Forschungsgruppe

Stadtentwicklungspolitiken

Die Forschungsgruppe befasst sich mit der politischen Aushandlung und planerischen Gestaltung der Stadtentwicklung. Im Fokus steht der lokale Umgang mit globalen Prozessen wie der Finanzialisierung von Stadtentwicklungsprozessen, dem Wachstum sozialräumlicher Disparitäten und der verstärkten internationalen Migration. Der Ausgangspunkt der Forschung ist die Diagnose, dass die Steuerungskapazitäten kooperativer, netzwerkartiger und partnerschaftlicher Arrangements in der Stadtentwicklung zunehmend in Frage gestellt werden. Es bilden sich neue Formen der Aushandlung von Konflikten heraus, die mit den etablierten Annahmen zu „Urban Governance“ und „kommunikativer Planung“ nicht mehr adäquat beschrieben und erfasst werden können. Vielmehr stellen Konflikte etablierte politisch-planerischen Entscheidungsverfahren in Frage und erfordern neue Governanceansätze. Mit ihren Untersuchungen leistet die Forschungsgruppe einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Steuerungsformen in der Stadtentwicklungspolitik und trägt zu einer besseren Gestaltbarkeit des städtischen Wandels bei.

Aktuelle Projekte

The PhD project investigates the negotiations of far-right contestations in urban planning and governance processes. It is supervised by Matthias Bernt (Lehrstuhl für Stadt- und Regionalsoziologie, Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt Universität zu Berlin) and Laura Calbet i Elias (Fachgebiet Theorien und Methoden der Stadtplanung, Städtebau-Institut, Universität Stuttgart). mehr info

Das Verbundprojekt untersucht Potentiale und Probleme von ehemaligen Stadtumbauquartieren im Wandel zum Einwanderungsquartier. Das Verbundprojekt ist in fünf Teilprojekte gegliedert. Das Teilprojekt 1 „Governance” wird am IRS bearbeitet. Es untersucht Planungsgrundlagen und Akteurskonstellationen in den Städten Cottbus, Schwerin und Halle (Saale), um eine bessere Steuerung des Wandels durch kommunale Akteure zu ermöglichen. mehr info

Das in Kooperation mit der Universität Łódź eingeworbene Projekt thematisiert unterschiedliche Pfade der Entwicklung von unterschiedlichen Quartieren in beiden Städten nach dem Systemwechsel vor gut 25 Jahren. Dabei erarbeiten die Wissenschaftler/-innen sowohl neue Erkenntnisse über das Zusammenspiel von institutionellen Kontexten und sozio-räumlichen Differenzierungsprozessen als auch über post-sozialistische Stadtentwicklung in Mittel- und Osteuropa. mehr info