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Disruption – kritische Momente sozial-räumlichen Wandels

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In dieser Ausgabe von IRS aktuell widmen wir uns den Städten und ihrer – möglichen – Rolle als Vorreiter der Klimapolitik. Bereits seit Längerem forscht das IRS zu den räumlichen Dimensionen der Energiewende. Neu hinzu kam vor drei Jahren die Frage nach klimapolitischen Ansätzen in Städten, in Deutschland wie auch im europäischen Rahmen.

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Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

Aktuelles

10. Januar | 2022

Mit dem Jahreswechsel 2021/2022 werden Veränderungen in der Organisation und Ausrichtung der IRS-Forschung wirksam. Sie sind das Ergebnis eines Strategieprozesses „IRS 2025“, den wir in den vergangenen zwei Jahren durchgeführt haben. Als wichtigste Änderung wird das IRS ab dem 1. Januar 2022 seine sozialwissenschaftliche Forschung aus einer räumlichen Perspektive nicht mehr in fünf Forschungsabteilungen organisieren, sondern in drei konsolidierten Forschungsschwerpunkten. mehr Info

07. Januar | 2022

IRS-Forschende haben jetzt neue konzeptionelle Überlegungen zu digitalen Plattformen vorgelegt. Basis hierfür ist das Projekt „Plattform-Ökologie: Kreative Zusammenarbeit im Spannungsfeld zwischen virtuellen und konkreten Räumen am Beispiel von Modedesign“. Sie betrachten diese Plattformen aus der Perspektive von Nutzer*innen. Damit verschieben sie den Blick von der Betrachtung der technisch-organisatorischen Aspekte ausgewählter Plattformen auf die vielfältigen Praktiken, mit denen Nutzer*innen Online-Plattformen in ihren Alltag integrieren. mehr Info

04. Januar | 2022
Dissertation von Stefanie Brünenberg veröffentlicht

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges lagen die Städte in ganz Europa in Trümmern: Ihr Wiederaufbau nach den Jahren erbarmungsloser Luftkriege erscheint aus heutiger Sicht in seiner Vielfalt als Kompromiss auf vielen Ebenen. Die großen Probleme der Trümmerbeseitigung und Wohnungsnot standen den Ideen und Utopien derer gegenüber, die diese Zerstörung als Chance sahen – als Chance, die in den 1920er Jahren entwickelten Stadtplanungstheorien in die Realität umsetzen zu können. mehr Info

20. Dezember | 2021

Die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und das IRS arbeiten künftig in Forschung und Lehre noch enger als bisher zusammen. Der Direktor des IRS, Prof. Dr. Oliver Ibert und die Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal unterzeichneten im Dezember 2021 eine Kooperationsvereinbarung. Die Vereinbarung bettet die schon länger bestehende Zusammenarbeit in einen vertraglichen Rahmen ein und eröffnet neue Felder. Das wichtigste Projekt in der neuen Phase der Zusammenarbeit ist eine gemeinsame Professur für Historische Stadt- und Raumforschung, verbunden mit der Leitung des Forschungsschwerpunkts „Zeitgeschichte und Archiv“ am IRS. Die Professur soll im Januar 2022 ausgeschrieben und zum Sommersemester 2023 besetzt werden. mehr Info

14. Dezember | 2021
Methodische Implikationen für die Digitalisierungsforschung in ländlich-peripheren Räumen

Die Pandemie stellt Wissenschaftler*innen seit bald zwei Jahren vor die Herausforderung, ihre Forschungen an die veränderten sozialräumlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Vormals geplante Forschungsdesigns verlieren ihre Gültigkeit, Feldzugänge müssen neu bestimmt werden, gesellschaftliche Akteur*innen im öffentlichen Raum bleiben mitunter unsichtbar. Für Forschungen in peripheren Räumen gilt das oft in besonderem Maße, werden doch nicht nur geplante Feldforschungen plötzlich am heimischen Rechner durch andere Zugänge ersetzt, sondern auch die digitale Ausstattung dieser Räume lässt oftmals zu wünschen übrig. mehr Info


Publikationen

31. August | 2021

Forschende des IRS und der Universität Potsdam haben erstmals ein vergleichendes Ranking für die Aktivität von Städten in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung erarbeitet. Sie betrachteten 104 Groß- und Mittelstädte in Deutschland. Der Beitrag "Ranking Local Climate Policy: Assessing the Mitigation and Adaptation Activities of 104 German Cities" wurde in der Fachzeitschrift Climatic Change veröffentlicht. mehr Info

01. Juli | 2021

Universitäten investieren zunehmend in Standorte im Ausland, unter anderem um Einnahmen in Form von Studiengebühren oder auch Reputationsgewinne zu erzielen. Derzeit gibt es weltweit fast 500 Offshore-Campusse. Zugleich werden jedes Jahr Campusse auch wieder geschlossen. Die Nachwuchsgruppe TRANSEDU untersucht unter Leitung von Jana Kleibert die Internationalisierungsstrategien von Hochschulen. Unter dem Titel „Strategy First: Ten Questions to Answer before Starting an International Campus“ haben Jana Kleibert, Tim Rottleb, Marc Schulze und Alice Bobée nun ein Policy Paper vorgelegt, das sich an die Verantwortlichen in Hochschulen und politische Entscheidungsträger*innen richtet und die Risiken von Auslandscampus-Entwicklungen analysiert. mehr Info

15. Juni | 2021

Unter dem Titel „Nationale Solidarität und ihre Grenzen. Die deutsche ‚Nationalsozialistische Volkswohlfahrt‘ und der französische ‚Secours national‘ im Zweiten Weltkrieg“ erschien im Stuttgarter Franz Steiner-Verlag die Dissertationsschrift von Daniel Hadwiger, Postdoktorand in der Historischen Forschungsstelle. In seiner Dissertation untersuchte Hadwiger die politische Instrumentalisierung von Fürsorge im NS-Staat und im Vichy-Regime in einem transnationalen Vergleich. mehr Info

Weitere Publikationen