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In dieser Ausgabe widmen wir uns speziell den industriell errichteten Großwohnsiedlungen ostdeutscher Städte und ihrem Rollenwandel von attraktiven, modernen Wohngebieten zu medial stigmatisierten Orten des Wegzugs und von dort zu neuen Ankunftsorten der Migration.

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Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

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Der Forschungsschwerpunkt untersucht, wie Räume durch interaktives, innovatives, kreatives, wissensbasiertes und unternehmerisches Handeln geschaffen und verändert werden. Er fokussiert dabei das komplexe Zusammenwirken von zivilgesellschaftlichen, öffentlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren.

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Der Forschungsschwerpunkt analysiert die politische Aushandlung, planerische Gestaltung und Transformation der sozialen und räumlichen Entwicklung von Städten und Regionen. Er untersucht dabei vor allem die Governance von zunehmend unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Problemsituationen.

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Der Forschungsschwerpunkt befasst sich mit der Gestaltung, Planung und Aneignung von Räumen in der neueren Geschichte. Aktuell stehen dabei die Geschichte der Urbanisierung, die Architektur- und Städtebaugeschichte der DDR, die Bedeutung von Materialität im historischen Wandel der gebauten Umwelt sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Raumentwicklung im Mittelpunkt des Interesses.

Aktuelles

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03. Juli | 2022 | Aktuelles

Mit dem Format „Leibniz im Bundestag“ bietet die Leibniz-Gemeinschaft den Abgeordneten des Deutschen Bundestags seit vierzehn Jahren einmal jährlich Einzelgespräche mit Forschenden aus den 97 Leibniz-Instituten zu einer Vielzahl von Themen an. Im Jahr 2022, am 31. Mai und 1. Juni, fand im Rahmen des Formats die Rekordzahl von 295 Einzelgesprächen statt. Das IRS wurde für sieben Beratungsgespräche nachgefragt. mehr Info

22. Juni | 2022 | Aktuelles
IRS nimmt an der Berliner Langen Nacht der Wissenschaften Berlin-Marzahn, Halle-Neustadt & Co. unter die Lupe

Am 2. Juli 2022 findet in Berlin und Potsdam wieder die Lange Nacht der Wissenschaften (LNDW) statt. Wissenschaftliche Einrichtungen öffnen dann wieder ihre Türen zu mehr als 2.000 spektakulären Experimenten, spannenden Vorträgen, Wissenschaftsshows, Führungen und Einzelgesprächen mit Forschenden. Sie bieten so einen Blick hinter die Kulissen herausragender Forschungseinrichtungen der Hauptstadtregion. Das IRS ist nach einer Pandemie-bedingten Pause in diesem Jahr wieder im Haus der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin-Mitte dabei. Das Institut präsentiert sich mit seiner Forschung und Archivarbeit zu Großwohnsiedlungen wie Berlin-Marzahn und Halle-Neustadt. Es bietet gleich vier Programmpunkte zum Mitmachen, Diskutieren, Ansehen und Zuhören an. mehr Info

15. Juni | 2022 | Aktuelles
Orte der Ankunft – Großwohnsiedlungen in Ostdeutschland

Anfang Juni 2022 erschien eine neue Ausgabe des Magazins für Raumbezogene Sozialforschung IRS aktuell. Mit dem Schwerpunktthema „Orte der Ankunft – Großwohnsiedlungen in Ostdeutschland“ widmet sich das IRS in dieser 98. Ausgabe den industriell errichteten Großwohnsiedlungen ostdeutscher Städte und ihrem bemerkenswerten Rollenwandel. Die Beiträge von Marcel Helbig (Wissenschaftszentrum Berlin), Matthias Bernt (IRS), Madlen Pilz (IRS), Stefanie Rösler und Katja Friedrich (Institut für ökologische Raumentwicklung) und ein abschließendes Interview mit dem Raumplaner Reinhard Huß beschreiben einen Transformationsprozess von attraktiven, modernen Wohngebieten zu medial stigmatisierten Orten des Wegzugs und von dort hin zu neuen Ankunftsorten der Migration. mehr Info

14. Juni | 2022 | Aktuelles
Ein Rückblick auf die IRS Spring Academy 2022 „Spaces of Infection“

Zum ersten Mal seit Beginn der COVID19-Pandemie fand Ende Mai 2022 die IRS Spring Academy wieder in Präsenz in Erkner und Berlin statt. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an internationale Nachwuchswissenschaftler*innen im disziplinübergreifenden Feld der raumbezogenen Forschung. Sie bekommen die Gelegenheit gemeinsam intensiv an einem Thema zu arbeiten, sich interdisziplinär auszutauschen und sich zu vernetzen. Mit ihrem besonderen Mix an Formaten adressiert die Spring Academy die Bedarfe von Forschenden in der Frühphase ihrer Karriere. Das Thema der Spring Academy 2022 lautete „Spaces of Infection“. Als lokaler Partner trat das Robert Koch-Institut auf. mehr Info

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12. Mai | 2022 | Aktuelles
Angehende Stadtplaner*innen informierten sich über das IRS und integrierte Stadtentwicklung in Erkner und Umgebung

Am 20. April 2022 besuchten etwa 50 Studierende der Stadtplanung von der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg das IRS, um über integrierte Stadtentwicklung in der Gerhart-Hauptmann-Stadt Erkner zu diskutieren. Das Interesse hatte einen ganz konkreten Hintergrund: Der Besuch war Teil einer intensiven Ortsanalyse im Rahmen des Studienprojektes „PB4 Quartier Umbau“ am Fachgebiet Stadtplanung. Die Studierenden lernten bei ihrem Besuch die Arbeit des IRS besser kennen und setzen sich mit den aktuellen stadtplanerischen Herausforderungen Erkners auseinander, besonders vor dem Hintergrund der Ansiedlung der Tesla-Gigafactory in Grünheide. mehr Info

Publikationen

15. Juni | 2022

Matthias Bernt, kommissarischer Leiter des Forschungsschwerpunkts „Politik und Planung“, untersuchte in seinem Habilitationsprojekt „Gentrification und Wohnungspolitik“ vergleichend Gentrifizierungsprozesse in London, Berlin und St. Petersburg. Ein besonderes Augenmerk legte er hierbei auf die Auswirkungen verschiedener Regulationsformen und Politiken des Wohnungsmarktes, sowohl auf Investitionen in den Wohnungsbestand als auch auf die Verdrängung einkommensschwacher Haushalte. Aus seinen gewonnenen Erkenntnissen entwickelte Bernt das Konzept der „Komodifizierungslücke“, das eine institutionalistische Perspektive auf Gentrifizierung einnimmt. Nun wird seine Habilitationsschrift als Monographie bei Wiley veröffentlicht. mehr Info

09. Juni | 2022
Neues Paper analysiert die Strategien französischer Hochschulen in Afrika

In ihrem neu erschienenen Artikel „Choose France! Containment, Circulation and Postcolonial (Dis)Continuities in Transnational Education" zeigen Alice Bobée und Jana Kleibert, wie französische Offshore-Campusse im frankophonen Afrika einerseits die französische Migrations- und Hochschulpolitik umsetzen und sich andererseits zunehmend dem wirtschaftlichen Wettbewerbsdruck und den Mobilitätswünschen zahlender Studierender anpassen. Dabei ahmen sie „angelsächsische“ marktorientierte Strategien nach. Der Beitrag erschien in der Fachzeitschrift Globalisation, Societies and Education. mehr Info

19. Mai | 2022

IRS-Doktorandin Alica Repenning untersucht in ihrem Dissertationsprojekt im Forschungsschwerpunkt „Ökonomie und Zivilgesellschaft“ die Räume kreativer Arbeit im Modedesign. Nun ist ihr Paper „Workspaces of Mediation: How Digital Platforms Shape Practices, Spaces and Places of Creative Work“ in der Fachzeitschrift „Tijdschrift voor Economische en Sociale Geografie (TSEG)“ erschienen. Die Analyse von Berliner Modedesigner*innen zeigt, dass diese sich in einem komplexen Geflecht von digitalisierten Arbeitsräumen, Arbeitsorten und Arbeitspraktiken bewegen. Digitale Plattformen wie beispielsweise Instagram bestimmen dieses Geflecht durch ihre Strukturen und Mechanismen mit. mehr Info

Weitere Publikationen