Nicole Zerrer

Nicole Zerrer ist seit Juni 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“. Die Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin forscht als Doktorandin im Leitprojekt „Smart Villagers. Digitalisierungen und soziale Innovationen in ländlichen Räumen.“

Nicole Zerrer studierte Kommunikationswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Hawai´i Pacific University. Im Anschluss folgte das Masterstudium Medien und politische Kommunikation an der Freien Universität Berlin, der Stockholm University und der Stockholm School of Entrepreneurship. Thematische Schwerpunkte waren hierbei Mediatisierungsforschung, Medien und politische Veränderungen, soziologische Systemtheorie und Design Thinking. In ihrer Masterarbeit forschte sie empirisch zu Risikowahrnehmung und Risikokommunikation von Innovationen.

Während dem Studium sammelte sie zudem praktische Berufserfahrungen in Projekten zur „Digitalen Gesellschaft“ und zur „Zukunftsstadt“ bei Wissenschaft im Dialog gGmbH, sowie im Journalismus, in der strategischen Kommunikation und im Nachhaltigkeitsmanagement.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
Innovationsforschung
Dorf- und Gemeindeentwicklung
Ländliche Räume und Landgemeinden
Fachdisziplinen
Kommunikations- und Medienwissenschaften
Kommunikationssoziologie
Soziologie
Politikwissenschaft
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Leitfadeninterviews
Inhaltsanalysen
Standardisierte Befragungen

Projekte

Leitprojekt

Smart Cities sind in aller Munde – doch smarte Dörfer? Ländliche Räume, insbesondere in strukturschwachen Regionen, sind häufig von Abwanderung und einem zunehmenden Rückstand bei digitalen Infrastrukturen und Innovationsdynamiken betroffen. Beide Trends verstärken sich gegenseitig. Es gibt jedoch Beispiele für Dörfer, in welchen innovationsorientierte Initiativen nicht nur vorhandene Defizite ausgleichen, sondern situations- und problemspezifisch neue lokale Lösungsmodelle entwickeln. Sie verbinden dabei neue Dienstleistungsangebote mit kreativen Anwendungen von Digitaltechnologie und mitunter auch verbesserten digitalen Infrastrukturen. In diesem Leitprojekt sollen solche Initiativen, die von „smart Villagers“ vorangetrieben werden, aus der Perspektive des Konzepts „gesellschaftlicher Innovationen“ untersucht werden. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Aspekte der Mediatisierung und Digitalisierung gerichtet. mehr Info

Qualifizierungsprojekte

Digitalisierung verändert als gesellschaftlicher Megatrend auch das Leben im ländlichen Raum. Dorfbewohner*innen treiben Initiativen voran, um klassische Probleme des ländlichen Lebens über den Einsatz von digitaler Technik zu lösen. Dieses Forschungsprojekt hat zum Ziel, rurale Digitalisierungsprozesse besser zu verstehen, die Effekte für Dorfgemeinschaften zu erforschen und eine theoretische Rahmung für diesen Untersuchungsgegenstand (weiter-) zu entwickeln. mehr Info

Ausgewählte Publikationen nach Erscheinungsjahr

2020
Zerrer, N., & Sept, A. (2020). Smart Villagers as Actors of Digital Social Innovation in Rural Areas. Urban Planning, 5(4), 78-88. DOI: 10.17645/up.v5i4.3183

Ausgewählte Publikationen nach Publikationstyp

Aufsatz in Fachzeitschrift
Zerrer, N., & Sept, A. (2020). Smart Villagers as Actors of Digital Social Innovation in Rural Areas. Urban Planning, 5(4), 78-88. DOI: 10.17645/up.v5i4.3183

Ausgewählte Vorträge

2020
THE MEDIATIZED VILLAGE Digital Social Innovation and Smart Villagers in Rural Areas

Kolloquium Prof. Jeffrey Wimmer

30. Oktober | 2020
Universität Augsburg, Augsburg, Deutschland

Smart Villagers Drivers of Digital Social Innovations in Rural Areas

IAMCR 2020 online conference

12. Juli | 2020
Tampere/Online, Tampere, Finnland

Mitgliedschaften

  • Leibniz-Gemeinschaft (Externe Organisation)

  • Bertelsmann Stiftung (Externe Organisation)

Aktuelles
03. Juni | 2020

Digitalisierung ist ein entscheidender Faktor für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Teilräumen Deutschlands. Nachdem die öffentliche Diskussion sich lange auf den Ausbau von Breitband- und Mobilfunknetzen, speziell in strukturschwachen ländlichen Räumen konzentrierte, tritt jetzt vermehrt die Frage maßgeschneiderter digitaler Anwendungen für solche Räume in den Fokus. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), sowie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) brachten nun die Förderinitiative Heimat 2.0 auf den Weg, aus der entsprechende Modellvorhaben gefördert werden sollen. Auf einer Webkonferenz wurde die Initiative zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern von Politik und zivilgesellschaftlichen Initiativen vorgestellt. Das IRS brachte seine Expertise zu digital unterstützten sozialen Innovationen ein. mehr Info