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Was kollaborative Arbeitsorte auf dem Land leisten
Neuer Open Access-Sammelband erschienen
Coworking Spaces sind auf dem Land angekommen. Doch das ursprünglich in Großstädten entstandene Phänomen neuer Arbeitsorte hat sich nicht einfach nur räumlich ausgebreitet, sondern in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt. Ein kürzlich erschienener Sammelband widmet sich dieser Entwicklung.
Gemeinsam mit Vasilis Avdikos, Ilaria Mariotti, Ignasi Capdevila, Thilo Lang und Vera Fabinyi, Projektpartner*innen aus dem EU-Projekt „CORAL“, hat Suntje Schmidt an der Herausgabe des Sammelbands „Collaborative Workspaces Beyond the Urban" mitgewirkt. Darin werden die Entstehungsprozesse und Wirkungen ländlicher Collaborative Workspaces (CWS), wie beispielsweise Maker Spaces oder Fab Labs, untersucht. Die Beiträge beleuchten CWS in ländlichen, suburbanen und peripheren Räumen und analysieren dabei deren wirtschaftliche, soziale und gemeinschaftliche Effekte auf lokaler und regionaler Ebene sowie für einzelne Erwerbstätige und Unternehmen. Das Buch vereint Beiträge aus einer Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen, darunter Sozial- und Wirtschaftsgeographie, Volks- und Betriebswirtschaftslehre, Architektur, Raumplanung, den Gender Studies und der Managementforschung.
Seit 2021 erforscht das EU-finanzierte Marie Skłodowska-Curie Innovative Training Network (ITN) „CORAL“ die besondere Rolle von kollaborativen Arbeitsorten in ländlichen Regionen Europas und deren Bedeutung für die regionale Entwicklung. Im Rahmen des Netzwerks haben sich 15 Promovierende in den vergangenen Jahren wissenschaftlich und praxisnah qualifiziert, um dieses noch junge Themenfeld künftig aktiv mitzugestalten: in der Planung, in der Regionalentwicklung oder Politik, in Initiativen, Genossenschaften oder Unternehmen. Dazu zählten auch Federica Ammaturo (Assoziierte) und Chen Gao (Alumnus), die unter der Leitung von Suntje Schmidt am IRS geforscht haben.
