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ForschungsschwerpunktÖKONOMIE UND ZIVILGESELLSCHAFT

Der Forschungsschwerpunkt untersucht, wie Räume durch interaktives, innovatives, kreatives, wissensbasiertes und unternehmerisches Handeln geschaffen und verändert werden. Er fokussiert dabei das komplexe Zusammenwirken von zivilgesellschaftlichen, öffentlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren. Damit verfolgt der Forschungsschwerpunkt das Ziel, sozialräumliche Transformationsprozesse in Richtung einer digitalisierten Wissens- und Innovationsgesellschaft sowie die Wechselwirkung zwischen globalen Prozessen und deren lokalen Auswirkungen besser zu verstehen und die damit verbundenen Herausforderungen herauszuarbeiten. Konkrete Forschungsgegenstände sind die Entstehung und räumliche Ausbreitung neuer Ideen, neue Formen von erwerbs- und nicht-erwerbsbezogener Arbeit, digitale soziale Innovationen und gesellschaftliche Initiativen sowie Globalisierungsprozesse in der Wissensökonomie. Durch interaktiven Wissenstransfer unterstützt der Forschungsschwerpunkt Städte und Regionen darin, sozio-ökonomische Transformationsprozesse zu gestalten, ihre Anpassungsfähigkeit an übergreifende Entwicklungen der Globalisierung und Digitalisierung zu erhöhen, und Strategien für den Umgang mit neuen räumlichen Ungleichheiten zu entwickeln. Das Expertise-Angebot des Forschungsschwerpunkts richtet sich an Verantwortliche in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft von der lokalen bis zur supranationalen Ebene, die sich mit Themen der Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklungspolitik, ländlichen Entwicklung und Innovationsförderung sowie Hochschulpolitik beschäftigen.

Aktuelles Leitprojekt

Das Leitprojekt des Forschungsschwerpunktes „Ökonomie und Zivilgesellschaft“ adressiert tiefgreifende Transformationsprozesse in Wissens- und Innovationsgesellschaften, die wiederum durch disruptive Ereignisse gekennzeichnet sind. Das Leitprojekt „Post-Office“ verfolgt das Ziel, die Veränderungsdynamiken in der wissensgenerierenden Zusammenarbeit mit ihren disruptiven Elementen zu verstehen und daraus resultierende Konsequenzen für städtische und ländliche Regionen zu diskutieren. mehr info

Aktuelles

Fotos v.l.n.r.: Jacob Lund/stock.adobe.com; EKH-Pictures/stock.adobe.com; Ariane Sept, IRS; Fotocollage: Frank Wagner/stock.adobe.com, Zauberhut/stock.adobe.com
20. November | 2022 | Aktuelles
Fachleute fordern bei Regionalgespräch Modernisierung staatlicher Förderstrukturen

Die Digitalisierung ist für die regionale Entwicklung in Brandenburg schon seit Jahren ein strategischer Schlüsselbegriff. Im öffentlichen und privaten Sektor wird sie zunehmend als zentrales Mittel zur Steigerung der Attraktivität der ländlichen Räume gesehen, die für die Selbst- und Außenwahrnehmung Brandenburgs so charakteristisch sind. Fachleute gehen inzwischen davon aus, dass zivilgesellschaftliches Engagement für die Digitalisierung ländlicher Räume in Brandenburg wichtig ist und wichtiger wird. Dieses Engagement könnte besser gefördert werden. Wie Digitalisierung über Ehrenamt in Zukunft zu bewerkstelligen ist, damit befasste sich das 53. Brandenburger Regionalgespräch des IRS Mitte November 2022 in Erkner. mehr Info

Elektrobus im ländlichen Raum. Quelle: Penguin9/CC BY-SA 4.0/commons.wikimedia.org
12. Oktober | 2022 | Aktuelles

Die Förderung von Innovationen ist für strukturschwache Regionen eine Herausforderung – nicht unbedingt, weil ihnen entsprechende Potenziale fehlen, sondern weil die gedanklichen Grundlagen für regionale Innovationspolitik immer noch stark auf Faktoren wie „kritische Masse“ und „creative buzz“ abstellen. Sie orientieren sich eher an wirtschaftsstarken, metropolitanen Regionen und können so die Chancen wirtschaftsschwächerer Räume schlecht erfassen. Ein neues Forschungsprojekt am IRS geht dieses Ungleichgewicht nun sowohl konzeptionell als auch empirisch an. Es entwirft einen zeitgemäßen Rahmen für regionale Innovationsdynamiken und -politiken und bringt ihn in zwei norddeutschen Regionen zur Anwendung. mehr Info

Aktuelle Veranstaltungen

IRS Seminar
20. Dezember | 2022
IRS Seminar with Shilla Lee | The Sainsbury Institute for the Study of Japanese Arts and Cultures

This presentation examines the emerging post-growth discourse in Japan based on the interconnections between the changing trend in lifestyle migration and the new rurality discourse. In comparison to the observations in the existing literature on lifestyle migration that focus on the agency of an individual’s autonomous decision-making, the recent urban-to-rural lifestyle migration in Japan shows the growing institutional attempts to mobilize its population to tackle Japan’s long-term economic stagnation. mehr Info

Forschungsgruppen

Foto: Zarya Maxim/stock.adobe.com

Die Forschungsgruppe interessiert sich für die Wechselwirkungen zwischen Kreativprozessen, Arbeit sowie wirtschaftlichen und sozialen Wandlungsprozessen. In diesem Zusammenhang werden lokale Ausprägungen von Dynamiken wie Digitalisierung, gesellschaftlicher Transformationsprozesse und zunehmender Multilokalität von Erwerbsarbeit erforscht. mehr Info

Foto: Derks24/pixabay.com

Die Forschungsgruppe geht aus der Leibniz-Nachwuchsgruppe TRANSEDU hervor, die sich von 2018 bis 2023 mit der Globalisierung und Kommerzialisierung von Hochschulbildung beschäftigt. Auf dieser Basis verfolgt die Gruppe eine breiter angelegte Forschungsagenda zur Globalisierung der Wissensökonomie. mehr Info

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In der Forschungsgruppe werden Entstehungs-, Etablierungs- und Ausbreitungsprozesse von neuartigen Ideen, Praktiken und Projekten in ländlichen Räumen analysiert, die als soziale Innovationen bezeichnet werden. mehr Info