jana Kleibert und Dr. Felix Müller versucht, das globale Produktionsnetzwerk und die Wertkonstruktionen en detail nachzuvollziehen. mehr Info

12. Mai | 2017
Wissenschaftliche Sammlungen präsentieren Findbücher und kommentierte Quellen

SED-Herrschaft und Stasi-Überwachung können zu der falschen Annahme verleiten, die DDR sei ein in jeder Hinsicht hierarchisches und zentralistisches sowie geschlossenes System gewesen. Jüngere Forschungen z.B. im Bereich Planungsgeschichte haben dieses holzschnittartige Bild relativiert. Dass die Verhältnisse auch hinsichtlich der politisch so wichtigen Berufsgruppe der Architekten und Planer vielschichtig waren und auch prominente Fachleute in einem bestimmten Rahmen gegen den herrschenden Kurs im Bauwesen opponierten (vor allem, aber nicht nur in der Spätphase der DDR-Zeit), zeigen die Ergebnisse eines Drittmittelprojekts der Historischen Forschungsstelle. mehr Info

10. Mai | 2017

Seit einigen Jahren entstehen in Deutschland zahlreiche offene Werkstätten und Open Creative Labs. Das sind Orte, an denen gemeinsam gearbeitet, repariert, erprobt, gelernt und produziert wird. Die Initiatoren solcher Werkstätten und Labs wollen mit dieser zukunftsweisenden Arbeitsform bisher unerschlossene kreative Potenziale aktivieren. Und sie wollen damit auch den Zugang zu Technologie ermöglichen. Aktuelle Karten zu diesen Orten sind jetzt vom Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig im Nationalatlas veröffentlicht worden. mehr Info


Publikationen

26. Mai | 2017
Verwaltung und Parteien in den Bezirken Potsdam, Frankfurt/Oder und Cottbus 1952–1960

Mit der Verwaltungsreform vom 23. Juli 1952 gab sich die erst drei Jahre zuvor gegründete DDR eine (staatliche) Verwaltungsstruktur, die bis zur Wende 1989/1990 erhalten blieb. Die faktische Abschaffung der Länder und ihre Neugliederung in 14 Bezirke stellten den tiefgreifendsten Umbau der Staatsorganisation der DDR in all den Jahren ihres Bestehens dar. Eine unter anderem von Historikern des IRS herausgegebene kommentierte Quellensammlung bietet die Gelegenheit, diesen Prozess im Detail nachzuvollziehen. mehr Info

11. Mai | 2017
Aufsatz in "European Urban and Regional Studies" erschienen

Innovationen gelten als wichtiger Garant für wirtschaftliches Wachstum. Daher ist die Förderung von Innovationen seit langem ein zentraler Bestandteil regionaler Strategien zur Wirtschaftsförderung, die häufig auf den Clusteransatz und damit auf die räumliche Nähe von an Innovationsprozessen beteiligten Akteuren setzen. Auf der Basis langjähriger Forschungen zum räumlichen und zeitlichen Verlauf von Innovationsprozessen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ den Open-Region-Ansatz entwickelt, der vor allem der hohen räumlichen Mobilität von Ideen und Innovationen Rechnung trägt. In einem Aufsatz in „European Urban and Regional Studies“ stellen sie das Konzept ausführlich dar. mehr Info

11. April | 2017

Die Konferenz „(De-)zentrale Energiewende – Wirklichkeiten, Widersprüche und Visionen“, die im Juni 2016 vom Leibniz-Forschungsverbund Energiewende in Berlin durchgeführt wurde, widmete sich dem Spannungsfeld der zentralisierten und dezentralisierten Energiesystemen. Die vorliegende Publikation enthält sieben ausgewählte Beiträge der Konferenz als eigenständige Artikel, unter anderem von Dr. Ludger Gailing und Andreas Röhring von der IRS-Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter“. Im Sinne einer Konferenzdokumentation wird ergänzend eine kurze Zusammenfassung der Keynotes und aller weiterer Vorträge der Konferenz gegeben. mehr Info

Weitere Publikationen