Lukas Vogelgsang

Seit 2016 arbeitet Lukas Vogelgsang in der Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in dem Teilprojekt Governance of Creativity: Distributing Uncertainty in Creative Collaboration“ der DFG-Forschergruppe Organized Creativity. Seinen Bachelor erhielt er 2013 in Sozialwissenschaften und Philosophie an der Humboldt Universität zu Berlin. Anschließend folgte dort ein Master der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt auf Stadt- und Regionalsoziologie. Seine Masterarbeit „Industry, Urban Development and the Perception of Space“ über den Bau- und die Vermietung von Werkswohnungen durch einen lokal ansässiges Industrieunternehmen und die damit verbundene Raumwahrnehmung seitens der Anwohner reichte Lukas Vogelgsang im Sommer 2015 ebenfalls an der Humboldt Universität im Fachbereich Sozialwissenschaften ein.

Praktische Planungserfahrung sammelte der Stadtsoziologe durch seine Arbeit als studentische Hilfskraft in einem Büro für Stadtplanung und Architektur. Nach Einreichen der Masterarbeit lag sein Fokus auf der Gründung eines biotechnologischen Start-Ups zur Medikamentenrisikobewertung. Mit seinen theoretischen Kenntnissen zu sozialwissenschaftlichen Raumkonzepten und praktischen Erfahrungen im Feld der forschenden Pharmaindustrie analysiert Lukas Vogelgsang am IRS den Einfluss von Unsicherheit auf kreative Prozesse bei der Entwicklung von Medikamenten und das Zusammenwirken unterschiedlicher Modi von Governance in der kreativen Zusammenarbeit.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
Governanceforschung
Innovationsforschung
Kreativwirtschaft
Wissensökonomie
Fachdisziplinen
Soziologie
Stadt- und Regionalsoziologie
Politikwissenschaft
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Experteninterviews
Fallstudien-Methodik
Leitfadeninterviews
Narrative Interviews
Teilnehmende Beobachtung

Projekte

Drittmittelprojekte

Das Forschungsprojekt ist Teil der interdisziplinären, DFG-Forschergruppe „Organisierte Kreativität: Praktiken der Induktion von und Umgang mit Unsicherheit“. Die empirische Analyse eines ästhetischen und eines wissenschaftlichen Feldes – Musik- und Pharmaindustrie – ermöglicht die Zusammenarbeit innerhalb der Forschergruppe auch über verschiedene Projekte hinweg. Das Projektteam am IRS legt den Fokus auf die verschiedenen Modi von Governance und die damit verbundenen Typen von Unsicherheit in kreativer pharmazeutischer Arbeit. mehr Info

Qualifizierungsprojekte

In seinem Dissertationsvorhaben untersucht Lukas Vogelgsang den Einfluss von Routinen und Improvisation auf Organsationsprozesse. Die Arbeit, im Schnittfeld von Management und Wirtschaftsgeographie angesiedelt ist, hinterfragt damit den Zusammenhang zwischen Routinisierungen und Unsicherheit. Vogelgsang argumentiert, dass manche Routinen Unsicherheiten nicht verringern, sondern reproduzieren. Als Ergebnis des Qualifizierungsprojekts soll das Konzept einer Offenen Routine stehen. mehr Info

Ausgewählte Publikationen nach Erscheinungsjahr

2019
Theel, T., & Vogelgsang, L. (2019). Leveraging Hierarchy for Creative Collaborations? A Process Perspective on the Governance of Creativity in the Fields of Pharmaceuticals and Music. (Organized Creativity Discussion Paper; Band 19, Nr. 3).
2018
Ibert, O., Jackson, G., Theel, T., & Vogelgsang, L. (2018). Uncertainty as an asset for creativity? Dynamic Shifts between Embracing, Ignoring and Fixing Uncertainty: The Cases of Music and Pharma. (Organized Creativity Discussion Paper). Berlin: Freie Universität Berlin.

Ausgewählte Publikationen nach Publikationstyp

Arbeits- oder Diskussionspapier
Theel, T., & Vogelgsang, L. (2019). Leveraging Hierarchy for Creative Collaborations? A Process Perspective on the Governance of Creativity in the Fields of Pharmaceuticals and Music. (Organized Creativity Discussion Paper; Band 19, Nr. 3).
Ibert, O., Jackson, G., Theel, T., & Vogelgsang, L. (2018). Uncertainty as an asset for creativity? Dynamic Shifts between Embracing, Ignoring and Fixing Uncertainty: The Cases of Music and Pharma. (Organized Creativity Discussion Paper). Berlin: Freie Universität Berlin.

Ausgewählte Vorträge

2019
Creativity? A good approach to get fired! An employee perspective on approaching organizational tension in pharmaceutical R&D

35th EGOS Colloquium

04. Juli | 2019
University of Edinburgh Business School, Edinburgh , Großbritannien / Vereinigtes Königreich

2018
Uncertainty as an Asset for Creativity? Dynamic Shifts Between Embracing, Ignoring and Fixing Uncertainty: The Cases of Music and Pharma

34th European Group of Organization Studies Colloquium

06. Juli | 2018
Tallinn, Estland

Uncertainty as an Asset for Creativity? Dynamic Shifts Between Embracing, Ignoring and Fixing Uncertainty: The Cases of Music and Pharma

Mosaic Summer School on the Management of Creativity

01. Juli | 2018
Montreal, Berlin and Barcelona, Berlin, Deutschland

When Nothing is Predefined: Pharmaceutical Development Between Organized and Organizing Creativity

Creativity and Fields

29. Juni | 2018
TU Berlin, Berlin, Deutschland

2017
Recurring Uncertainty in Open Routines

AAG Annual Conference

05. April | 2017
Boston, Boston, USA / Vereinigte Staaten

Aktuelles
13. November | 2017
Spitzenforscher und Nachwuchswissenschaftler auf der IRS Spring Academy 2017

Vom 2. bis zum 5. Mai 2017 richtete das IRS in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin die erste „IRS Spring Academy: Investigating Space(s): Current Theoretical and Methodological Approaches“ aus. 26 Nachwuchswissenschaftler/-innen aus dem In- und Ausland, darunter Geographen, Politikwissenschaftler, Historiker und Soziologen, setzten sich vier Tage lang mit neueren theoretischen Konzepten und methodischen Ansätzen der raumbezogenen Forschung auseinander. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand der Zusammenhang von Raum und Zeit. Gemeinsam mit renommierten Fachleuten diskutierten die Teilnehmer/-innen raumbezogene Theorien und Methoden, die den Faktor Zeit in unterschiedlicher Weise reflektieren – ob durch die Modellierung von raumwirksamen Prozessen oder durch die soziale Konstruktion von standardisierter Zeit. Für das IRS war die Veranstaltung zugleich eine Gelegenheit, die eigenen Forschungsarbeiten zu Raum-Zeit-Dynamiken weiter zu strukturieren und inhaltlich weiterzuentwickeln. mehr Info