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Retten, was bleibt? Bürgerinitiativen und die Zukunft der DDR-Architektur
Podiumsdiskussion im Rahmen des 19. Werkstattgesprächs
Einst wurden prägende DDR-Bauten wie der Palast der Republik oder die Gaststätte Ahornblatt trotz zivilgesellschaftlicher Proteste abgerissen. Heute finden Bürgerinnen und Bürger deutlich stärker Gehör. In Städten wie Dresden oder aktuell beim Einsatz für den Erhalt des SEZ in Berlin engagieren sich Menschen unterschiedlicher Generationen gegen Abrisspläne und für die Bewahrung des baukulturellen Erbes.
Zugleich wächst das Bewusstsein dafür, dass DDR-Architektur nicht nur erhalten, sondern auch für aktuelle gesellschaftliche Bedürfnisse neu genutzt werden kann. Das Haus der Statistik am Berliner Alexanderplatz ist dafür ein vielbeachtetes Beispiel. Der ehemalige DDR-Verwaltungsbau wurde nicht abgerissen, sondern Stadt, Verwaltung und Initiativen bauen ihn nach und nach zu einem Ort für Wohnen, Kultur und soziale Nutzung um.
Was motiviert Menschen, sich für architektonische Zeugnisse der Ostmoderne einzusetzen? Welche Ziele verfolgen Bürgerinitiativen – und wie erfolgreich sind sie dabei? Welche Rolle spielt die Denkmalpflege im Spannungsfeld zwischen Erhalt, Transformation und Neubau? Diesen Fragen widmet sich eine Podiumsdiskussion am Donnerstag, 18. Juni, ab 16:45 Uhr im Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner bei Berlin.
Es diskutieren:
Karin Berkeman (moderneREGIONAL)
Konrad Braun (ZUsammenKUNFT Berlin eG, Haus der Statistik)
Marco Dziallas (ostmodern.org)
Susanne Lorenz (Bürgerinitiative „SEZ für alle!“)
Christoph Rauhut (Direktor Landesdenkmalamt Berlin)
Moderation: Harald Engler (IRS)