Tjorven Harmsen
Wissenschaftlerin | Ökonomie und Zivilgesellschaft

Tjorven Harmsen ist seit Dezember 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsschwerpunkts „Ökonomie und Zivilgesellschaft“. Bis September 2021 war sie im BMBF-geförderten Projekt „RESKIU“ tätig, welches Grundlagenforschung zu Krisen betrieb und sich mit der Rolle von Beratung in Krisenverläufen auseinandersetzte. Seitdem wirkt sie als freie Mitarbeiterin im BMBF-Transferprojekt „Crisis Science Project (CRISP)“ mit. Im zugehörigen Entwicklungsteam erarbeitet sie neue Formate für die wissenschaftliche Politikberatung in Krisen. Am IRS erhält sie eine Qualifizierungsförderung für ihr Dissertationsprojekt.

Tjorven Harmsen studierte Soziologie an den Universitäten Bremen und Jena. Mit ihrem Schwerpunkt in der Systemtheorie beteiligt sie sich an  der interdisziplinären Forschungsgruppe „Evolution, Complexity and Cognition (ECCO)“ der Vrije Universiteit Brussel (VUB). Bevor sie am IRS begann, arbeitete sie in der Migrationsberatung beim Deutschen Roten Kreuz.

Projekte

Drittmittelprojekte

Das Forschungsprojekt "Resilienter Krisen-Umgang" (RESKIU) setzt sich mit dem Potenzial von Krisen als Problemlöser auseinander und versucht zu ergründen, was von handelnden Akteuren in Krisensituationen getan werden kann, um nicht nur die Krisensymptome zu lindern, sondern auch um „Gelegenheiten“ für strukturelle Veränderungen zu schaffen oder zu nutzen. Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und führt Grundlagenforschung und anwendungsbezogene Forschung zu Krisen zusammen. mehr Info

Qualifizierungsprojekte

Klimawandelfolgen, Terroranschläge, technische Großunfälle: Stichworte wie diese bezeichnen Situationen fundamentaler Bedrohung, Dringlichkeit und Unsicherheit, mit denen soziale Systeme verschiedener Skalen zunehmend konfrontiert sind. Eben nicht als Einzelfall, wohl aber besonders deutlich zeigt dieses auch die Coronapandemie. Ist aus der „Weltrisikogesellschaft“ (Beck 2007) vielleicht längst schon eine „Weltkrisengesellschaft“ geworden? mehr Info

Ausgewählte Publikationen nach Erscheinungsjahr

2021
2018
Lenartowicz, M., Weinbaum, D. R., Heylighen, F., Kingsbury, K., & Harmsen, T. (2018). The Human Takeover: A Call for a Venture Into an Existential Opportunity. Information, 9(5), [113]. DOI: 10.3390/info9050113

Ausgewählte Publikationen nach Publikationstyp

Aufsatz in Fachzeitschrift
Lenartowicz, M., Weinbaum, D. R., Heylighen, F., Kingsbury, K., & Harmsen, T. (2018). The Human Takeover: A Call for a Venture Into an Existential Opportunity. Information, 9(5), [113]. DOI: 10.3390/info9050113
Expertise / Positionspapier / Policy Paper

Ausgewählte Vorträge

2021
Die Weltkrisengesellschaft: Warum ,Corona' kein Einzelfall ist - und wie Krisen in sozialen Systemen verlaufen

Digitales Kolloquium ,Soziologische Perspektiven auf die Corona-Krise', organisiert durch WZB & LMU

15. Dezember | 2021
virtuell

Die Weltkrisengesellschaft

Gemeinsamer Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) und der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS)

24. August | 2021
Wirtschaftsuniversität Wien, virtuell

Zur Eigendynamik akuter Krisen: Begriffsschärfung und Krisenanalyse

Gemeinsamer Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) und der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS)

23. August | 2021
Wirtschaftsuniversität Wien, virtuell

Demand for expertise in crisis: Giving advice under extra-ordinary circumstances

Emerging from Emergencies

01. Juli | 2021
Virtuell, Erkner, Deutschland

Emerging from Emergencies - Neues aus der Krise

Krisenumwelten (im Rahmen des Leibniz-Forschungsverbundes "Krisen einer globalisierten Welt")

26. März | 2021
online

Die unerträgliche Leere der Selbstreferenz: Verlaufsdynamiken sozialer Krisen

Soziologisches Forschungsseminar (Prof. Dr. Anna Henkel & Dr. Thorsten Benkel)

12. Januar | 2021
Universität Passau, digital

2020
Soziale Kosmologien und das Veränderungspotential akuter Umweltkrisen

40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 2020

16. September | 2020
digital

2019
Krisen als Chance für (wissenschaftliche) Beratung?

Workshop der AG Krisenkonzepte und der Projektgruppe "Experten in Krisen" im Rahmen des Leibniz-Forschungsverbundes "Krisen einer globalisierten Welt"

13. September | 2019
Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft, Berlin, Deutschland

Schiffsunfälle: Zwischen Operation und Konstruktion

Tagung Soziale Resilienz

10. April | 2019
Stadtbibliothek Weberbach, Trier, Deutschland

2018
Kosmologische Episoden: Resilienz als Prozess der Wiedereinführung sozialer Weltkonstruktion

Forschungskolloquium Soziologische Theorie

18. Dezember | 2018
Leuphana Universität Lüneburg, Lüneburg, Deutschland

Resilient Ways of Dealing with Crises: Conceptual Thoughts and First Empirical Illustrations

Social Constructions of Resiliencies. Theoretical Reflections and Empirical Analyses.

21. November | 2018
Leibniz Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner, Deutschland

Cosmology Episodes: Social System Dynamics Between Crisis and Resilience

Evolution, Complexity and Cognition (ECCO) Seminar Series

19. Oktober | 2018
Vrije Universiteit Brussel, Brüssel, Belgien

Crisis as Social Autocatalysis: A Time-Spatial Perspective on the Emergence and Utilization of Opportunities

10th International Congress of the European Union for Systemics

17. Oktober | 2018
Université catholique de Louvain, Brüssel, Belgien

Die Umwelt der Gesellschaft: (Resiliente) Wiedereinführungen im Krisenkontext

Soziale Resilienz

06. Juli | 2018
Universität Trier, Trier, Deutschland

Resilienter Krisenumgang: Die Rolle von Beratung bei der Schaffung und Nutzung von "Gelegenheiten" in Krisenverläufen

Workshop Experten in Krisen

16. Februar | 2018
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner, Deutschland

Aktuelles Video

Keynote Lecture by Prof. Dr. Arjen Boin (Leiden University)

The nation state is discovering the limits of its crisis management capacities. COVID-19 is only the latest manifestation of a transboundary crisis testing the nation state’s capacity to protect its citizens from external threats. The Ebola and Zika outbreaks, the financial crisis, the downing of flight MH17 over Ukraine, sinking ships overfilled with refugees, cyber-attacks, urban terrorism and existential environmental threats serve as additional, strong reminders of the complex origins and transboundary dimensions of many contemporary crises and disasters. As these transboundary aspects of modern crises become increasingly manifest, the need for international, collaborative responses appears ever clearer. But that collaboration does not always emerge in time (or at all). Even in the European Union, which has various transboundary crisis management mechanisms in place, the willingness to initiate joint crisis responses varies. Why do states elect to collaborate in response to some transboundary crises but not others? In this keynote speech, Arjen Boin identifies crucial factors that shape critical pathways towards a joint response.