WISSENSTRANSFER

Für das IRS ist es als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft ein konstitutiver Anspruch, im Sinne des Mottos „theoria cum praxi“ Wissenstransfer in die Gesellschaft als integrale Daueraufgabe anzusehen. Dieser ist daher wesentlicher Bestandteil der Forschungsplanung: In den auf drei bis vier Jahre angelegten Forschungsprogrammen werden Grundlagenforschung, anwendungsbezogene Forschung sowie der Dialog mit der Praxis in enger Abstimmung geplant, um auf der einen Seite Forschungsergebnisse Akteuren der Raum- und Stadtentwicklungspraxis, aber auch der Politik, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft, zur Verfügung zu stellen und auf der anderen Seite über den Dialog mit den Akteuren Impulse aus der Praxis aufzunehmen und auf diese Weise neue Perspektiven für die Forschung zu erschließen. Wissenstransfer am IRS ist daher als Austausch angelegt.

Diese Reflexivität erfordert es, Anwendungsmöglichkeiten und Transferformate zielgruppenspezifisch und kontextabhängig zu planen und umzusetzen. Das IRS hat daher eine breite Palette von Transferinstrumenten entwickelt, die in der Anwendung weiterentwickelt werden. Im Jahr 2016 hat das IRS zudem konzeptionelle Grundlagen des Wissenstransfers in den Sozial- und Raumwissenschaftern systematisiert und reflektiert, um die Planung von Transferinstrumenten auf eine fundierte fachliche Basis zu stellen. Das erarbeitete Konzept bezieht auch neuere Diskussionen zur gesellschaftlichen Relevanz raumbezogener Sozialwissenschaften ein und nutzt unter anderem den in Großbritannien verbreiteten „Pathways to Impact“-Ansatz zur Analyse von Transferpfaden.

Foto: ©Lightspring/shutterstock.com

© fotogestoeber/shutterstock.com
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Der IRS-Expertendienst bietet die Möglichkeit, die Expertise der IRS-Wissenschaftler/-innen geordnet nach IRS-Forschungsthemen, individuellen Forschungsschwerpunkten, Methodenkompetenzen sowie Fachdisziplinen zu finden. Dieses Serviceangebot richtet sich an Journalisten, Wissenschaftler, Praktiker und alle, die zu einem Thema der IRS-Forschung einen Experten oder eine Expertin suchen. mehr Info

Der Wissenstransfer ist für das IRS mehr als eine Übersetzung und Übermittlung von Forschungsergebnissen an relevante Zielgruppen in Politik, Verwaltung, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft. Vielmehr verstehen sich die Wissenschaftler/-innen als Partner in einem Dialog mit der Praxis, in dem sie aus ihren Forschungen heraus Impulse beispielsweise für die Planung liefern, aber auch Anregungen zu ihren Erkenntnissen aufnehmen oder gänzlich neue Impulse für Forschungsfragen erhalten. An dieser Stelle werden ausgewählte Dialoge mit der Praxis nachgezeichnet. mehr Info

Foto: © Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de
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Im Dialog zwischen Wissenschaft und Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft spielen die IRS-Transferpublikationen eine zentrale Rolle. In diesen werden Forschungsergebnisse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Hinblick auf ihre Anwendung in unterschiedlichen Praxisfeldern aufbereitet. mehr Info

Über die vielfältigen Beratungsleistungen der IRS-Wissenschaftler/-innen in Einzelveranstaltungen hinaus hat das IRS für den Wissenstransfer eigene Veranstaltungsformate entwickelt, die kontinuierlichen wissenschaftlichen sowie anwendungs- und praxisorientierten Austausch ermöglichen. mehr Info

Kommissarische Leiterin Wissenschaftsmanagement und -kommunikation
Wissenstransfer & Veranstaltungen

Lesetipp

Feature | März 2018

Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft gehört es zum Selbstverständnis wie zum konstitutiven Auftrag des IRS, Wissenstransfer als integralen Bestandteil seiner Forschungsplanung und Forschungspraxis zu betreiben. Obgleich sich alle Leibniz-Einrichtungen unter dem Leitgedanken „theoria cum praxi“ versammeln, hat dieser doch für die 91 Institute ganz unterschiedliche Implikationen – von der Entwicklung pharmazeutischer Wirkstoffe bis hin zur Erstellung von Wirtschaftsindizes. Das IRS hat ein spezifisches Transferkonzept erarbeitet, dass sich auf nationale und internationale Debatten über Transfer im Kontext der Raum- und Sozialwissenschaften stützt und den Theorie-Praxis-Nexus als vielschichtigen, reflexiven Dialog der Forschung mit Politik und Gesellschaft ausgestaltet. mehr Info