Jesko Meißel
Wissenschaftler | Regenerierung von Städten

Jesko Meißel ist seit April 2016 als Doktorand im Leitprojekt „UrbanReg - Urbane Regenerierungspraxen, Zuwanderung und die Produktion sozialräumlicher Ungleichheiten in europäischen Städten" der Forschungsabteilung "Regenierung von Städten" beschäftigt. Sein Bachelorstudium absolvierte er an der Leibniz Universität Hannover und der School of City and Regional Planning der Cardiff University, sein Masterstudium der Stadtgeographie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit Nebenfach Städtebau an der TU Darmstadt. Neben dem Studium war er als studentischer Mitarbeiter an der Akademie für Raumforschung und Landesplanung in Hannover und dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main tätig. Daneben arbeitete er unter anderem als Praktikant in der Abteilung „Wohnungswesen, Wohnungsneubau, Stadterneuerung, Soziale Stadt" der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie für die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. Seine Masterarbeit verfasste er zur Neuausrichtung der Berliner Integrationspolitik im Anschluss an das kommunale Integrationskonzept aus dem Jahr 2005. Im Mittelpunkt standen dabei politische Programme, Strukturen und Maßnahmen sowie migrationsbezogene Diskurse im Rahmen der auf Querschnittsorientierung und migrantische Potenziale ausgerichteten Berliner Integrationspolitik.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
Migrationsforschung
Stadtforschung
Stadtumbau und Stadterneuerung
Fachdisziplinen
Politische Geographie
Stadtgeographie
Stadtplanung
Urban Studies
Stadt- und Regionalsoziologie
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Dokumentenanalysen
Experteninterviews
Fallstudien-Methodik
Hermeneutische Verfahren
Inhaltsanalysen
Leitfadeninterviews
Narrative Interviews
Textanalyse

Projekte

Leitprojekt

Die europäischen Städte, seit den 1990er Jahren durch den wirtschaftlichen Strukturwandel mit zunehmenden sozialräumlichen Ungleichentwicklungen konfrontiert, mussten sich mit der Globalisierung neu erfinden. Übergreifend ist dabei ein starkes Interesse an der Generierung von Zuwanderung. Dabei kommt es vielfach zu einer Diskrepanz zwischen dem gewünschten Zuzug Hochqualifizierter, sozial bessergestellter Schichten und kreativer Klassen und zum Teil ungeplanter Zuwanderung durch Arbeitsmigranten, temporären Bewohnern und Flüchtlingen. Im Leitprojekt untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, inwieweit diese Diskrepanz auf die Stadtentwicklungsprozesse zurückwirkt. mehr Info

Qualifizierungsprojekte

Während ethnisch-kulturelle Diversität seit Jahrzehnten auf der Tagesordnung städtischer Entwicklung und deren Erforschung steht, erfahren andere Diversitätsmarker bislang weniger Aufmerksamkeit. Dies gilt insbesondere für den Umgang der Städte mit sexueller Diversität, einem Teilaspekt der Diverstätspolitiken. In seinem Promotionsprojekt untersucht Jesko Meißel in regional vergleichender Perspektive die Formierung und Einbindung des Themas "Sexuelle Diversität" im Kontext allgemeiner Diversitätspolitiken und im Rahmen städtischer Transformationsprozesse und Ungleichentwicklung. Untersucht werden die Diversitätspolitiken von Manchester, Frankfurt am Main und Leipzig hinsichtlich ihrer Strategien im Umgang mit LGBT-Teilhabe. mehr Info

Ausgewählte Vorträge

2017
Diversity as a resource? Urban development strategies between economization and inclusion

Nordic Geographers Meeting 2017 - Geographies of Inequalities

21. Juni | 2017 Stockholm