Julia Wigger
Wissenschaftlerin | Historische Forschungsstelle

Seit Februar 2019 ist Julia Wigger als wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Projekt „Stadterneuerung am Wendepunkt – die Bedeutung der Bürgerinitiativen gegen den Altstadtzerfall für die Wende in der DDR“ der Abteilung „Historische Forschungsstelle“ beschäftigt. Im Rahmen dieses Projekts erstellt sie ihre Dissertation über die Genese und Wirkung der Bürgerinitiativen gegen den Altstadtverfall und ihre Bedeutung für die friedliche Revolution.

Zuvor studierte Julia Wigger angewandte Kulturwissenschaften – mit dem Schwerpunkt Medien und Zeitgeschichte – an der Leuphana Universität in Lüneburg und den Masterstudiengang Public History an der Freien Universität Berlin. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit den Anfängen der lesbischen Emanzipationsbewegung in den 1970er Jahren in West-Berlin. Nach der Beendigung ihres Studiums arbeitete sie in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen an der Erstellung einer Sonderausstellung zum Wirken des Ministeriums für Staatssicherheit im geteilten Berlin.

Projekte

Drittmittelprojekte

Welche Rolle spielten Städtebau und Wohnverhältnisse für die friedliche Revolution in der DDR 1989? War der rasante und großflächige Verfall großer Altstadtgebiete bei gleichzeitiger und einseitiger Dominanz des industriellen Plattenbaus ein motivierender Faktor für Bürgerbewegungen? Das vom BMBF geförderte Projekt „StadtWende“ der Historischen Forschungsstelle, das im Januar 2019 mit einer Laufzeit von vier Jahren startete, will diese Frage gründlicher als bisher möglich untersuchen. mehr Info

Aktuelles
02. Oktober | 2019

Als die DDR-Führung in den letzten Jahren vor 1989 die historischen Innenstädte immer mehr verfallen ließ, formierten sich in vielen Städten Bürgerinitiativen, die dagegen Widerstand leisteten. Ihre Aktivitäten könnten sogar zum Ende der DDR beigetragen haben. Im Forschungsprojekt „StadtWende“ untersucht die Historische Forschungsstelle des IRS im Verbund mit mehreren Partneruniversitäten diese Bürgerinitiativen. Als Teil einer umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit wurde die Website stadtwende.de (Beta-Version) online geschaltet, die das Wirken der aktiven DDR-Bürgerinnen und Bürger nach und nach dokumentiert, u.a. mit Fotos, Filmen und Interviewsequenzen sowie zukünftig mit einer interaktiven Karte. Am 13. November 2019 wird die Forschungsfrage des Projekts zudem beim 47. Brandenburger Regionalgespräch diskutiert, unter anderem mit Zeitzeugen, Aktiven der Bürgerrechtsbewegung und Fachleuten aus dem IRS und darüber hinaus. mehr Info