Dr. Monika Motylinska
Wissenschaftlerin | Historische Forschungsstelle

Monika Motylinska (*1986) absolvierte von 2005 bis 2009 das Magisterstudium der Denkmalpflege und Denkmalkunde an der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Torun/Thorn (Polen). Daran schloss sie ihr Masterstudium an der TU Berlin in Kunstwissenschaft und Kunsttechnologie an, welches 2009-2011 vom DAAD gefördert wurde.

Von 2012 bis 2016 promovierte sie an der TU Berlin im Fach Kunstgeschichte, gefördert im Rahmen eines Promotionsstipendiums der Studienstiftung des deutschen Volkes. In ihrer Arbeit verknüpfte sie Ansätze aus den Bereichen Architekturgeschichte, Denkmalpflege sowie historische Urbanistik. Sie  untersuchte den Umgang mit dem Architekturerbe der Nachkriegszeit in Deutschland anhand einer Diskursanalyse der fachlichen und öffentlichen Debatten.

Zwischen Oktober 2016 und Oktober 2018 forschte sie am IRS im Rahmen eines Postdoc-Stipendiums der Gerda-Henkel-Stiftung im Projekt "Architekturprojekte der DDR im Ausland. Bauten, Akteure und kulturelle Transferprozesse zum Export der DDR-Architektur ins Ausland". 

Seit November 2018 neben ihrer Untersuchungen für des Leitprojekt der Historischen Forschungsstelle über die sozioräumlichen Disparitäten in ost- und westdeutschen Städten arbeitet sie an ihrem Habilitationsvorhaben über die Auslandsprojekte der deutschen Baufirmen im 20. Jahrhundert.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
DDR-Bau- und Planungsgeschichte
Kulturelle Globalisierung
Fachdisziplinen
Architekturgeschichte
Historische Urbanistik
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Architekturgeschichtlich-ikonographische Analysen
Bildanalysen
Fallstudien-Methodik
Textanalyse

Projekte

Leitprojekt

Lange Zeit wurde angenommen, dass soziale Disparitäten in und zwischen Städten im sozialistischen System der DDR weit weniger ausgeprägt waren als im marktwirtschaftlichen System der BRD. Neuere Erkenntnisse zeigen jedoch, dass es Analogien und parallele Entwicklungen in beiden Systemen gab, die sowohl in der BRD als auch in der DDR ab den 1960er-Jahren zur Verschärfung sozialräumlicher Disparitäten führten. Auch hinsichtlich der planungspolitischen Reaktionen darauf gibt es Hinweise auf einige analoge Entwicklungen. Mit diesem Leitprojekt soll erstmals ein integrierter Analyserahmen für historische Forschung zu sozialräumlichen Disparitäten über Systemgrenzen hinweg entwickelt und erprobt werden. mehr Info

Ausgewählte Publikationen nach Erscheinungsjahr

2017
Motylinska, M. A Failure Upon Completion: Heidelberg's 'Concrete Ghetto' Still Stands 45 Years On
Motylinska, M. (2017). Radikal berlinisch? Die Diskussionen über den Umgang mit der Architektur der 1960er Jahre bis zur Jahrtausendwende . in K. Wittmann-Englert (Hrsg.), Verflechtungen: Berlin in der Architektur der 1960er Jahre (S. 71-80). Ludwigsburg: Wüstenrot-Stiftung.
2016
Motylinska, M. (2016). ‚Ape Rock’ or an Icon of Brutalist Architecture in Germany? in A. Tostoes, & Z. Ferreira (Hrsg.), Adaptive Reuse: The Modern Movement towards the Future (S. 444-450). Docomomo International.
Motylinska, M. (2016). A „Concrete Ghetto“ or a „Prime Example with Blemishes“? On Reputation of the Housing Estate Emmertsgrund in Germany. Beitrag in 13th International Conference on Urban History, Helsinki, Finnland.

Ausgewählte Publikationen nach Publikationstyp

Beitrag in Forum oder Blog
Motylinska, M. A Failure Upon Completion: Heidelberg's 'Concrete Ghetto' Still Stands 45 Years On
Beitrag in Sammelband/-werk
Motylinska, M. (2017). Radikal berlinisch? Die Diskussionen über den Umgang mit der Architektur der 1960er Jahre bis zur Jahrtausendwende . in K. Wittmann-Englert (Hrsg.), Verflechtungen: Berlin in der Architektur der 1960er Jahre (S. 71-80). Ludwigsburg: Wüstenrot-Stiftung.
Motylinska, M. (2016). ‚Ape Rock’ or an Icon of Brutalist Architecture in Germany? in A. Tostoes, & Z. Ferreira (Hrsg.), Adaptive Reuse: The Modern Movement towards the Future (S. 444-450). Docomomo International.
Konferenzpaper
Motylinska, M. (2016). A „Concrete Ghetto“ or a „Prime Example with Blemishes“? On Reputation of the Housing Estate Emmertsgrund in Germany. Beitrag in 13th International Conference on Urban History, Helsinki, Finnland.

Ausgewählte Vorträge

2018
Botschaften der DDR – eine architekturhistorische Perspektive

12. Dezember | 2018

A Success Story? On the GDR Export of Cement Plants

Exporting Socialism, Making Business? Intercultural Transfer, Circulation and Appropriations of Architecture in the Cold War Period

22. Juni | 2018

Striving for Recognition - GDR Embassies from the 1950s and 1960s

71st Annual Conference of the Society of Architectural Historians 2018

20. April | 2018

Architekturprojekte der DDR im Ausland: Bauten, Akteure, kulturelle Transferprozesse

15. Werkstattgespräch zur DDR-Planungsgeschichte

18. Januar | 2018

2017
The COMECON and Knowledge Production in the Fields of Architecture and Town Planning

Spaces of Interaction between the Socialist Camp and the Global South: Knowledge Production, Trade, and Scientific-Technical Cooperation in the Cold War Era

26. Oktober | 2017

Excluded from the Canon of the Postwar Modernism in Germany?: On Handling the Architectural Heritage from the 1950s and 1960s

Canonization of Modernism

14. August | 2017

In Search of a Better World?: Migrations of Modernist Architects from the GDR to Latin America

19. International Conference of the Modernist Studies Association (MSA)

10. August | 2017

Seeking Recognition, Making Business.: The Export of GDR Architecture

Export of Architecture in the Cold War Period: Projects, Actors and Cultural Transfers

07. Juli | 2017

Wie viel Umbau darf es sein?: Vom Umgang mit der Architektur der Nachkriegsmoderne

Umbauten zwischen Funktionswandel und weltanschaulicher Anpassung

18. März | 2017

Communicating Unwanted Heritage?: The Case of the City Hall (Technisches Rathaus) in Frankfurt am Main

Urban Heritage Activism

17. März | 2017

2016
Unterwegs zum „Weltniveau“.: Der Architekturexport der DDR: Wege, Ergebnisse und Rückwirkungen

Migration und Baukultur von der Antike bis zur Gegenwart

24. November | 2016

‚Ape Rock’ or an Icon of Brutalist Architecture in Germany?

Adaptive Re-use. The Modern Movement Towards the Future

08. September | 2016

A „Concrete Ghetto“ or a „Prime Example with Blemishes“?: On Reputation of the Housing Estate Emmertsgrund in Germany

13th International Conference on Urban History

26. August | 2016

Aktuelles
01. März | 2018

Bau- und planungshistorische Forschungen aus einer raum- und sozialwissenschaftlichen Perspektive sind der besondere Fokus der Historischen Forschungsstelle am IRS. Unter Rückgriff auf institutionen-, netzwerk- und machttheoretische Ansätze beschäftigen sich die Wissenschaftler/-innen mit Prozessen der Raumentwicklung im 20. Jahrhundert und eröffnen so neue Blickwinkel auf die Urbanisierungs- und Planungsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Diese Perspektiven mit einer breiten Fachöffentlichkeit aus Wissenschaftler/-innen verschiedener Disziplinen, Praktikern und Zeitzeugen zu diskutieren, ist das Ziel der Werkstattgespräche zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR. Am 18. und 19. Januar 2018 fand die 15. Ausgabe dieses mittlerweile etablierten Forums am IRS statt. mehr Info

Dr. Monika Motylinska in den Medien

Export-Hit Zementanlagen
(Mitteldeutsche Zeitung, 27.04.2019)