19. März | 2019

Energiewendeforschung

Die Energiewende stellt inzwischen eine gesellschaftliche Herausforderung dar, deren Komplexität in den vergangenen Jahren zugenommen hat und durch Windparks, Biogasanlagen und Solarparks in der Landschaft sichtbarer geworden ist. Die Raumwirksamkeit der Energiewende geht indes über physisch-materielle Veränderungen weit hinaus: Es bilden sich neue energiepolitische und energiewirtschaftliche Handlungsräume wie Bioenergieregionen, Regionalwerke oder lokale Projektinitiativen zur Energiewende.

13 Projekte bilden die Basis für die Energiewendeforschung in der Forschungsabteilung Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter des IRS. Sie lenken und lenkten in stetigem Dialog mit Praktikern den Blick auf das Spannungsfeld zwischen zentralen Regelungen und dezentralem Handeln, auf die Herausbildung neuer energiepolitischer Handlungsräume, auf das Verhältnis zwischen alten und neuen Energieräumen und auf die sich stark wandelnden Beziehungen zwischen Energiepolitik und Zivilgesellschaft. Zu den Anfängen gehört ein Drittmittelprojekt aus dem Jahr 2011, das für den IRS-Pfad der Energiewendeforschung heute fast programmatisch klingt: Neue Energielandschaften – neue Akteurslandschaften. Das heißt, es geht für das IRS keineswegs nur um veränderte physische Raumbezüge durch die mit der Entwicklung erneuerbarer Energien verbundene räumliche Dezentralisierung. Es geht bei der Energiewendeforschung aus der Erkenntnisperspektive der am IRS Forschenden darum, wie sich im Zuge der Energiewende in städtischen und ländlichen Räumen materielle Veränderungen und soziale Prozesse gegenseitig bedingen. Somit steht für das IRS die Frage im Fokus, welcher soziale und räumliche Wandel mit der Energiewende einhergeht und wie dieser Wandel gesteuert werden kann. Zukünftig sind damit durch die weitere infrastrukturelle Entwicklung erneuerbarer Energien und ihre Integration in das Energiesystem, die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr und die Digitalisierung neue Chancen und Herausforderungen verbunden.

Die folgende Projektchronologie und einige ausgewählte Transferaktivitäten zeigen, wie das IRS seine Befunde und Erkenntnisinteressen zur Energiewende mit Akteuren der politischen, administrativen, planerischen und zivilgesellschaftlichen Praxis teilt und rückkoppelt – immer verstanden als Dialog zwischen Forschung und Praxis.

Projektchronologie 2011-2023

Das Projekt „Regionalisierung 4.0“ ist ein Bündnis des BMBF-Programms „Wandel durch Innovation in der Region“ (WIR!), das verschiedene Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis aus Berlin und Brandenburg zusammenbringt. Das Ziel des WIR!-Bündnisses ist es, eine Innovationsstrategie "Regionalisierung 4.0" umzusetzen, die die Entwicklung innovativer Wertschöpfungsnetze in den Handlungsfeldern Tourismus, Land- und Ernährungswirtschaft und Daseinsvorsorge/Infrastruktur in der Umsetzungsregion bestehend aus den Landkreisen Barnim und Uckermark und dem ehemaligen Landkreis Uecker-Randow beinhaltet. mehr info

Ziel des Leitprojekts ist es, die politische Konstruktion und die Governance kritischer Infrastrukturen im Zusammenhang mit ihrer Räumlichkeit zu verstehen. Infrastrukturen werden zunehmend im Hinblick auf ihre Anfälligkeit für Störungen und die daraus resultierenden Sicherheitsrisiken betrachtet. Politische Ressourcen werden darauf verwendet, „kritische Infrastrukturen“ wie Kommunikations- und Energienetze angemessen zu sichern. Doch welche Infrastrukturen gelten als kritisch und warum? Welche Steuerungsansätze werden verfolgt, um mit Infrastrukturrisiken umzugehen? Städtische Klimaanpassung und die „Energiewende“ sind zwei Handlungsfelder, in welchen der Aspekt der Infrastruktur-Kritikalität zunehmende Aufmerksamkeit erhält. Sie stehen deshalb im Zentrum der Analyse dieses Leitprojekts. mehr info

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus der Leitinitiative Zukunftsstadt geförderte Verbundprojekt ReGerecht setzt sich zum Ziel, Lösungen für einen gerechten Interessenausgleich zwischen Stadt, städtischem Umland und ländlichem Raum zu erarbeiten und zu implementieren. Mit dem Verbundprojekt werden zwei zentrale Fragen beantwortet: Wie entstehen regionale Nutzungskonflikte? Und: Wie lassen sich gerechte Lösungen für diese Nutzungskonflikte finden? mehr info

Das ReNEW-Projekt ist das zentrale Forschungsprojekt des Leibniz-Forschungsverbundes Energiewende (LVE). Es ist darauf gerichtet, drei Spannungsfelder der Energiewende zu systematisieren und zu erkunden und die jeweiligen Ergebnisse für die Fachöffentlichkeit zu vermitteln: zentrale versus dezentrale Energiesysteme, öffentliche versus private Interessen und globale versus lokale Wirkungen. mehr info

Ziel der ARL-Arbeitsgruppe ist es, Innovationen im Planungssystem zu eruieren, die sich aus den praktischen Erfahrungen mit regionaler Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland in den letzten Jahren ergeben haben. mehr info

Das Habilitationsprojekt befasst sich mit Energieräumen und neuen Geographien der Energiewende auf regionaler Ebene. Diese geographische Perspektive auf Energieräume bezieht sich sowohl auf materielle Phänomene wie Energieinfrastrukturen und Energielandschaften als auch auf soziale und politische Phänomene wie Formen raumbezogener Energie-Governance mit ihren Akteurskonstellationen, Machtbeziehungen und Subjektivierungen. mehr info

Die Energiewende in Deutschland verändert – wie auch vergleichbare Transformationen in anderen Staaten – bisherige Raumnutzungen und -strukturen und stellt zugleich eine Herausforderung für die raumbezogene Politik dar. Die räumliche Gestaltung von sogenannten „energy transitions“ durch Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist eine gesamtgesellschaftliche Problemstellung. Das Leitprojekt lenkt den Fokus auf einen Aspekt der Energiewende, der politisch wie wissenschaftlich besonders vielversprechend ist: neue Energieräume. mehr info

Windenergie wird als eine zentrale Technologie zur Verwirklichung von Klimaschutzzielen und der Förderung ländlicher Regionen gesehen. Viele Länder unterstützen daher den Bau von Windenergieanlagen. Die Literatur zur sozialen Akzeptanz der Windenergie hat bislang vielzählige Aspekte untersucht, jedoch besteht Unklarheit über die Rolle von Macht und energiepolitischen Diskursen in diesen neu entstehenden Energieräumen. Welche Rolle Diskursdynamiken in Auseinandersetzung um Windenergieanlagen spielen, war daher Fokus des Dissertationsvorhabens. mehr info

While the German energy transition, Energiewende, is often portrayed as a rural phenomenon, it is widely recognised that the reconfiguration of urban energy systems is a key strategy of climate change mitigation. Thus, there has been a politics revolving about issues how to readjust these systems both technologically and organisationally. In many German cities, debates about to which end urban energy grids should be run, resulted in conflicts about deprivatising urban energy systems – either through state or cooperative ownership. This dissertation project focusses on the cities of Berlin and Hamburg both of which have experienced major conflicts about the future of the city's energy grid and provision. mehr info

Das Ziel des BMBF-Verbundprojekts war es, die Realisierung neuer gemeinwohl-orientierter Institutionen im Energiebereich wissenschaftlich vorzubereiten, in der Praxis zu begleiten und die gewonnenen Erkenntnisse zielgruppengerecht der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. mehr info

Im dritten Teil des Gemeinsamen Raumordnungskonzepts Energie und Klima für Berlin und Brandenburg stand die Frage im Mittelpunkt, wie Kulturlandschaften im Zeichen des Klimawandels und der Energiewende zukünftig gestaltet werden können. Im Rahmen des Projekts wurden in zwei ausgewählten Beispielräumen – dem Barnim als Kulturlandschaft im Klimawandel und der Energielandschaft Prignitz – Dialogprozesse durchgeführt und in einem Gutachten ausgewertet. mehr info

In der Studie im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurde der Begriff „Energiedemokratie“ theoretisch genauer bestimmt und in Bezug zu Debatten um Gemeinwohl und gesellschaftliche Teilhabe gesetzt. Hierfür wurden ausgewählte Ansätze aus der sozialwissenschaftlichen Energieforschung kritisch diskutiert und ein Kriterienkatalog für eine Definition von Energiedemokratie und die Verankerung von Gemeinwohlzielen im Energiebereich entwickelt. mehr info

Die Umstellung der Energiesysteme von fossilen und atomaren Energieträgern zu erneuerbaren Energien und zu mehr Energieeffizienz ist raumpolitisch von hoher Brisanz. Die Energiewende vollzieht eine räumliche Rekonfiguration der Energieerzeugung, -versorgung und -nutzung. Sie führt zu neuen Anforderungen an institutionelle Arrangements und Governance-Formen der Infrastruktur-, Kulturlandschafts- und Regionalpolitik. Die Aufgabe dieses Leitprojekts bestand darin, Materialität und Macht hinsichtlich ihrer Relevanz für die Erforschung regionaler Gemeinschaftsgüter theoretisch-konzeptionell anhand des Handlungsfelds „Energie“ zu erschließen. mehr info

Beispiele für aktuelle Trends in der Energiewirtschaft sind die Debatten um die Rekommunalisierung von Energieversorgungsunternehmen bzw. Netzen oder auch die Entwicklung und Umsetzung regionaler Energie- und Klimaschutzkonzepte. Am Ende der Studie für die Rosa-Luxemburg-Stiftung stand eine Zusammenstellung aktueller Herausforderungen für die lokale und regionale Energiepolitik sowie ein Ausblick auf weitere Forschungsbedarfe. mehr info

Mai 2019: Policy Paper: Energiewende dezentral!
Regionale Handlungsräume der Energiewende und des Klimaschutzes

Grafik: metamorworks/stock.adobe.com

„Dezentralisierung“ ist ein Schlagwort der Energiewende und wird in der Entstehung neuer, durch Infrastrukturen geprägter Energielandschaften sichtbar. Dezentralisierung bietet für die Raumentwicklung in Kommunen und Regionen neue Chancen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und daran auch regionalwirtschaftlich zu partizipieren. Um die regionale Mitgestaltung und Teilhabe zu sichern, ist angesichts der auftretenden Konflikte die alleinige Bereitstellung von Flächen für Investoren von Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen nicht ausreichend. Zwischen zentraler, anreizorientierter Steuerung einerseits und ihren dezentralen Wirkungen andererseits besteht ein Spannungsverhältnis. Entstehen in diesem Spannungsfeld neue Gestaltungsmöglichkeiten für regionale Akteure um Teilhabe zu sichern, Akzeptanz zu verbessern und Konflikte um erneuerbare Energien zu reduzieren? Wie können sie erschlossen werden?“ mehr Info

Mai 2019: 46. Brandenburger Regionalgespräch

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46. Brandenburger Regionalgespräch

Die Kohlekommission hat mit ihren Beschlüssen einen Fahrplan für den Kohleausstieg bis 2038 und Strukturhilfen für die betroffenen Regionen vorgelegt. Für den Strukturwandel der Lausitz müssen daher in den kommenden Jahren neue Ideen entstehen und umgesetzt werden. Sie reichen von Industrie- und Managementlösungen für die Energiewende, über eine Verbesserung der Infrastruktur bis hin zu neuen Standorten für Wissenschaft und Forschung. mehr Info

Oktober 2018: Verabschiedung der Ludwigsluster Thesen

Foto: Oskar/stock.adobe.com
01. Februar | 2019 | Aktuelles

Ein verstärkter Klimaschutz und die damit zusammenhängende Energiewende genießen allgemein eine hohe Zustimmung. Dennoch kommt es vor Ort insbesondere im Zuge des Ausbaus der Windenergie immer wieder zu Irritationen und Konflikten. Die Anforderungen an die Steuerung der Energiewende vor Ort sind hoch. Sie stellen insbesondere die Regionalplanung vor große Herausforderungen. Wie kann sie zu einer erfolgreichen Energiewende beitragen? Wie muss sie sich verändern und inwiefern hat sie sich bereits auf innovative Art weiterentwickelt? mehr Info

März u. September 2016, September u. Oktober 2017, Oktober 2018:
Erfahrungsaustausch zur regionalen Steuerung der Energiewende

Dr. Ludger Gailing leitete am 14.3. 2016, am 7.11.2016, am 28. 09. und am 18.10.2017 sowie am 11. und 12. 10. 2018 Treffen der Arbeitsgruppe „Regionale Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland: Innovationen im Planungssystem?“ der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL). Die Arbeitsgruppe wird von Dr. Ludger Gailing in Kooperation mit Dr. Petra Overwien (Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg) geleitet. Die zwölf Mitglieder stammen aus unterschiedlichen Institutionen der Praxis und Wissenschaft im Gebiet der ARL-Landesarbeitsgemeinschaft Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, Innovationen im Planungssystem zu eruieren, die sich aus den praktischen Erfahrungen mit regionaler Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland in den letzten Jahren ergeben haben. Hierbei geht es darum, die Leistungen der jeweiligen Planerinnen und Planer ex-post wertzuschätzen und in einen größeren planungspraktischen und -theoretischen Kontext einzuordnen. Zudem werden praxisorientierte Aspekte der regionalen Steuerung der Energiewende und ihrer Planungsprozesse in den Blick genommen.

Ziel der ARL-Arbeitsgruppe ist es, Innovationen im Planungssystem zu eruieren, die sich aus den praktischen Erfahrungen mit regionaler Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland in den letzten Jahren ergeben haben. mehr info

September 2016: Beiträge zur Lösung von lokalen energiepolitischen Konflikten
und Verwirklichung von Gemeinwohlzielen

Im Rahmen des Projekts EnerLOG führte Sören Becker einen Workshop unter der Überschrift „Energiekonflikte nutzen – Handlungsmöglichkeiten für Bürgerenergieprojekte“ auf dem 3. Bürgerenergiekonvent am 17.9.2016 in Berlin durch. Dr. Matthias Naumann hielt einen Vortrag im Forum „Strukturwandel in der Lausitz“ auf dem Brandenburger Energietag am 19.09.2016 in Cottbus. Beide Aktivitäten sind Teil des gezielten Praxistransfers von Ergebnissen des Projekts.

Das Ziel des BMBF-Verbundprojekts war es, die Realisierung neuer gemeinwohl-orientierter Institutionen im Energiebereich wissenschaftlich vorzubereiten, in der Praxis zu begleiten und die gewonnenen Erkenntnisse zielgruppengerecht der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. mehr info

Oktober 2016: Transferkonferenz der BMBF-Fördermaßnahme Umwelt- und
gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems

Für das IRS nahm Sören Becker teil an der abschließenden Transferkonferenz der BMBF-Fördermaßnahme "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems" am 4. und 5. Oktober 2016 in Berlin. Zum Hintergrund: Die politische Entscheidung für eine Energiewende steht für eine umfassende Änderung in der Energiepolitik und sie betrifft eine Vielzahl von Akteuren und Institutionen. In diese Transformation des Energiesystems sind nicht nur Politik und Verwaltung, sondern auch Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Bürgerinnen und Bürger eingebunden, und aufgefordert, den Prozess aktiv mitzugestalten. Daher gibt es keine eindeutige Prozessverantwortung und nur sehr begrenzte Möglichkeiten der politischen Steuerung. Immer wieder kommt es zu Konflikten aufgrund von divergierenden Interessen, unterschiedlichen Präferenzen und Meinungen, was den Prozess der Trans-formation sehr komplex und aufwändig macht.

November 2016: Broschüre Energiekonflikte nutzen gibt Empfehlungen zur Gestaltung der Energiewende vor Ort

Die Broschüre Energiekonflikte nutzen. Wie die Energiewende vor Ort gelingen kann basiert auf Forschungsergebnissen aus einem anwendungsorientierten Projekt über Energiekonflikte in Deutschland. Das Forschungsprojekt EnerLOG –  Lösung von lokalen energiepolitischen Konflikten und Verwirklichung von Gemeinwohlzielen durch neue Organisationsformen im Energiebereich – untersuchte von August 2013 bis November 2016 Debatten um die Neuausrichtung der Energieversorgung auf der lokalen Ebene. Das Projekt wurde im Rahmen der Fördermaßnahme „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Becker, S., & Naumann, M. (2016). Energiekonflikte nutzen: Wie die Energiewende vor Ort gelingen kann. Erkner: Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung.

November 2015: 40. Brandenburger Regionalgespräch:
Kultur-Energie-Landschaft – Erfahrungen und Perspektiven im Umgang mit Energiekonflikten

Regionalgespräch
11. November | 2015

Die viel diskutierte Energiewende findet bundesweit grundsätzlich breite Zustimmung. In der regionalplanerischen Praxis und in der raumbezogenen Forschung gewinnt aber auch die Diskussion um ihre spannungs- und konflikthaften Seiten an Fahrt. Ein spannungsreicher Aspekt ist zum Beispiel die Frage, wie man auf lokaler bzw. regionaler Ebene mit dem Verhältnis von Kultur- und Energielandschaften öffentlich umgeht. mehr Info

September 2015: IRS begleitet Gründungsveranstaltung für das Beratungsnetzwerk Energieeffizienz in Hohen Neuendorf

Vom 18. bis 25. September 2015 führte das IRS einen Szenario-Workshop und eine Gründungsveranstaltung für das „Beratungsnetzwerk Energieeffizienz“ in Hohen Neuendorf durch. Hohen Neuendorf ist eine Stadt mit 25.000 Einwohnern nördlich von Berlin. Die Stadtverwaltung hat eine ambitionierte Klimaschutzstrategie, die unter anderem vorsieht, dass durch die energetische Sanierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern Treibhausgase eingespart werden. Doch wie können die Bürgerinnen und Bürger dazu motiviert werden, Geld und Mühe zu investieren, ihre Häuser auf einen effizienten Energiestandard zu bringen? Das IRS und die Genossenschaft e-fect unterstützten im Rahmen des Projektes EnerLOG die Stadtverwaltung dabei, die Bevölkerung über die Vorteile einer energetischen Sanierung zu informieren und ein lokales Beratungsnetzwerk aufzubauen.

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September 2015: Statuskonferenz Umwelt- und gesellschaftsverträgliche
Transformation des Energiesystems in Bonn

Am 15. und 16. September 2015 fand in die Bonn die Statuskonferenz der Fördermaßnahme „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“ statt. Auf dieser stellten alle 33 in der Maßnahme geförderten Projekte ihre Zwischenergebnisse dar. Für das Projekt EnerLOG berichtete Sören Becker über verschiedene Konflikttypen, das Entstehen neuer Organisationsformen und die Rolle von Gemeinwohlzielen in Energiekonflikten.

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April 2015: Konferenz Energiekonflikte nutzen: Wege, Strategien und Organisationsformen einer lokalen Energieversorgung

Die bundesweite Energiewende ist beschlossene Sache. Doch wie diese vor Ort in den Städten und Gemeinden konkret gestaltet wird, steht bei weitem nicht fest und verläuft nicht immer reibungslos. An vielen Orten organisieren sich Bürgerinnen und Bürger aktiv gegen Elemente der Energiewende, wie z.B. den Ausbau von Windkraftanlagen. Wie man erfolgreich solche lokalen Energiekonflikte aufgreifen und überwinden kann, war Thema dieser Konferenz. In Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops wurde erörtert, wie lokale Energiekonflikte durch neue Organisationsformen und eine Orientierung an Gemeinwohlzielen gelöst werden können. Dabei spielten Forschungsergebnisse des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts EnerLOG eine zentrale Rolle und lieferten damit einen Beitrag auf mögliche Antworten. Die Konferenz richtete sich an Lenker, Denker und Praktiker der lokalen Energiewende wie z.B. Vertreterinnen und Vertreter von Kommunalverwaltung und -politik, Energieversorgern sowie der Zivilgesellschaft. Neben dem neusten Stand der Forschung bot die Konferenz den Teilnehmenden die Möglichkeit zum ausgiebigen Erfahrungsaustausch und Netzwerken untereinander.

Kontakt

Kommissarischer Abteilungsleiter