Nachwuchsförderung im IRS

No 76 | September 2013

Nach dem Abschluss eines Hochschulstudiums in einer raumwissenschaftlichen Disziplin entscheiden sich einige Absolventen, der Wissenschaft treu zu bleiben und eine Promotion anzustreben. Das IRS sieht sich dabei als spannende Alternative zur einer Promotion, die ausschließlich an einer Universität absolviert wird: Interdisziplinäre Forschungskontexte, flexible Zeitbudgets und eine strukturierte Doktorandenförderung bilden eine gute Grundlage für eine fundierte Promotion und eine weitere Karriere in der Forschung.

Ob Wirtschaftsgeographie, Soziologie, Geschichte, Planungs- oder Politikwissenschaften – Hochschulab solventen aus unterschiedlichsten Fachdisziplinen haben nach dem Ende ihres Studiums die Möglichkeit, ihren Forschungsinteressen als wissenschaftliche Mitarbeiter am IRS nachzugehen und auf dieser Grundlage ihre Dissertation zu entwickeln. Sowohl haushaltsfinanziert als auch über Drittmittel arbeiten sie – in der Regel in Teilzeit – an Forschungsprojekten mit und können ihre eigenen Denkansätze vor dem Hintergrund des interdisziplinären Verständnisses der sozialwissenschaftlichen Raumforschung am IRS reflektieren.

Die Förderung der Doktoranden erfolgt in einem strukturierten Verfahren und schließt die Begleitung junger Wissenschaftler in ihrer Orientierungsphase ein. Dabei wird zunächst das Dissertationsthema mit seinen Fragestellungen und fachlichen Bezügen gesucht, teilweise verworfen und optimiert und schließlich in einem Exposé fixiert. Stehen die Entscheidung zur Promotion, das Thema und die betreuende Hochschule fest, erfolgt in der Regel der Abschluss einer Doktorandenvereinbarung zwischen der Direktorin und dem Doktoranden. Diese fixiert eine Reihe von Rahmenbedingungen und versetzt den Nachwuchswissenschaftler förmlich in den Status eines Doktoranden. „Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind die Fragen der Arbeitszeitorganisation, der Freistellung während der Abschlussphase bzw. Finanzierung aus Institutsmitteln“, sagt PD Dr. Gabriela Christmann, derzeit Leiterin des IRS-Doktorandenkolloquiums. „Die Doktoranden können ihr Zeitbudget im Rahmen der Projektverpflichtungen flexibel organisieren und Blockarbeits- und Freistellungsphasen nutzen.“

Weiterhin bietet die Doktorandenvereinbarung ein freiwilliges Mentoren-Modell mit einem Senior Researcher aus dem IRS, das Engagement in der Internationalisierungsagenda und die Weiterbildung während des Promotionszeitraums. Das Weiterbildungskonzept sieht einen 3-jährigen Turnus vor, den jeder Doktorand idealtypisch einmal vollständig durchläuft . Dabei sind drei Weiterbildungsveranstaltungen pro Jahr zu den Schwerpunkten Theorien, Methoden und Fertigkeiten vorgesehen. „Zunehmend wichtiger ist auch die Internationalisierung der Doktoranden-Förderung am IRS“, so Christmann. „Durch vom Institut kofinanzierte Gastaufenthalte, einen an die IRS International Lecture gekoppelten Workshop mit ausländischen, renommierten Wissenschaftlern und die Mitwirkung an Internationalen Graduiertenschulen lernen die Doktoranden andere Sichtweisen und Forschungskontexte kennen und bauen sich ein wichtiges Netzwerk für die spätere Karriereentwicklung auf.“

Aus dem Inhalt

  • Auf dem Weg zum Doktortitel
  • Investmentbeziehungen und der Pfad von Innovationen in der deutschen Biotechnologie
  • Interview mit den Doktorandensprechern des IRS
  • Von Senior Researcher bis Juniorprofessor
  • Interview mit Dr. Suntje Schmidt über Post-Doc-Perspektiven

Download