Dr. Ralph Richter
Stellvertretender Abteilungsleiter | Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum

Ralph Richter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“. Darüber hinaus unterrichtet er im Bereich Stadt- und Regionalsoziologie, zuletzt im Wintersemester 2015/16 an der TU Berlin und im Sommersemester 2016 an der BTU Cottbus-Senftenberg.

Ralph Richter hat an den Universitäten Leipzig und Neapel/Italien Soziologie und Kommunikations- und Medienwissenschaften studiert (1996-2003) und im Jahr 2011 an der Universität Leipzig zum Thema „Stadtbezogene Identität als endogenes Potenzial in schrumpfenden Städten“ promoviert. Er war als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschungsprojekten an der Universität Leipzig („Ursachen und Wirkungen regionaler Identifikation“, 2003-2005) sowie an der TU Darmstadt („Stadtmarketing und die Eigenlogik der Städte“, 2011-2014) tätig. Zwischen 2010 und 2011 unterstützte er die Antragstellung für den geplanten Sonderforschungsbereich „Urbanity in Africa“ (TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt). Ralph Richter ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) sowie der Sektion „Stadt- und Regionalsoziologie“ der DGS.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
Demografischer Wandel
Innovationsforschung
Klein- und Mittelstädte
Stadtplanung und -entwicklung
Dorf- und Gemeindeentwicklung
Ländliche Räume und Landgemeinden
Migrationsforschung
Schrumpfende Städte
Sozialunternehmertum
Stadtforschung
Fachdisziplinen
Soziologie
Wissenssoziologie
Stadt- und Regionalsoziologie
Kommunikationssoziologie
Kommunikations- und Medienwissenschaften
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Bildanalysen
Dokumentenanalysen
Ethnographische Methodik
Experteninterviews
Fallstudien-Methodik
Gesprächsanalyse
Gruppendiskussion
Inhaltsanalysen
Leitfadeninterviews
Multivariate Analyseverfahren
Sekundärdatenanalysen
Standardisierte Befragungen
Teilnehmende Beobachtung
Telefoninterviews
Textanalyse
Univariate Analyseverfahren
Grounded Theory-Verfahren

Projekte

Leitprojekt

Das Leitprojekt erforscht Landgemeinden in strukturschwachen ländlichen Regionen, in denen Bürger sowie gesellschaftliche Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft kreative Projekte zur Lösung ihrer lokalen Problemlagen entwickelt haben. Ziel der Forschung im Leitprojekt ist die Analyse solcher innovativen Projekte. Das Spektrum des bürgerschaftlichen Engagements in den ausgewählten Landgemeinden umfasst die Bereiche regenerative Energien, Nahversorgung sowie Kunst und Kultur. mehr Info

Drittmittelprojekte

Die Europäische Kommission konstatiert in ihrem Bericht „Social innovation research in the European Union“ (EU 2013) einen Mangel an Forschungen zu sozialen Innovationen in ländlichen Regionen. RurAction füllt diese Forschungslücke. Das Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk bringt renommierte Wissenschaftler und erfahrene Praktiker aus Bereichen der sozialwissenschaftlichen Raumforschung, der sozialen Innovationsforschung und des sozialen Unternehmertums zusammen, um zu erforschen, wie in strukturschwachen ländlichen Regionen sozial-innovative Lösungen für bestehende Problemlagen entwickelt werden. mehr Info

In weiten Teilen Europas sind strukturschwache ländliche Regionen mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Die wirtschaftliche Produktivität ist gering, ebenso das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen. Bildungs- und kulturelle Angebote können in diesen Regionen nicht in dem Maße vorhanden sein wie in Agglomerationsräumen. RurInno setzt an dieser Stelle an. Es bringt Forscher und Praktiker aus zwei Forschungseinrichtungen und aus vier – in ländlichen Räumen arbeitenden – Sozialunternehmen zusammen, die gemeinsam drei Ziele verfolgen: Zum ersten den Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis zu fördern, zum zweiten das empirische Wissen über Bedingungen für soziale Innovationen im ländlichen Raum zu verbessern und zum dritten die Sichtbarkeit der Arbeit der sozialen Unternehmen in Politik und Gesellschaft zu erhöhen. mehr Info

Ausgewählte Publikationen nach Erscheinungsjahr

2017
Fink, M., Lang, R., & Richter, R. (2017). Social Entrepreneurship in Marginalised Rural Europe: Towards Evidence-Based Policy for Enhanced Social Innovation. Regions, 306(1), 6-10.
2016
Philipps, A., Schölzel, H., & Richter, R. (2016). Defaced Election Posters: Between Culture Jamming and Moral Outrage. A Case Study. Communication, Politics and Culture, 49(1), 86-110.
Richter, R. (2016). Social Innovations in Rural Life Worlds. in V. M. Carlow (Hrsg.), Ruralism: The Future of Villages and Small Towns in an Urbanizing World. (S. 140-147). Berlin: Jovis.
Richter, R., & Rohnstock, N. (2016). Der Erzählsalon als Verfahren strategischen Erzählens: Konzeptionelle Voraussetzungen und empirische Gestalt am Beispiel des Projektes Lausitz an einen Tisch. Diegesis : Interdisziplinäres E-Journal für Erzählforschung, 5(2), 84-100.
2014
Richter, R. (2014). Differenzierung inszenieren: Der Fall Stadtmarketing. in S. Frank, P. Gehring, J. Griem, & M. Haus (Hrsg.), Städte unterscheiden lernen: Zur Analyse interurbaner Kontraste: Birmingham, Dortmund, Frankfurt, Glasgow. (S. 245-281). (Interdisziplinäre Stadtforschung; Nr. 19). Frankfurt (Main): Campus.
Rauscher, J., & Richter, R. (2014). Orte und Differenzen. in S. Frank, P. Gehring, J. Griem, & M. Haus (Hrsg.), Städte unterscheiden lernen: Zur Analyse interurbaner Kontraste: Birmingham, Dortmund, Frankfurt, Glasgow. (S. 135-172). (Interdisziplinäre Stadtforschung; Nr. 19). Frankfurt (Main): Campus.
Berking, H., Frank, S., Marent, J., & Richter, R. (2014). Städte als Sozialfiguren. in S. Frank, P. Gehring, J. Griem, & M. Haus (Hrsg.), Städte unterscheiden lernen: Zur Analyse interurbaner Kontraste: Birmingham, Dortmund, Frankfurt, Glasgow. (S. 335-360). (Interdisziplinäre Stadtforschung; Nr. 19). Frankfurt (Main): Campus.
Richter, R. (2014). Meine Stadt soll schöner werden: Diskursive Strategien der Raumaneignung beim Auftreten städtischer Krisen. in B. Busse, & I. H. Warnke (Hrsg.), Place-Making in urbanen Diskursen. (S. 231-258). (Diskursmuster; Nr. 7). Boston: De Gruyter.
2013
Richter, R. (2013). Nach dem Schrumpfen: Stadtbezogene Identität als Potenzial schrumpfender Städte. Berlin: Frank & Timme.

Ausgewählte Publikationen nach Publikationstyp

Beiträge in Fachzeitschriften
Fink, M., Lang, R., & Richter, R. (2017). Social Entrepreneurship in Marginalised Rural Europe: Towards Evidence-Based Policy for Enhanced Social Innovation. Regions, 306(1), 6-10.
Philipps, A., Schölzel, H., & Richter, R. (2016). Defaced Election Posters: Between Culture Jamming and Moral Outrage. A Case Study. Communication, Politics and Culture, 49(1), 86-110.
Richter, R., & Rohnstock, N. (2016). Der Erzählsalon als Verfahren strategischen Erzählens: Konzeptionelle Voraussetzungen und empirische Gestalt am Beispiel des Projektes Lausitz an einen Tisch. Diegesis : Interdisziplinäres E-Journal für Erzählforschung, 5(2), 84-100.
Beiträge in Sammelwerken
Richter, R. (2016). Social Innovations in Rural Life Worlds. in V. M. Carlow (Hrsg.), Ruralism: The Future of Villages and Small Towns in an Urbanizing World. (S. 140-147). Berlin: Jovis.
Richter, R. (2014). Differenzierung inszenieren: Der Fall Stadtmarketing. in S. Frank, P. Gehring, J. Griem, & M. Haus (Hrsg.), Städte unterscheiden lernen: Zur Analyse interurbaner Kontraste: Birmingham, Dortmund, Frankfurt, Glasgow. (S. 245-281). (Interdisziplinäre Stadtforschung; Nr. 19). Frankfurt (Main): Campus.
Rauscher, J., & Richter, R. (2014). Orte und Differenzen. in S. Frank, P. Gehring, J. Griem, & M. Haus (Hrsg.), Städte unterscheiden lernen: Zur Analyse interurbaner Kontraste: Birmingham, Dortmund, Frankfurt, Glasgow. (S. 135-172). (Interdisziplinäre Stadtforschung; Nr. 19). Frankfurt (Main): Campus.
Berking, H., Frank, S., Marent, J., & Richter, R. (2014). Städte als Sozialfiguren. in S. Frank, P. Gehring, J. Griem, & M. Haus (Hrsg.), Städte unterscheiden lernen: Zur Analyse interurbaner Kontraste: Birmingham, Dortmund, Frankfurt, Glasgow. (S. 335-360). (Interdisziplinäre Stadtforschung; Nr. 19). Frankfurt (Main): Campus.
Richter, R. (2014). Meine Stadt soll schöner werden: Diskursive Strategien der Raumaneignung beim Auftreten städtischer Krisen. in B. Busse, & I. H. Warnke (Hrsg.), Place-Making in urbanen Diskursen. (S. 231-258). (Diskursmuster; Nr. 7). Boston: De Gruyter.
Monografien
Richter, R. (2013). Nach dem Schrumpfen: Stadtbezogene Identität als Potenzial schrumpfender Städte. Berlin: Frank & Timme.

Ausgewählte Vorträge

2017
Social Entrepreneurship and Social Innovations in Marginalised Rural Regions

Kolloquium der Fakultät für Sozialwissenschaften der University of Warmia and Mazury

21. Februar | 2017 Olsztyn

Social Innovations and Rural Development: The RurInno Project

Workshop on „Links between science, business and social economy"

11. Januar | 2017 Olsztyn

2016
Rural Social Enterprises as Intermediaries

International Social Innovation Conference 2016

05. September | 2016 Glasgow

Aktuelles
14. Juni | 2017
Dialog zwischen Forschung und Praxis auf dem 43. Brandenburger Regionalgespräch

Strukturschwache ländliche Räume sehen sich vor große Herausforderungen gestellt: Eine geringe wirtschaftliche Produktivität, fehlende Infrastrukturen, Probleme in der Nahversorgung und ein fortschreitender demografischer Wandel mit ungebremsten Abwanderungsbewegungen sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Problemlagen. Darüber hinaus gelten diese Räume als wenig innovations-affin. Dennoch können in Brandenburg, wie in vielen anderen deutschen Bundesländern und europäischen Regionen, viele kreative Projekte beobachtet werden, die sich diesen Trends entgegenstellen. Ausgehend von diesem gemeinsamen Befund diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung und Praxis auf dem 43. Brandenburger Regionalgespräch, welche Akteure unter welchen – hemmenden und fördernden - Rahmenbedingungen soziale Innovationen realisieren und welchen Impact diese Initiativen auf die Räume haben. mehr Info

Dr. Ralph Richter in den Medien

Kreativmarkt im Kulturhaus
(Potsdamer Neueste Nachrichten, 26.07.2017)