12. September | 2017

Soziale Innovationen in ländlichen Räumen

Ländliche Räume, insbesondere in strukturschwachen Regionen, sind bekanntlich häufig von Abwanderung und einem zunehmenden Rückstand im Hinblick auf Innovationsdynamiken sowie digitale Infrastrukturen betroffen. Beide Trends verstärken sich gegenseitig. Es gibt aber auch Beispiele für Dörfer, in denen innovationsorientierte Initiativen nicht nur vorhandene Defizite ausgleichen, sondern situations- und problemspezifisch neue lokale Lösungsmodelle entwickeln. Sie verbinden dabei neue Dienstleistungsangebote mit kreativen Anwendungen von Digitaltechnologie und mitunter auch verbesserten digitalen Infrastrukturen. Viele Beispiele zeigen, dass in strukturschwachen ländlichen Regionen immer wieder engagierte Personen ausgetretene Pfade verlassen und mit innovativen Ideen und Konzepten drängende Probleme vor ihrer Haustür angehen. Damit stemmen sie sich gegen die landläufige Auffassung, ländliche Regionen – insbesondere mit gravierenden Strukturproblemen wie Abwanderung, Finanzknappheit, Abkopplung von Infrastrukturen sowie von politischen und ökonomischen Prozessen – seien innovationsfern und ihre Bewohner/-innen passiv und resigniert.

Die Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ erforscht seit einigen Jahren kreative und innovative Projekte in ländlichen Räumen. In dem aktuellen Leitprojekt „Smart Villagers. Digitalisierungen und soziale Innovationen in ländlichen Räumen“ (2019-2021) werden als Forschungsobjekte digital unterstützte sozial-innovative Initiativen untersucht, von denen jeweils eine in einer detaillierten qualitativen Fallstudie nachgezeichnet wird. Insgesamt werden sechs Fallstudien erhoben, fünf davon in deutschen Gemeinden und eine in Estland. Im vorangegangenen Leitprojekt „Innovationen in Landgemeinden“ (2015-2018) fokussierten sich die Wissenschaftler/-innen auf die Rahmenbedingungen, Akteure und Prozesse kreativer Gemeindeentwicklung am Beispiel von sechs Untersuchungsgemeinden in Deutschland. Darüber hinaus widmeten sie sich in Drittmittelprojekten besonderen Aspekten der Thematik.

In den vergangenen Jahren hat sich der Austausch zwischen IRS-Wissenschaftler/-innen und Praktiker/-innen über vielfältige Transferformate und auf mehreren räumlichen Ebenen verstetigt. Die folgende Projektchronologie und ausgewählte Transferaktivitäten geben hierzu einen Einblick – immer verstanden als Dialog zwischen Forschung und Praxis.

Projektchronologie 2010-2021

Projektchronologie 2010-2021

Im Modellprojekt des Förderprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern, ging es darum, auf ländliche Räume angepasste, innovative Medienstrategien, Kommunikations- wie auch Interaktionsformen zu entwickeln, zu etablieren und zu verbreiten, um auf diesem Wege demokratisches Engagement, Partizipation und Kreativität zu wecken. Das IRS unterstützte die Projektdurchführung mittels der Aufarbeitung des Forschungsstandes zu zivilgesellschaftlichem Engagement, Teilhabe und Kommunikation in ländlichen Regionen. mehr info

Das Leitprojekt erforscht Landgemeinden in strukturschwachen ländlichen Regionen, in denen Bürger sowie gesellschaftliche Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft kreative Projekte zur Lösung ihrer lokalen Problemlagen entwickelt haben. Ziel der Forschung im Leitprojekt ist die Analyse solcher innovativen Projekte. Das Spektrum des bürgerschaftlichen Engagements in den ausgewählten Landgemeinden umfasst die Bereiche regenerative Energien, Nahversorgung sowie Kunst und Kultur. mehr info

Das BMBF Forschungsprojekt „Crowd Production“ leistete einen Beitrag zur Entwicklung von Bischofswerda und zur Erforschung von Innovationsprozessen. Das IRS war für das Teilprojekt „Wissenschaftliche Konzeption und Begleitung der Zukunftswerkstatt Bischofswerda sowie Evaluation des Gesamtprozesses“ zuständig. mehr info

In weiten Teilen Europas sind strukturschwache ländliche Regionen mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Die wirtschaftliche Produktivität ist gering, ebenso das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen. Bildungs- und kulturelle Angebote können in diesen Regionen nicht in dem Maße vorhanden sein wie in Agglomerationsräumen. RurInno setzt an dieser Stelle an. Es bringt Forscher und Praktiker aus zwei Forschungseinrichtungen und aus vier – in ländlichen Räumen arbeitenden – Sozialunternehmen zusammen, die gemeinsam drei Ziele verfolgen: Zum ersten den Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis zu fördern, zum zweiten das empirische Wissen über Bedingungen für soziale Innovationen im ländlichen Raum zu verbessern und zum dritten die Sichtbarkeit der Arbeit der sozialen Unternehmen in Politik und Gesellschaft zu erhöhen. mehr info

Die Europäische Kommission konstatiert in ihrem Bericht „Social innovation research in the European Union“ (EU 2013) einen Mangel an Forschungen zu sozialen Innovationen in ländlichen Regionen. RurAction füllt diese Forschungslücke. Das Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk bringt renommierte Wissenschaftler und erfahrene Praktiker aus Bereichen der sozialwissenschaftlichen Raumforschung, der sozialen Innovationsforschung und des sozialen Unternehmertums zusammen, um zu erforschen, wie in strukturschwachen ländlichen Regionen sozial-innovative Lösungen für bestehende Problemlagen entwickelt werden. mehr info

Das brandenburgische Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) hat 2017 eine Kommission eingerichtet, die vor dem Hintergrund des demografischen Wandels im Bundesland Vorschläge für eine zukunftssichere Schulstruktur für den weiterführenden allgemeinbildenden Bereich erarbeiten soll. Das IRS ist mit der Geschäftsstelle beauftragt und übernimmt sowohl organisatorische als auch wissenschaftliche Aufgaben, um die Arbeit der Kommission zu unterstützen. mehr info

Simulations-, GIS- und CAD-Software, 3D-Visualisierungen, 3D-Drucker und Drohnentechnologie sind Teil der digitalen Infrastruktur für Planer/innen geworden, mit derer sie Städte analysieren, verstehen und deren Zukünfte entwerfen. Das Dissertationsprojekt untersucht mittels Methoden der qualitativen Sozialforschung und ethnographischer Arbeitsplatzstudien in privaten und öffentlichen Planungsbüros wie digitale Software und Werkzeuge die Design- und Planungspraktiken von Stadtplaner/-innen mitkonstruieren. In einem kulturvergleichenden Ansatz wird in unterschiedlichen Büros in verschiedenen Städten der Welt (Lagos, New York, Frankfurt) untersucht, inwieweit die digitalen Dinge die kommunikativen Handlungen der Planung sowie das Verständnis der Planer/-innen von Stadt und Raum mithervorbringen. mehr info

Verändern fotorealistische Darstellungen Stadtentwicklungsprozesse? mehr info

Smart Cities sind in aller Munde – doch smarte Dörfer? Ländliche Räume, insbesondere in strukturschwachen Regionen, sind häufig von Abwanderung und einem zunehmenden Rückstand bei digitalen Infrastrukturen und Innovationsdynamiken betroffen. Beide Trends verstärken sich gegenseitig. Es gibt jedoch Beispiele für Dörfer, in welchen innovationsorientierte Initiativen nicht nur vorhandene Defizite ausgleichen, sondern situations- und problemspezifisch neue lokale Lösungsmodelle entwickeln. Sie verbinden dabei neue Dienstleistungsangebote mit kreativen Anwendungen von Digitaltechnologie und mitunter auch verbesserten digitalen Infrastrukturen. In diesem Leitprojekt sollen solche Initiativen, die von „smart Villagers“ vorangetrieben werden, aus der Perspektive des Konzepts „gesellschaftlicher Innovationen“ untersucht werden. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Aspekte der Mediatisierung und Digitalisierung gerichtet. mehr info

Juni 2019: LABOR LAND –
Beitrag zu einer Tagung der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung

Einen Impulsvortrag zu Mobilität und Digitalisierung  hielt Dr. Ariane Sept am 28.6.2019 im Rahmen der SRL-Halbjahrestagung in Apolda. Die SRL ist eine Vereinigung von Personen, die in der räumlichen Planung tätig sind und sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind. Die Vereinigung ist politisch unabhängig und wirtschaftlich eigenständig. Ihre Mitglieder sehen in der Gestaltung ihrer Umwelt durch verantwortliche Umsetzung räumlicher Planungen einen Beitrag zur Zukunftssicherung und eine Voraussetzung für gute Lebensverhältnisse kommender Generationen. Der übergreifende Titel der Tagung lautete Labor Land. Gemeinsam Strategien erkunden und stand im Zeichen der aktuellen Debatte um gleichwertige Lebensverhältnisse. Die Tagung richtete sich sowohl an Forschende als auch an Praxis-Akteur/-innen aus Planung, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Mai 2019: Podiumsdiskussion „Ländlich, digital, sucht:
Versorgung mit Infrastruktur und Medien im Lokalen“

Im Rahmen der Media Convention Berlin nahm Dr. Ariane Sept am 7.5.2019 an der Podiumsdiskussion „Ländlich, digital, sucht: Versorgung mit Infrastruktur und Medien im Lokalen“ teil. Sie diskutierte mit Staatssekretär Hendrik Fischer (Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg), Dr. Ursula Weidenfeld (Wirtschaftsjournalistin und Mitglied des Medienrats der Medienanstalt Berlin-Brandenburg) und Marco Plein (Director Partner Desk, FOCUS Online) über aktuelle Entwicklungen in ländlichen Räumen, insbesondere im Land Brandenburg.

Mai 2019: Klausur der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Dr. Ariane Sept und Dr. Tobias Federwisch. Foto: Bündnis 90/Die Grünen, Bundestagsfraktion
14. Mai | 2019 | Aktuelles

„Anschluss halten im ländlichen Raum“ lautete ein Thema, mit dem sich die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen bei ihrer Klausur Anfang Mai beschäftigte. Ariane Sept und Tobias Federwisch von der Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ waren dabei. Im Rahmen der Politik- und Gesellschaftsberatung des IRS präsentierten sie Forschungserkenntnisse und daraus abgeleitete Empfehlungen, wie ländliche Räume gestärkt werden können. mehr Info

März 2019: Spring School in Dänemark „Social Innovations and Regional Development –
Possibilities and Limits of Intentional Change“

Vom 11.-14.3.2019 fand an der Roskilde University in Dänemark die RurAction Spring School zum Thema „Social Innovations and Regional Development – Possibilities and Limits of Intentional Change“ statt. Vertreten waren führende Wissenschaftler/-innen auf dem Gebiet der sozialen Innovationen, darunter Prof. Dr. Frank Mouleart (KU Leuven), Prof. Dr. Silvia Ferreira (University of Coimbra) und Prof. Dr. Lars Hulgård (Roskilde University). Darüber hinaus organisierten die Early-Stage-Forscher einen Workshop, der sich an der Methode des World Café orientierte. Innerhalb einer dreistündigen Sitzung analysierten Forscher/-innen wie auch Praktiker/-innen aus Sozialunternehmen qualitative und quantitative Daten der jüngsten Feldarbeit der ESRs.

Februar 2019: Transferveranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung zu ländlichen Räumen

Am 25.2.2019 hielt Dr. Tobias Federwisch im Rahmen der Transferveranstaltung Checkpoint bpb – die Montagsgespräche: Ländlicher Raum - Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin den Einführungsvortrag. Der Titel lautete: Innovationen in Landgemeinden. Bedingungen, Akteure und Prozesse kreativer Gemeindeentwicklung. Der Checkpoint widmete sich den Möglichkeiten und Herausforderungen ländlicher Räume, sowohl für die dort Ansässigen, als auch für die neu Zugezogenen. Gefragt wurde zum Beispiel danach, wie politische und kulturelle Teilhabe möglich ist, wenn nur selten oder keine Busse fahren, lokale Einrichtungen schließen und das Internet nur in sehr eingeschränktem Maß zur Verfügung steht. Gleichzeitig diskutierten die Teilnehmenden die Potentiale von zugezogenen Neubürgerinnen und Neubürgern für den ländlichen Raum. Auch unterschiedliche Dorfstrukturen aus der Umgebung Berlins, die vom Zuzug aus der Metropole und von Investitionen in die Infrastruktur profitiert haben, wurden diskutiert.

Februar 2019: Mitwirkung an der Vorbereitung der neuen EU-Förderstrukturen nach 2020

Dr. Ariane Sept nahm am 21./22.2.19 am Workshop „The smart eco-social villages pilot project and the future of smart villages“ im Europäischen Parlament in Brüssel teil. Kern des internationalen Treffens war die Vorstellung und Diskussion einer Definition von Smart Villages in Vorbereitung der neuen EU-Förderstrukturen nach 2020. Dabei geht es unter anderem darum, dass Smart Villages zwar aktiv digitale Technologien einsetzen, jedoch gleichzeitig unterschiedliche Bevölkerungsgruppen an der Dorfentwicklung beteiligen, um so zu nachhaltigen und resilienten Strukturen zu gelangen.

Februar 2019: Fernsehauftritt in „Brandenburg aktuell“

Dr. Ariane Sept war am 19.2.2019 Studiogast bei der rbb-Nachrichtensendung „Brandenburg aktuell“. Sie kommentierte den Breitbandausbau und die Digitalisierung im Land Brandenburg. Anlass des Beitrages war ein Dorf, durch dessen Mitte die Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt verläuft. Im Zuge des Breitbandausbaus in Sachsen-Anhalt erhielt nur ein Teil des Dorfes schnelle Internetanschlüsse. Ariane Sept bestätigte, dass im Land Brandenburg nach wie vor große Lücken in der Breitbandversorgung bestehen, das Bundesland jedoch im Vergleich zu den anderen ostdeutschen Bundesländern recht gut dasteht. Initiativen wie bspw. in Nordrhein-Westfalen, wo Bürger/-innen den Breitbandausbau teilweise in Eigeninitiative vorantreiben, sind aus Brandenburg nicht bekannt. Die Versorgung mit schnellem Internet sollte inzwischen Standard sein und auf allen räumlichen Ebenen sowie von sämtlichen Akteur/-innen vorangetrieben werden.

Januar 2019: Wissenstransfer auf Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion

Prof. Dr. Gabriela Christmann folgte am 28.1.2019 einer Einladung der SPD-Bundestagsfraktion zur Klausursitzung der „AG Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen“. In einem Impulsvortrag referierte sie zu der Fragestellung „Wie kann man in räumlicher Hinsicht die Disparitäten zwischen strukturschwachen und prosperierenden Regionen verringern und gleichwertigere Lebensverhältnisse herstellen?“.

Januar 2019: 11. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung: Sozial braucht digital: Ehrenamt und Digitalisierung für innovative ländliche Entwicklungen

Transferveranstaltung
Foto: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
23. Januar | 2019

Die Kommunen stehen vor der Herausforderung, gleichwerte Lebensverhältnisse zu schaffen. Gleichzeitig haben die Bürger/-innen vor Ort Bedarf an mehr Selbstorganisation und bürgerschaftlichem Engagement. Für beide Seiten bietet die Digitalisierung zahlreiche Chancen. Schon jetzt erproben Kommunen und Bürger*innen neue Formen der gemeinsamen Kommunikation, Partizipation und Vernetzung. Die Veranstaltung thematisiert die Möglichkeiten eines kooperativen Miteinanders und zeigt auf, wie Digitalisierung und Ehrenamt als Treiber für Innovationen in ländlichen Regionen wirken können. mehr Info

November 2018: Workshop zu Innovationen in Landgemeinden mit Akteuren aus der Praxis

Dr. Burkhardt Kolbmüller, Tilo Sahlbach, Gottfried Heinicke, Wolfgang Krämer, Marion Ben Rabah, Friedel Lenze, Prof. Dr. Gabriela Christmann, Detlef Neumann, Dr. Tobias Federwisch, Dr. Ralph Richter. Foto: IRS
30. November | 2018 | Aktuelles

Was tun, wenn der letzte Laden geschlossen hat und der Bus kaum noch fährt? Gemeinden im ländlichen Raum stehen oft vor besonderen Herausforderungen, wenn es darum geht, ihren Einwohnern gleichwertige Lebensbedingungen zu bieten. Doch oft sind die Bürgerinnen und Bürger in Landgemeinden auch besonders kreativ beim Umgang mit solchen Problemen. Sie finden neue, unkonventionelle Lösungen. Das IRS hat solche „sozialen Innovationen“ in Landgemeinden untersucht. Am 29. November 2018 kamen innovative Praktiker/-innen aus dem ländlichen Raum nach Erkner, um die Projektergebnisse zu diskutieren. mehr Info

Oktober 2018: Feldforschungsaufenthalt in oberösterreichischen Sozialunternehmen

Von Anfang Oktober bis Ende November 2018 hatten die beiden Doktoranden des EU-Projektes „RurAction", Jamie Scott Baxter und Sune Stoustrup, einen Feldforschungsaufenthalt in dem oberösterreichischen Sozialunternehmen „Otelo eGen". Neben zahlreichen Interviews, die sie in dieser Zeit mit lokalen Akteur/-innen führten, nahmen sie am „ThinkTank Region 2018" teil, einer regionalen Veranstaltung zum Thema nachhaltige Entwicklung ländlicher und suburbaner Regionen und an der internationalen Konferenz „Growth in Transition". Auch fand innerhalb dieses Zeitraums das „2. Autumn Skills Seminar“ in Vöcklabruck statt.

Oktober 2018: Parlamentarischer Abend der Leibniz-Gemeinschaft zu ländlichen Räumen

In dem Räumen der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin Mitte fand am 17.10.2018 ein Parlamentarischer Abend zum Thema „Zukunftsfähige ländliche Räume“ statt. Prof. Dr. Gabriela Christmann folgte der Einladung des Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Matthias Kleiner, und nahm gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus anderen Leibniz-Instituten sowie Abgeordneten des Deutschen Bundestages an einer Podiumsdiskussion teil.

August 2018: Expertengespräch im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Am 28.8.2018 folgte Prof. Dr. Gabriela Christmann einer Einladung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zu einem Expertengespräch. Dort ging es um die Fragen, wie Verbraucher in ländlichen Räumen besser erreicht werden können und welches Kommunikationswege auf dem Land sind.

April 2018: Wissenstransfer und Delegationsreise nach Weißrussland

Dr. Tobias Federwisch führte am 19.4.2018 ein Seminar mit dem Titel „Ländliche Räume in Deutschland. Innovative Impulse für eine nachhaltige Entwicklung“ in Rogatschow/Weißrussland durch. Das Seminar war eingebettet in eine Delegationsreise (17.-20.4.2018) in die Regionen Gomel und Rogatschow, zu der er als internationaler Experte für die Entwicklung ländlicher Räume eingeladen worden war. Auftraggeber war der „Deutsch-Russische-Austausch“ e.V. in Berlin.

Januar 2018: RurAction Doktoranden-Seminar in Portugal

Unter dem Titel „Social Entrepreneurship, Social Innovation and Rural Development“ fand das erste RurAction Doktoranden-Seminar vom 30.-31.1.2018 in Moura/Portugal statt. Die Projektleiterin Prof. Dr. Gabriela Christmann diskutierte zusammen mit zehn RurAction-Doktorand/-innen und Vertreter/-innen der portugiesischen Partnerorganisation ADC Moura den Forschungsstand der einzelnen Promotionsprojekte. Zudem besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Sozialunternehmen sowie regionale Entwicklungsorganisationen in der Region Alentejo. Auf einer Exkursion erkundeten sie, welchen gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen die Region Alentejo gegenüber steht und welche Perspektiven sich daraus für soziale Innovationen und soziales Unternehmertum ergeben.

Januar 2018: 11. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung:
Förderstrategien und Förderstrukturen für soziale Innovationen auf dem Land

Transferveranstaltung
25. Januar | 2018

In vielen Orten entwickeln Menschen sozial-innovative Ansätze, um den lokalen Herausforderungen zu begegnen. Nicht selten brauchen sie aber Unterstützung, um Projekte zu starten oder den Anforderungen der Projektarbeit gerecht zu werden. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit Förderstrategien und Förderstrukturen für soziale Innovationen auf dem Land. Dabei kommen Wissenschaftler und Förderer zu Wort und beantworten die Frage, auf welche vielfältige Weise neuartige Ansätze und Engagement unterstützt werden können. mehr Info

Dezember 2017: Symposium mit europäischen Forscher/-innen und Praktiker/-innen

Im Rahmen des EU-Projektes „Social Innovations in Structurally Weak Rural Regions: How Social Entrepreneurs Foster Innovative Solutions to Social Problems“ (RurInno) führte die IRS-Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ als Lead-Partner am 7./8.12.2017 das Symposium „Intermediaries in the Countryside: Social Enterprises as Drivers of Social Innovation in Rural Europe“ durch. Auf der Veranstaltung wurden Forschungsergebnisse des RurInno-Projektes sowie weitere EU-Projekte rund um sozialunternehmerisches Handeln im ländlichen Raum vorgestellt und diskutiert. Das Symposium mit rund 25 Forscher/-innen und Praktiker/-innen aus verschiedenen europäischen Ländern fand an der Adam-Mickiewicz Universität Poznan/Polen statt.

Dezember 2017: International Conference:
Challenges and Opportunities of Structurally Weak Rural Regions in Europe

Am 4./5.12.2017 veranstaltete die Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ als Lead-Partner des European Training Network „Social Entrepreneurship in Structurally Weak Rural Regions: Analysing Innovative Troubleshooters in Action“(RurAction) eine internationale Konferenz an der Adam-Mickiewicz Universität Poznan/Polen. Unter dem Titel „Challenges and Opportunities of Structurally Weak Rural Regions in Europe: Social Innovations and Social Enterprises Acting Under Adverse Conditions“ berichteten Wissenschaftler/-innen aus verschiedenen europäischen Ländern und den USA über aktuelle Forschungen zur Entwicklung strukturschwacher ländlicher Regionen und der dort aktiven Sozialunternehmen. An der Konferenz haben auch Praktiker/-innen teilgenommen. In den Vorträgen waren sie durch Martin Hollinetz (Otelo/Österreich) und Darren Nichols (Executive Director of the Columbia River Gorge Commission, Washington, USA) vertreten. Daneben diente die Konferenz der Vernetzung und inhaltlichen Einführung von zehn Doktorand/-innen, die in den nächsten drei Jahren im europaweiten RurAction Konsortium über Fragen sozialer Innovationen und sozialen Unternehmertums in ländlichen Regionen forschen werden.

Konferenz
04. Dezember | 2017 - 05. Dezember | 2017
Social Innovations and Social Enterprises Acting Under Adverse Conditions

Structurally weak rural regions in Europe face multiple challenges. They have a below-average economic productivity because only a few enterprises from the fields of industrial production or commercial services offer jobs. If any, then mainly very small and medium-sized businesses are active in these regions. Furthermore, the regions are insufficiently supplied with technological or social infrastructure, also public transport is limited. Against this backdrop, the conference focuses on both the challenges and the potentials for social innovations in the countryside. Above all the specific economic, political and cultural framework conditions of structurally weak rural regions in Europe shall be discussed. mehr Info

November 2017: Wissenschafts-Praxis-Austausch zu sozialen Innovationen - Fördermittel der EU im Unternehmen nutzbar machen

Zum Thema „Fördermittel der EU im Unternehmen nutzbar machen!“ fand am 30.11.2017 am IRS ein Workshop statt, an dem 24 Teilnehmer/-innen aus dem IRS sowie aus Sozialunternehmen in Berlin-Brandenburg und verschiedenen europäischen Ländern teilnahmen. Ziel des Workshops war es, über Förderprogramme der EU und Brandenburgs im Bereich soziale Innovationen zu informieren und den Wissenschafts-Praxis-Austausch zu intensivieren. Veranstaltet wurde der Workshop von der Forschungsabteilung 3 im Rahmen des EU-Projektes RurInno zusammen mit der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) und dem Enterprise Europe Network.

Transferveranstaltung
30. November | 2017

Im vom IRS koordinierten EU-Projekt „RurInno“ forschen Wissenschaftler/-innen gemeinsam mit Sozialunternehmen zu den Herausforderungen und Perspektiven strukturschwacher ländlicher Regionen in Europa. Dabei werden sozial-, wirtschafts- und raumwissenschaftliche Forschungsperspektiven auf der einen Seite und unmittelbarer Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis auf der anderen Seite in den Fokus der Projektarbeit gestellt. In diesem Kontext veranstaltet das Projektkonsortium gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) einen Workshop zu Fördermöglichkeiten kleiner und mittlerer Unternehmen auf EU-Ebene. mehr Info

Oktober 2017: Geschäftsführung und Mitgliedschaft in der Demografie-Kommission des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Das IRS übernahm im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS) vom 1.10.17 bis 31.03.19 die Geschäftsführung der „Demografie-Kommission für die weiterführenden allgemeinbildenden Schulen im Land Brandenburg“. Die Geschäftsführung wurde von Dr. Tobias Federwisch geleitet und von Gregor Prinzensing unterstützt. Prof. Dr. Gabriela Christmann war Mitglied der 19 Personen umfassenden Kommission. Aufgabe der Kommission war es, Vorschläge für eine Schulstruktur ab dem Jahr 2030 zu erarbeiten. Das IRS konnte hierzu eigene Expertisen zu den „Möglichkeiten für eine ausreichende Versorgung mit Lehrkräften in Schulen peripherisierter Regionen Brandenburgs“ einbringen.

Das brandenburgische Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) hat 2017 eine Kommission eingerichtet, die vor dem Hintergrund des demografischen Wandels im Bundesland Vorschläge für eine zukunftssichere Schulstruktur für den weiterführenden allgemeinbildenden Bereich erarbeiten soll. Das IRS ist mit der Geschäftsstelle beauftragt und übernimmt sowohl organisatorische als auch wissenschaftliche Aufgaben, um die Arbeit der Kommission zu unterstützen. mehr info

September 2017: Delegation aus Weißrussland

Eine Delegation von Wissenschaftlern der Staatlichen Weißrussischen Universität Minsk, der Geografischen Gesellschaft Weißrusslands sowie des deutschen Vereins „Einstieg e.V.“ besuchte am 25.9.2017 das IRS. Prof. Dr. Gabriela Christmann und Dr. Ralph Richter berichteten über ihre Forschungen zu sozialen Innovationen, Raumpionieren und Sozialunternehmen in strukturschwachen ländlichen Regionen.

September 2017: Expertengespräch auf Einladung der französischen Stiftung „Fondation nationale entreprise et performance“

Am 22.9.2017 nahm Prof. Dr. Gabriela Christmann an einer Expertenrunde teil, die von der französischen Stiftung „Fondation nationale entreprise et performance“ eingeladen wurde, um deren Bericht zum Thema „L’innovation au service du développement durable et sociétal“ zu kommentieren und zu diskutieren. Der Bericht machte Vorschläge für die kreative Entwicklung von sozialen und nachhaltigen Innovationen in Frankreich. Die Mitglieder der Expertenrunde stammten aus der Wissenschaft (Frankreich und Deutschland) sowie aus französischen Ministerien und Unternehmen. Die Expert/-innen tagten in der Niederlassung von Air France in Paris.

September 2017: Die Potenziale des Erzählsalons für die Regionalentwicklung

Transferveranstaltung
Foto: Sachiko Zimmermann-Tajima / Rohnstock-Biographien
20. September | 2017

Der Erzählsalon ist ein innovatives Kommunikations- und Veranstaltungsformat, das Rohnstock Biografien vor ca. fünfzehn Jahren entwickelte, um Menschen thematisch fokussiert an einen Tisch zu bringen, gemeinsames Erinnern zu befördern und soziale Prozesse zu unterstützen. Seitdem wird das Format ständig dynamisch weiterentwickelt und in verschiedenen Zusammenhängen praktiziert, auch in der Regionalentwicklung. Wie dies geschieht und welche Ergebnisse daraus resultierten, diskutieren Praktiker/-innen und Wissenschaftler/-innen anhand der Projekte »Lausitz an einen Tisch« und »Erfahrungen und Potenziale an einen Tisch – Unternehmergespräche im Lausitz Lab« in einem Fachgespräch. mehr Info

Juli 2017: Beratung einer Enquete-Kommission in Brandenburg

Foto: https://www.dialog.landtag.brandenburg.de/informationen/meldungen/19-sitzung-der-enquete-kommission-61
26. Juli | 2017 | Aktuelles
„Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“

Während der 19. Sitzung der Enquete-Kommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“ gaben Prof. Dr. Gabriela Christmann und Dr. Tobias Federwisch am 14. Juli 2017 im Brandenburger Landtag in Potsdam ein Statement ab. Den Fokus legten sie auf „Förderstrukturen und -strategien für soziale Innovationen auf dem Land“. mehr Info

Juni 2017: 43. Brandenburger Regionalgespräch in Erkner

14. Juni | 2017 | Veranstaltung
Dialog zwischen Forschung und Praxis auf dem 43. Brandenburger Regionalgespräch

Strukturschwache ländliche Räume sehen sich vor große Herausforderungen gestellt: Eine geringe wirtschaftliche Produktivität, fehlende Infrastrukturen, Probleme in der Nahversorgung und ein fortschreitender demografischer Wandel mit ungebremsten Abwanderungsbewegungen sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Problemlagen. Darüber hinaus gelten diese Räume als wenig innovations-affin. Dennoch können in Brandenburg, wie in vielen anderen deutschen Bundesländern und europäischen Regionen, viele kreative Projekte beobachtet werden, die sich diesen Trends entgegenstellen. Ausgehend von diesem gemeinsamen Befund diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung und Praxis auf dem 43. Brandenburger Regionalgespräch, welche Akteure unter welchen – hemmenden und fördernden - Rahmenbedingungen soziale Innovationen realisieren und welchen Impact diese Initiativen auf die Räume haben. mehr Info

Mai 2017: RurInno Policy Round Table in Brüssel

26. Mai | 2017 | Veranstaltung
Policy Round Table „Social Entrepreneurship as Driver of Change in Marginalised Rural Europe“ am 23. Mai 2017 in Brüssel

Lösungen für die Herausforderungen strukturschwacher ländlicher Regionen sind auf allen politischen Handlungsebenen gefragt. Neben lokalen und regionalen Akteuren sind auch Verantwortliche auf nationaler und europäischer Ebene gefordert, spezifische Problemlagen wie den Mangel an Fachkräften und jungen Menschen, soziale Exklusion, Armut, Arbeitslosigkeit, Finanzknappheit, geringer politischer Einfluss und marode Infrastruktur zu adressieren. Welche Potenziale Sozialunternehmen für mögliche Lösungen haben, diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Unternehmen sowie Vertreterinnen und Vertretern der EU-Agrar- und -Regionalpolitik auf dem Policy Round Table „Social Entrepreneurship as Driver of Change in Marginalised Rural Europe“ am 23. Mai 2017 in Brüssel. mehr Info

April 2017: Beteiligung an einer Transferveranstaltung in Bad Alexandersbad

Am 7. und 8. April 2017 veranstaltete die Ökologische Akademie e.V. im bayrischen Bad Alexandersbad eine Transferveranstaltung mit dem Titel "Wie Forschung und Lernen zur Entwicklung im ländlichen Raum beitragen - Wissenschaftlich begleitete Nachhaltigkeitsprozesse in Landgemeinden". Ziel der Veranstaltung war es, im Dialog zwischen Wissenschaftler/-innen, Studierenden und Mitarbeiter/-innen aus (Umwelt-)Bildungseinrichtungen sowie aus Ämtern für ländliche Entwicklung zu erörtern, welche Rahmenbedingungen, Lernprozesse und Methoden zukunftssichere Prozesse im ländlichen Raum auszeichnen und wie das Zusammenwirken von Wissenschaftler/-innen und Praktiker/-innen aus den Bereichen Bildung, bürgerschaftliches Engagement, Landesplanung und Kommunalpolitik gestaltet werden kann.

Dr. Anika Noack stellte auf der Veranstaltung gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Kyllburg Bedingungen, Akteure und Prozesse kreativer Gemeindeentwicklung am Beispiel von Kyllburg vor. Die Gemeinde ist einer der Untersuchsräume im Leitprojekt "Innovationen in Landgemeinden" der IRS-Forschungsabteilung "Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum".

Das Programm der Veranstaltung steht an dieser Stelle zum Download zur Verfügung.

März 2017: Veröffentlichung eines Policy Briefs

Dem EU-Projekt „Social Innovations in Structurally Weak Rural Regions: How Social Entrepreneurs Foster Innovative Solutions to Social Problems“ (RurInno) gehören neben dem IRS das Institut für Innovationsmanagement der Johannes Kepler Universität Linz sowie vier Sozialunternehmen aus vier ländlichen Regionen Europas an. Neben der gleichberechtigten Zusammenarbeit von Organisationen aus Wissenschaft und Praxis zeichnet sich das RurInno-Projekt auch durch die Kombination aus Forschung und Weiterbildung aus. Zentrale Instrumente sind längere Aufenthalte der Forschenden sowie der Praktiker an den Partnereinrichtungen, um sowohl eine tiefgehende Beforschung der Regionen, ihrer spezifischen Probleme und der Aktivitäten der Sozialunternehmen als auch einen intensiven Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis sowie die Aneignung von Fertigkeiten zu ermöglichen. In diesem Dialog wurde ein Policy Brief entwickelt, der die Herausforderungen und die notwendigen Rahmenbedingungen für soziales Unternehmertum in ländlichen Regionen benennt und daraus Handlungsempfehlungen für politische Akteure unterschiedlicher Ebenen ableitet. Der Policy Brief mit dem Titel "Social Entrepreneurship as Driver Of Change in Marginalised Rural Europe" wurde im März 2017 veröffentlicht.

Januar 2017: Transferveranstaltung in Olsztyn, Polen

Dr. Ralph Richter (IRS) und Prof. Dr. Matthias Fink (Johannes Kepler Universität Linz) haben am 11. Januar 2017 den Keynote-Vortrag auf der Transferkonferenz "Social Entrepreneurship and Innovation in Rural Poland – Links between Science, Social Business and Politics" gehalten und darin aus ihren Forschungen zu Sozialunternehmertum und sozialen Innovationen in ländlichen Räumen im Rahmen des EU-Projekts "RurInno" berichtet. Die Konferenz wurde vom Marschall der Wojewodschaft Ermland-Masuren (Województwo warmińsko-mazurskie) ausgerichtet. Zu den rund 40 Teilnehmer/-innen gehörten Akteure aus den Feldern Wissenschaft, Sozialwirtschaft und Politik/Verwaltung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des RurInno-Projekts: rural-innovations.net

Januar 2017: Session auf dem 10. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Transferveranstaltung
25. Januar | 2017
Oder: Wie kommen neuartige Ansätze in unsere Dörfer?

In vielen Dörfern entwickeln Menschen sozial-innovative Ansätze, um den gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Da das Wissen über erfolgreiche Ansätze aber vielfach vor Ort gebunden bleibt, arbeiten einige Akteure an Verfahren zur Verbreitung von sozialen Innovationen. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Verbreitung sozialer Innovationen auf dem Land. Dabei kommen Wissenschaftler und Praktiker gleichermaßen zu Wort und beantworten die Frage, wie neuartige Ansätze in unsere Dörfer kommen können. mehr Info

Oktober 2016: Beteiligung an einer Transferveranstaltung in Baiersbronn

Prof. Dr. Gabriela Christmann beteiligte sich am 13. Oktober 2016 an der Transferveranstaltung „Innovationen auf dem Land - Planerische Impulse für Bauten, Orte und Regionen“ in Baiersbronn. In ihrem Vortrag befasste sie sich mit dem Thema „Innovationen in Landgemeinden: Bedingungen, Akteure und Prozesse“. Die Tagung thematisierte ländliche Räume als Orte von Innovation und verließ damit die häufig übliche Sichtweise auf ländliche Räume als benachteiligt und abgelegen. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg, dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg sowie der Gemeinde Baiersbronn durchgeführt. Im Mittelpunkt standen neue Wege der Kreativität und des Erfindungsreichtums - sei es für neue Wohnformen und Arbeitsplätze, sei es für Daseinsvorsorge, Infrastruktur, Mobilität sowie für eine ländliche Baukultur.

Die Tagung ist in Form einer Broschüre umfassend dokumentiert. Die Broschüre steht zum Download (pdf-Datei) zur Verfügung.

September 2016: BMBF-Kongress "Innovationen für die Gesellschaft"

Im September 2016 richtete das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin den Kongress "Innovationen für die Gesellschaft– Neue Wege und Methoden zur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen" aus. Der Kongress führte zum ersten Mal die vielfältigen Initiativen und Communities zum Thema „Soziale Innovation in Deutschland“ zusammen. Hierbei verfolgte der Kongress eine Reihe miteinander verknüpfter Ziele. So galt es nicht nur, das Potenzial sozialer Innovationen bei der Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen in unterschiedlichen Handlungsfeldern zur Diskussion zu stellen und konzeptionell weiter zu denken, sondern darüber hinaus auch neue prioritäre Handlungsfelder und -möglichkeiten zur Förderung sozialer Innovationen durch das BMBF zu identifizieren sowie die notwendigen Rahmenbedingungen zu erörtern. Der Kongress diente zudem als Plattform, um zentrale Akteure zu vernetzen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach neuen Wegen und Methoden zur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen und die Rolle der Wissenschaft in diesen Prozessen. 

Prof. Dr. Gabriela Christmann brachte ihre Expertise auf der Basis langjähriger Forschungen zu sozialen Innovationen in den Kongress ein und leitete die Session "Regionale Entwicklung und soziale Integration". Die Session widmete sich strukturschwachen ländlichen Regionen, die vom demografischen Wandel geprägt sind und sich vor vielfältige Herausforderungen gestellt sehen. In der Session wurde am Beispiel von ausgewählten sozial-innovativen Projekten in ländlich geprägten Regionen – sei es im Bereich der Nahversorgung oder der Entwicklung neuer wirtschaftlicher Perspektiven – aufgezeigt, was fördernde und hemmende Faktoren für die Entstehung und Ausbreitung neuartiger Lösungsansätze sind, welches Wissen und welche anderen Ressourcen vor Ort gebraucht werden, um sie mit Erfolg implementieren zu können, und welche Rolle wissenschaftliche Erkenntnisse dabei spielen. Gegenstand der Beiträge war zudem, welche Bedeutung Beteiligungsformen von Bürgern und Bürgerinnen im Prozess haben. Vor diesem Hintergrund wurde intensiv diskutiert, welchen Beitrag soziale Innovationen für die soziale Integration in ländlichen Gebieten und die Regionalentwicklung leisten können.

Die wichtigsten Ergebnisse aus Vorträgen, thematischen Sessions, Worldcafés, Podiumsbeiträgen und Diskussionen wurden in einer Broschüre zusammengetragen. Alle an sozialen Innovationen interessierten Menschen erhalten so einen guten Überblick über den Stand der Debatte in Deutschland. Ergänzend zur Homepage des Kongresses, auf der ebenso viele Impressionen und Downloads angeboten werden, erlaubt die Broschüre nicht nur einen Rückblick in die Forschung und das Festhalten des Kongressgeschehens, sondern auch einen Ausblick in die Zukunft sozialer Innovationen und welche Rahmenbedingungen sie beleben und stärken können.

Download der Broschüre "Innovationen für die Gesellschaft– Neue Wege und Methoden zur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen" (pdf-Datei)

März 2016: Zukunftswerkstatt in Bischofswerda

04. März | 2016 | Veranstaltung
Zukunftswerkstatt in Bischofswerda

Viele ostdeutsche Kleinstädte sind auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung von vielfältigen Herausforderungen geprägt. Dabei verstellen die zumeist problemorientierten Denk- und Handlungsroutinen den Blick auf die Potenziale der jeweiligen Stadt. Auch in der sächsischen Kleinstadt Bischofswerda hat sich über Jahre ein ausgeprägter Negativdiskurs entwickelt, der die lokale Entwicklung hemmt und schwierig zu durchbrechen ist. Dafür arbeiten im Forschungsprojekt „Crowd Production“ Wirtschafts-, Sozial- und Technikwissenschaftler gemeinsam mit Praxispartnern aus Bischofswerda daran, die städtischen Potenziale wieder zu entdecken und neue Handlungsoptionen zu gewinnen. Am 3. März 2016 führten sie in Bischofswerda eine Zukunftswerkstatt durch, die neue Impulse für die Gemeindeentwicklung geben sollte. mehr Info

Januar 2016: Session auf dem 9. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Foto: BMEL / Heine
01. Februar | 2016 | Veranstaltung
Das IRS präsentierte sich mit dem Leitprojekt „Innovationen in Landgemeinden“ beim 9. Zukunftsforum für Ländliche Entwicklung in Berlin

In vielen strukturschwachen Landgemeinden können Aktivitäten beobachtet werden, mit denen die Menschen die viel beschworene Abwärtsspirale aus struktureller Wirtschaftsschwäche und demographischem Wandel durchbrechen möchten. Sie experimentieren mit neuen Ideen und Konzepten und finden einen Umgang mit den spezifischen Herausforderungen vor Ort. Die IRS-Forschungsabteilung um Prof. Dr. Gabriela B. Christmann widmet sich solchen innovativen Denk- und Handlungsansätzen im Rahmen des Forschungsprojekts „Innovationen in Landgemeinden“. Erste Ergebnisse des bis 2018 laufenden Projektes wurden im Rahmen des 9. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung am 21.01.2016 im City Cube Berlin vor einem großen Publikum präsentiert. mehr Info

2015 und 2016: Politikberatung in verschiedenen Formaten

Prof. Dr. Gabriela Christmann beteiligte sich im Frühjahr 2015 und 2016 an der Reihe „Leibniz im Bundestag“. Im Zuge dieses von der Leibniz-Gemeinschaft initiierten Formats tauschte sie sich mit den Bundestagsabgeordneten Angelika Glöckner (SPD),  Xaver Jung (CDU) und Astrid Grotelüschen (CDU/CSU) über soziale Innovationen in Landgemeinden aus. Konkret ging es dabei um Aspekte von Zwischennutzungen in Leerständen, um die Bedeutung von Schlüsselfiguren, um die Rolle von Sozialunternehmen und das Engagement von Bürger/ -innen sowie um die Rolle von Negativdiskursen im demografischen Wandel und um Möglichkeiten, diese zu verändern. Zudem diskutierte Christmann mit den Abgeordneten bisherige Förderpolitiken und -programme für ländliche Regionen sowie Perspektiven in den Bereichen Bildung, Nahversorgung, Kunst und Kultur.

Darüber hinaus wurde Christmann – als Resultat der Diskussionsveranstaltung „Innovationen in Landgemeinden. Zur kreativen Gemeindeentwicklung in strukturschwachen Regionen“ im Rahmen des 9. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft – im Februar 2016 in die SPD-Bundestagsfraktion eingeladen, um über Innovationen in ländlichen Regionen zu sprechen.

IRS aktuell Dezember 2015

In diesen Tagen geht das Wissenschaftsjahr 2015 zu Ende, das sich mit der Zukunftsfähigkeit von Städten befasste. Dahinter stand die Idee, dass nicht nur die großen Ballungsräume zukunftsfähige Konzepte für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung brauchen, sondern dass Antworten auf drängende, gesamtgesellschaftliche Zukunftsfragen auch in den Städten selbst gesucht und gefunden werden können. Die vorliegende Ausgabe von IRS aktuell wagt einen Perspektivwechsel: Können auch ländliche Räume, insbesondere periphere und strukturschwache Regionen Quelle von Innovationen sein und Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen anbieten? mehr Info