Forschungsinfrastrukturgruppe

Digital History/Wissenschaftliche Sammlungen

Die Forschungsinfrastrukturgruppe umfasst die Wissenschaftlichen Sammlungen zur jüngeren Bau- und Planungsgeschichte Ostdeutschlands. Hatte diese bislang einen Schwerpunkt auf der DDR-Zeit, widmet sie sich nun auch der Zeit nach 1990. Zugleich baut die Gruppe ein Portfolio von Aktivitäten der Digital History auf, vor allem in den Bereichen des  Mapping (GIS) und der 4D-Rekonstruktion, des Text Mining und des Einsatzes von KI – jeweils mit enger Rückbindung an die Bestände der Wissenschaftlichen Sammlungen. Im Kern werden weiterhin einschlägige Vor- und Nachlässe ostdeutscher Akteure aus Architektur und Planung gesammelt, erschlossen, zugänglich gemacht und auf verschiedene Weise vermittelt und vernetzt. Aus- und inländische Nutzende aus Forschung und anderen Bereichen greifen auf dieses wichtige Spezialarchiv für die jüngere Städtebau- und Raumgeschichte Ostdeutschlands zu und werden vom Sammlungsteam betreut. Auch Bürgerinnen und Bürger werden in die Arbeit einbezogen: Über Citizen-Science-Projekte tragen sie u.a. zur Beschreibung visueller Objekte bei. Digitalisierte Archivalien präsentiert die Gruppe auf dem Onlineportal stadt-raum-geschichte.de, über welches auch die Öffentlichkeit zur Partizipation eingeladen wird.

Aktuelle Projekte

Raum lässt sich nicht ohne Boden denken und Boden nicht ohne Raum. Daher rückt das Leitprojekt „Geschichte von unten – revisited“ den Boden in den Mittelpunkt historischer Forschung: als einen zentralen, bislang aber vernachlässigten Aspekt. Boden wird dabei als eine offene, historisch gewachsene und umkämpfte Kategorie verstanden, die sich analytisch nicht auf eine Dimension reduzieren lässt. Im Projekt wird partizipativ ein Glossar erarbeitet, das die Bedeutung und Verwendung des Begriffs „Boden“ im historischen Wandel dokumentiert. mehr info

Das Projekt untersucht die afro-asiatischen Verflechtungen während des Kalten Krieges und konzentriert sich dabei auf Akteure, Praktiken und ihre alltäglichen Interaktionsorte. In der neueren Forschung wurden Stimmen aus Afrika und Asien zur Kenntnis genommen, doch ist wenig über ihre Verbindungen untereinander bekannt. CRAFTE will diese Lücke schließen, indem es sich kritisch mit der gelebten Welt der afro-asiatischen Verbindungen auseinandersetzt, um zu zeigen, wie diese in den globalen Kalten Krieg eingebettet waren, aber auch, wie sie ihn geprägt haben. mehr info