IRS aktuell

Bereits seit 1993 publiziert das IRS das institutseigene Magazin "IRS aktuell". Darin werden, in immer wieder veränderter und modernen Lesegewohnheiten angepasster Form und Darstellung, Forschungsergebnisse für eine breite Öffentlichkeit aufgearbeitet. Darüber hinaus widmet sich das Magazin immer wieder auch strategischen und wissenschaftspolitischen Themen. Es erscheint drei bis vier mal im Jahr und richtet sich sowohl an die wissenschaftliche Community als auch an eine interessierte Fachöffentlichkeit in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Hefte können kostenlos bezogen werden und stehen online vollständig zum download bereit. Seit dem letzten größeren Relaunch des Magazins zu Beginn des Jahres 2013 erscheint das Magazin online zusätzlich in englischer Sprache.

Aktuelle Ausgaben

Foto: Patcharanan/stock.adobe.com
No 95 | Dezember 2020

Charakteristisch für Krisen ist ein hohes Maß an Unsicherheit bei gleichzeitiger Dringlichkeit zu entscheiden und zu handeln, gepaart mit dem Gefühl von Bedrohung. Gemeinhin sind Krisen etwas, das es zu vermeiden gilt. Wenn sie eintreten, dann kommt es darauf an, sie gut zu managen, was oft nicht mehr heißt, als so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukehren. Krisenmanagement hat sich in jüngerer Zeit zu einer Kernkompetenz von Entscheidungsverantwortlichen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft entwickelt – scheint es doch, dass Krisen in immer kürzeren Zeitspannen auftreten, sie immer komplexer in ihren globalen Zusammenhängen und Wechselwirkungen werden, und daher immer häufiger wichtige Entscheidungen im Krisenmodus zu treffen sind. Aber Krisen sind auch durch eine Ambivalenz gekennzeichnet: In ihnen kann sich das Schicksal wenden, zum Guten oder Schlechten. Krisen beinhalten also immer auch Chancen, beispielsweise zum Lernen, zum Verbessern oder gar zum Innovieren. mehr Info

Foto: LaCozza/stock.adobe.com

Digitale Technologien verändern Stadtplanung und Dorfentwicklung. Dieses Themenheft widmet sich der Frage, wie Akteure in Städten und Dörfern digitale Technologien nutzen, um konkrete Probleme zu lösen, aber auch, um über Planung zu kommunizieren. Von engagierten Dorfbewohnerinnen und -bewohnern, die Dorf-Apps entwickeln um den Verlust sozialer Infrastrukturen und Versorgungseinrichtungen wettzumachen, über Stadtplanerinnen und Planern, die mit digitalen Prognosetools die Auswirkungen von Planungsprojekten prognostizieren, zu zivilgesellschaftlichen Initiativem, die sich kritisch mit fotorealistischen Planungs-Visualisierungen auseinandersetzen, spannt es den Bogen über zahlreiche Einblicke in die IRS-Forschung. mehr Info

Foto: Mikhail Leonov/stock.adobe.com

Kalender und Uhren sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Sie erinnern uns ständig daran, dass die Zeit vergeht. Gleichförmig und immer in die gleiche Richtung gerichtet, so unerbittlich wie der griechische Gott Chronos. Zugleich können aber auch Uhren und Kalender nichts daran ändern, dass das Zeitempfinden ganz anders sein kann. Mal dehnen sich die Sekunden, werden gleichsam zur „langen Weile“. Mal scheint die Zeit für einen Moment stillzustehen, kurz bevor etwas ganz Wichtiges passiert. Und es gibt besondere Momente, Konstellationen, in denen Dinge möglich werden, die sonst unmöglich scheinen, den Kairos. Die physikalische Zeit, die dem Euklidischen Raum gleichsam als vierte Dimension zugefügt werden kann, wird also überlagert von sozialer Zeit: mit Bedeutung aufgeladenen Momenten, institutionell etablierten Rhythmen oder organisatorisch notwendigen Koordinierungen. mehr Info

Collage: Elenathewise/stock.adobe.com, freshidea/stock.adobe.com, Rainer Fuhrmann/stock.adobe.com
No 92 | März 2019

Mit dieser Ausgabe von „IRS aktuell“ wenden wir uns einem Gegenstand von besonders hoher gesellschaftlicher Aktualität zu. Weithin wird eine zunehmende soziale und kulturelle Spaltung der Gesellschaft konstatiert, die auch entlang räumlicher Trennlinien verläuft: zwischen Stadt und Land, zwischen Ost und West, zwischen prosperierenden und abgehängten Regionen. Die zunehmende Schärfe der Auseinandersetzung, wie sie etwa in den politischen Debatten rund um den beschlossenen EU-Austritt Großbritanniens (Brexit) sichtbar wird, verdeutlicht die Dringlichkeit, mit der neue Ansätze diskutiert werden müssen, die sozialräumlichen Polarisierungstendenzen begegnen könnten. mehr Info