25. November | 2020

30 Jahre Wiedervereinigung. Zur anhaltenden Aktualität Ostdeutschlands.

49. Brandenburger Regionalgespräch

Im dreißigsten Jahr nach der Wiedervereinigung hat sich vieles an der Realität in Gesamtdeutschland verändert. Ein höheres Maß an geteilten biographischen Erfahrungen, insbesondere in den jüngeren Generationen, sich langsam angleichende Löhne und Renten, infrastrukturelle Erneuerungen aber auch gesamtdeutsch erlebte Krisen und Feierstunden hätten zu einer Angleichung der Lebensbedingungen und des Lebensgefühls in Ost und West führen können. Umso verwunderlicher ist die konstant hohe Bedeutung der Kategorie „Ostdeutschland“ in öffentlichen aber auch wissenschaftlichen Diskursen – eine räumliche Kategorie, welche die Unterschiedlichkeit und Besonderheit eines Teilterritoriums gegenüber dem Rest Deutschlands betont. Dabei wird leicht übersehen, dass Begriffe nicht nur Realität beschreiben, sondern oft auch erzeugen. Welchen analytischen, politischen oder kulturellen Gehalt hat die Kategorie Ostdeutschland heute? Auf welche Themen wird sie wie angewendet? Handelt es sich um eine anhaltende oder eine neue Ungleichheit? Welche Art von Realität erzeugt die Benutzung dieses Begriffes, gewollt oder ungewollt? Und wie sollte sich in Zukunft das Reden über Ostdeutschland wandeln?

Das 49. Brandenburger Regionalgespräch nimmt das dreißigste Jahr seit der Wiedervereinigung zum Anlass, um diese und weitere Fragen in ihrer historischen Dimension mit den eingeladenen Expert*innen auf einem virtuellen Podium zu diskutieren.

Folgende Gesprächspartner*innen haben zugesagt:

  • Sabine Rennefanz | Berliner Zeitung, Berlin
  • Dr. Annett Steinführer | Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Braunschweig
  • Marco Wanderwitz | Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Berlin
  • Prof. Dr. Oliver Ibert | Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Direktor, Erkner
  • Wolfgang Kil | Architekturkritiker und Publizist, Berlin
  • Dr. Sören Becker | Universität Bonn, Geographisches Institut, Bonn

Moderation:
Gerhard Mahnken | IRS, Wissenstransfer & Public Affairs, Erkner

 

Kontakt

Wissenstransfer & Public Affairs

Angaben zur Veranstaltung

Mittwoch,
25. November 2020
14.00 bis ca.16.15 Uhr
(inkl. 15 min. Pause)

Das Regional­gespräch ist öffentlich und wird
als Zoom-Format durchgeführt.

Die Einwahldaten werden vorab hier noch bekannt gegeben.

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