Internationales IRS

No 75 | Juni 2013

Das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung erforscht gesellschaftlich-räumliche Zusammenhänge und Entwicklungen auf unterschiedlichen Ebenen: von regionalen Akteurskonstellationen etwa in der Energiewende bis hin zu internationalen und globalen Fragestellungen wie dem Klimawandel. Eine internationale Perspektive ist dabei für viele Fragestellungen selbstverständlich.

Auch der Forschungsalltag geht mittlerweile deutlich über den regionalen und nationalen Rahmen hinaus: Zu gemeinsamen Berufungen mit Berliner und Brandenburger Universitäten und Netzwerken von Raumforschungseinrichtungen in Deutschland kommen gelebte Kooperationen mit internationalen Wissenschaftlern, das Agieren in der globalen Scientific Community auf Tagungen und eine wachsende Zahl von ausländischen Gastwissenschaftlern im Institut in Erkner.

Aufbauend auf dieses Selbstverständnis einer international vernetzten Forschung zu global relevanten Fragestellungen hat das IRS mit dem Forschungsprogramm 2012-2014 die Steigerung der internationalen Sichtbarkeit als strategischen Schwerpunkt gesetzt und eine Reihe von Zielen und Maßnahmen definiert. „Uns geht es bei der Internationalisierungsstrategie in erster Linie um eine langfristige Prioritätensetzung angesichts unserer beschränkten zeitlichen und finanziellen Ressourcen“, erklärt die IRS Direktorin Prof. Dr. Heiderose Kilper. „Wir haben genau analysiert, in welchen Räumen, welchen Fachgesellschaften und auf welchen Konferenzen wir präsent sein wollen. Darüber hinaus haben wir Konzepte entwickelt, wie die IRS-Forschungen im Ausland stärker öffentlich wahrgenommen werden können.“ Neue strategische Kooperationen werden derzeit in Nordamerika, Großbritannien, Skandinavien und Polen aufgebaut. In diesen Räumen gibt es bedeutende wissenschaftliche Einrichtungen mit inhaltlicher Komplementarität zu IRS-Themen und bereits bestehende intensive Kontakte zu Wissenschaftlern. Das IRS strebt an, mit diesen Partnern Gastwissenschaftler auszutauschen, gemeinsame Projekte zu akquirieren und Konferenzen durchzuführen sowie an Graduiertenschulen mitzuwirken. Dies impliziert, dass sich die IRS-Wissenschaftler verstärkt in Forschernetzwerke wie die Association of American Geographers (AAG) (siehe Seite 5) oder die Royal Geographic Society einbringen. Die Früchte dieser Arbeit werden bereits geerntet: Die Ausrichtung der Konferenzen „Constructing Resilience“ (siehe Heft 74) und „Scale in Environmental Governance“ (siehe Seite 5) mit hochrangigen internationalen Forschern waren ein großer Erfolg, zudem war das IRS auf der Jahrestagung der AAG im April 2013 mit zehn Wissenschaftlern präsent (siehe Seite 7).

Nicht zuletzt schlägt sich die Umsetzung der Internationalisierungsstrategie auch personell wieder: Zum 1. Juni 2013 nahm Dr. Karina Böhm ihre Arbeit als „Referentin Internationales“ im IRS auf. Sie wird in erster Linie die Forscher bei der Beteiligung in europäischen Forschungsförderprogrammen unterstützen und die Beziehungen zu Kooperationspartnern und Förderorganisationen im Ausland pflegen und ausbauen.

Aus dem Inhalt

  • Internationales IRS Selbstverständnis und Strategie
  • The Misfits – Über die Rolle von Skalen in der Umweltpolitik
  • It’s all coming together in LA

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