Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg

IRS unterzeichnet gemeinsame Stellungnahme zur Wissenschaftsfreiheit

Mit Oliver Ibert und Julia Warmers gehört der Vorstand des IRS neben Vertreter*innen brandenburgischer Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen zu den Erstunterzeichner*innen der gemeinsamen Stellungnahme für die Wissenschaftsfreiheit in Brandenburg und darüber hinaus 

"Die Wissenschaft in Brandenburg steht für gesellschaftliche Verantwortung. Dazu gehören nicht nur Forschung und die Ausbildung von Studierenden, sondern auch der Transfer in die Gesellschaft, in Wirtschaft, Politik und Kultur. Die Hochschulen, die außeruniversitären Forschungseinrichtungen und andere wissenschaftsnahe Akteure leisten so gemeinsam wesentliche Beiträge zur Entwicklung Brandenburgs. Die beeindruckende Erfolgsgeschichte des Landes im letzten Jahrzehnt wäre ohne die Stärke ihrer wissenschaftlichen Institutionen kaum vorstellbar.

Wissenschaft lebt von Transparenz und der Bereitschaft, Kritik anzunehmen. Es ist Kern des wissenschaftlichen Arbeitens, die eigenen Ergebnisse fortwährend zu prüfen und zu korrigieren. Gerade diese Arbeitsweise macht Wissenschaft leistungsfähig, aber auch angreifbar – dann nämlich, wenn politische Einflussnahme, Desinformation, wirtschaftliche Abhängigkeiten oder gezielte Angriffe auf Personen und Institutionen zunehmen.

Genau deshalb braucht Wissenschaft verlässliche Rahmenbedingungen, die ihre Unabhängigkeit schützen und ihre Handlungsfähigkeit sichern. Dazu gehören Unterstützungsstrukturen für Beschäftigte und Forschende, digitale und organisatorische Sicherheit sowie eine stabile Infrastruktur. Notwendig sind auch klare Verfahren in Krisenlagen und eine öffentliche Kultur, die wissenschaftliche Arbeit nicht delegitimiert, sondern stärkt und anerkennt.

Die Leitungen der brandenburgischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen sich als Pfeiler der freiheitlichen Demokratie. Sie stehen solidarisch Seite an Seite, wenn die grundgesetzlich festgeschriebene Freiheit der Wissenschaft angegriffen wird. Dazu gehört ausdrücklich auch die Umsetzung von Diversität, Chancengerechtigkeit und Gleichstellung.

Das Land Brandenburg, seine Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die Fördermittelgeber und die wissenschaftspolitischen Partner arbeiten gemeinsam daran, ihre Resilienz zu sichern. Ziel muss sein, dass Wissenschaft auch unter Druck frei, mutig, offen und verantwortungsvoll arbeiten kann. Nur so kann sie langfristig und nachhaltig dem Gemeinwohl dienen. Und dies ist der Anspruch, an dem die Unterzeichnenden sich messen lassen wollen."

Erkner, 8. September 2026

Die Stellungungnahem entstand auf Initiative des Vereins proWissen im Rahmen der Veranstaltung des MWFK zur Resilienz der Wissenschaft im Juli 2026.

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