Clementina Irimină
Wissenschaftlerin | Zeitgeschichte und Archiv

Seit Dezember 2025 ist Clementina Irimina als wissenschaftliche Mitarbeiterin im neuen Leitprojekt des Forschungsschwerpunkts „Zeitgeschichte und Archiv“ mit dem Titel „Geschichte von unten – revisited. Boden als vernachlässigte Grundlage historischer Prozesse im langen 20. Jahrhundert“ beschäftigt. In diesem Rahmen arbeitet sie an ihrem Dissertationsvorhaben zum Wandel von Bodennutzung und Bodeneigentum im Spät- und Postsozialismus im transnationalen Vergleich. Zuvor war sie an einem Interviewprojekt zur Geschichte der Bauakademie der DDR beteiligt.

Sie studierte Geschichtswissenschaften im Bachelor an der Universität Bukarest mit einem Erasmus-Aufenthalt an der Ruhr-Universität Bochum und im Master an der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte. In ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit Kultur und Kulturpolitik in der Anfangszeit des Kalten Krieges und analysierte dafür die Entwicklung der Ost-Berliner Theaterlandschaft in der frühen Nachkriegszeit. Studienbegleitend arbeitete sie als studentische Hilfskraft im Forschungsbereich der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und führte Besucher*innengruppen durch die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt des MfS. Ihre Forschungsinteressen umfassen u.a. Zeit-, Architektur- und Kulturgeschichte, insbesondere in Bezug auf die DDR und den osteuropäischen Raum.

Projekte

Leitprojekt

Raum lässt sich nicht ohne Boden denken und Boden nicht ohne Raum. Daher rückt das Leitprojekt „Geschichte von unten – revisited“ den Boden in den Mittelpunkt historischer Forschung: als einen zentralen, bislang aber vernachlässigten Aspekt. Boden wird dabei als eine offene, historisch gewachsene und umkämpfte Kategorie verstanden, die sich analytisch nicht auf eine Dimension reduzieren lässt. Im Projekt wird partizipativ ein Glossar erarbeitet, das die Bedeutung und Verwendung des Begriffs „Boden“ im historischen Wandel dokumentiert. mehr Info

Drittmittelprojekte

Die Bauakademie der DDR, gegründet am 25. Januar 1951, bildete über vier Jahrzehnte hinweg das Herzstück des ostdeutschen Bauwesens. Als zentrale Institution vereinte sie die wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der DDR im Bereich Architektur, Städtebau und Bauwirtschaft. Ihr Ziel war es, den Wiederaufbau und die bauliche Neugestaltung der DDR gemäß den ideologischen und politischen Leitlinien des Staates zu fördern und die fachlichen Grundlagen für das Bauwesen zu schaffen. mehr Info