Dr. Felix Claus Müller

Felix Müller ist seit 2016 Post-Doc Wissenschaftler in der Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS). Er kam im Jahr 2010 an das IRS. Felix Müller studierte Regionalwissenschaften in Potsdam (B. Sc. 2004, M. Sc. 2007). Im Jahr 2002 verbrachte er ein Semester als Gaststudent der Geographie an der Universität Bukarest und in den Jahren 2004/05 studierte er zwei Semester am Centre for Urban and Regional development Studies (CURDS) an der University of Newcastle. An der Freien Universität Berlin schloss er 2016 seine Promotion in Wirtschaftsgeographie zum Thema „How Money Tames Innovation: A Dynamic Relational Geography of Investment in German Biotechnology“ ab. Vor seiner Tätigkeit am IRS war er als studentische Hilfskraft an der Juniorprofessur für Angewandte Regional- und Umweltforschung der Universität Potsdam, als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg und als Volontär bei der Prognos AG Berlin beschäftigt.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
Gründungsforschung
Innovationsforschung
Mobilitätsforschung
Netzwerkforschung
Praktikergemeinschaften
Raumbezogene Kapitalmarktforschung
Ökonomischer Wert in Produktion und Konsum
Fachdisziplinen
Wirtschaftsgeographie
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Experteninterviews
Fallstudien-Methodik
Inhaltsanalysen
Leitfadeninterviews
Netzwerkanalysen
Sekundärdatenanalysen
Teilnehmende Beobachtung
Telefoninterviews
Textanalyse

Projekte

Leitprojekt

Gegenstand des Leitprojekts sind neue, offene Orte kreativer Wissensarbeit, die gegenwärtig unter verschiedenen Namen, wie z.B. Fab Labs, Coworking Spaces oder Maker Spaces, firmieren. Sie haben gemeinsam, dass sie dauerhafte Organisationen sind, die Arbeitsräume und technische Infrastrukturen temporär an Nutzer vergeben und dabei eine hohe soziale (und kuratierte) Offenheit aufweisen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen solche Orte als „lokale Anker“, da Ideen in ihnen für eine bestimmte Zeit weiterentwickelt werden, ohne diese zwangsläufig langfristig an den Ort zu binden. mehr Info

Drittmittelprojekte

Das Forschungsvorhaben untersucht Prozesse der sozialen Konstruktion von Werten am Beispiel der Pelzindustrie aus räumlicher Perspektive. Das Forschungsvorhaben soll einen konzeptionellen Beitrag zum Verständnis der sozialen Konstruktion von Werten leisten, in dem assoziative und dissoziative Praktiken gleichgewichtig behandelt werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen Prozesse der Werterzeugung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zurück. mehr Info

Brückenprojekte

In komplexen Prozessen sozialräumlichen Wandels kommt es stark auf das Wirken von Einzelnen an – so zumindest die Überzeugung erfahrener Praktiker. Am IRS werden diese Einzelpersonen als Schlüsselfiguren bezeichnet und konzeptualisiert. Doch für die raumbezogenen Sozialwissenschaften benennt die Erkenntnis der herausgehobenen Bedeutung von Schlüsselfiguren eher ein Verständnisproblem als dass es eine Erklärung liefert. Wie können Schlüsselfiguren in die sozialwissenschaftliche Analyse integriert werden? Dieser übergeordneten Frage geht das abteilungsübergreifende Brückenprojekt „Komparative Studien zu Schlüsselfiguren in der Raumentwicklung“ nach. mehr Info

Ausgewählte Publikationen nach Erscheinungsjahr

2017
Schmidt, S., Müller, F. C., Ibert, O., & Brinks, V. (2017). Open Region: Creating and Exploiting Opportunities for Innovation at the Regional Scale. European Urban and Regional Studies. 10.1177/0969776417705942
2015
Ibert, O., & Müller, F. C. (2015). Network Dynamics in Constellations of Cultural Differences: Relational Distance in Innovation Processes in Legal Services and Biotechnology. Research Policy, 44(1), 181-194. 10.1016/j.respol.2014.07.016
Müller, F. C., & Ibert, O. (2015). (Re-)sources of Innovation: Understanding and Comparing Time-Spatial Innovation Dynamics through the Lens of Communities of Practice. Geoforum, 65, 338-350. 10.1016/j.geoforum.2014.10.007
Müller, F. C., Brinks, V., Ibert, O., & Schmidt, S. (2015). Open Region: Leitbild für eine regionale Innovationspolitik der Schaffung und Nutzung von Gelegenheiten. 30 S. (Working Paper / Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung; Nr. 53). Erkner: Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung.
Müller, F. C. (2015). Innovative Unternehmer als raumwirksame Schlüsselfiguren: Befunde aus der Beobachtung von Innovationsprozessen in der Biotechnologie. 51 S. (Working Paper / Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung; Nr. 54). Erkner: Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung.
2014
Ibert, O., & Müller, F. C. (2014). Zur Entfaltung von Innovationen in Raum und Zeit: Befunde einer ideenzentrierten, dynamischen Netzwerkanalyse und ihre politischen Implikationen. in M. Miosga, & S. Hafner (Hrsg.), Regionalentwicklung im Zeichen der Großen Transformation: Strategien für Ressourceneffizienz, demografischen Wandel und Innovationsfähigkeit. (S. 183-215). München: Oekom.
Ibert, O., Müller, F. C., & Stein, A. (2014). Produktive Differenzen: Eine dynamische Netzwerkanalyse von Innovationsprozessen. (Science Studies). Bielefeld: Transcript.
Müller, F. C., & Ibert, O. (2014). (Re-)Sources of Innovation: Understanding and Comparing Innovation Dynamics through the Lens of Communities of Practice. 29 S. (Working Paper / Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung; Nr. 52). Erkner: Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung.
2013
Ibert, O., & Müller, F. C. (2013). Idea-Centered, Dynamic Knowledge Network Analysis: Tracing the Unfolding of Innovation through Space and Time: 35th DRUID Celebration Conference 2013, Barcelona, Spain, June 17-19. 26 S. Unknown Publisher.

Ausgewählte Publikationen nach Publikationstyp

Beiträge in Fachzeitschriften
Schmidt, S., Müller, F. C., Ibert, O., & Brinks, V. (2017). Open Region: Creating and Exploiting Opportunities for Innovation at the Regional Scale. European Urban and Regional Studies. 10.1177/0969776417705942
Ibert, O., & Müller, F. C. (2015). Network Dynamics in Constellations of Cultural Differences: Relational Distance in Innovation Processes in Legal Services and Biotechnology. Research Policy, 44(1), 181-194. 10.1016/j.respol.2014.07.016
Müller, F. C., & Ibert, O. (2015). (Re-)sources of Innovation: Understanding and Comparing Time-Spatial Innovation Dynamics through the Lens of Communities of Practice. Geoforum, 65, 338-350. 10.1016/j.geoforum.2014.10.007
Beiträge in Sammelwerken
Ibert, O., & Müller, F. C. (2014). Zur Entfaltung von Innovationen in Raum und Zeit: Befunde einer ideenzentrierten, dynamischen Netzwerkanalyse und ihre politischen Implikationen. in M. Miosga, & S. Hafner (Hrsg.), Regionalentwicklung im Zeichen der Großen Transformation: Strategien für Ressourceneffizienz, demografischen Wandel und Innovationsfähigkeit. (S. 183-215). München: Oekom.
Monografien
Ibert, O., Müller, F. C., & Stein, A. (2014). Produktive Differenzen: Eine dynamische Netzwerkanalyse von Innovationsprozessen. (Science Studies). Bielefeld: Transcript.
Working papers, Discussion Papers
Müller, F. C., Brinks, V., Ibert, O., & Schmidt, S. (2015). Open Region: Leitbild für eine regionale Innovationspolitik der Schaffung und Nutzung von Gelegenheiten. 30 S. (Working Paper / Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung; Nr. 53). Erkner: Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung.
Müller, F. C. (2015). Innovative Unternehmer als raumwirksame Schlüsselfiguren: Befunde aus der Beobachtung von Innovationsprozessen in der Biotechnologie. 51 S. (Working Paper / Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung; Nr. 54). Erkner: Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung.
Müller, F. C., & Ibert, O. (2014). (Re-)Sources of Innovation: Understanding and Comparing Innovation Dynamics through the Lens of Communities of Practice. 29 S. (Working Paper / Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung; Nr. 52). Erkner: Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung.
Ibert, O., & Müller, F. C. (2013). Idea-Centered, Dynamic Knowledge Network Analysis: Tracing the Unfolding of Innovation through Space and Time: 35th DRUID Celebration Conference 2013, Barcelona, Spain, June 17-19. 26 S. Unknown Publisher.

Ausgewählte Vorträge

2017
Entrepreneure mit beschränktem Einfluss – Zur Rolle unternehmerischer Individuen in raumzeitlich verteilten Innovationsprozessen

14. Rauischholzhausener Symposium zur Wirtschaftsgeographie

29. April | 2017 Rauischholzhausen

People, pelts, and policies: a methodological conversation on studying global networks

AAG Annual Meeting 2017

08. April | 2017 Boston

Moving beyond the founder in biotech entrepreneurialism. Distributed agency and the variety of enterprising individuals in geographies of innovation

AAG Annual Meeting 2017

07. April | 2017 Boston

2016
Kommentar zur Umsetzung der Clusterstrategie in Brandenburg

Workshop "Regionale Umsetzung des Clusterprozesses in Brandenburg: Stand, Erfahrungen, Perspektiven"

05. Dezember | 2016 Erkner

Probing geographies of dissociation in the fur-fashion industry

Interdisciplinary Workshop on geographies of Dissociation

25. November | 2016 Stockholm

How is fur made valuable in fashion? Multi-local engagements with two global industries

seminar

18. November | 2016 Uppsala

Geographies of Dissociation: multi-site encounters with the global fur industry and fur fashion

Department seminar

17. November | 2016 Stockholm

Who makes markets and why?

Summer Institute on Economic Geography

13. Juli | 2016 Lexington, KY

Open Region. A Heuristic for Regional Innovation Policies that Create and Exploit Opportunities for Innovations

19th Uddevalla Symposium 2016 on Geography, Open Innovation, Diversity and Entrepreneurship

30. Juni | 2016 London

Open Region - einige Grundgedanken

Regionalgespräch "Was kommt nach dem Cluster? Neue Perspektiven auf regionale Innovationspolitik"

19. Mai | 2016 Erkner

Aktuelles
16. Mai | 2017
Oder: Wie ein Produkt zu seinem Wert kommt

Wenn die Ware knapp wird, steigt der Preis. Dieses Prinzip ist im gesunden Menschenverstand der Konsumenten ebenso fest verankert wie in der klassischen Ökonomie. Das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage bestimmt danach maßgeblich, was der Käufer für ein Produkt bezahlen muss. Im IRS-Forschungsprojekt „Geographien der Dissoziation. Die soziale Konstruktion von Werten aus räumlicher Perspektive“ wird dies jedoch durch eine weitere Beobachtung ergänzt: Der Wert eines Produktes hat stark mit der Wertschätzung des Kunden zu tun und diese wird durch die Anbieter massiv beeinflusst. Durch die Assoziation eines Produktes mit Bildern und Vorstellungen wird dessen Wert konstruiert, der von materiellen Faktoren wie Produktionskosten und Knappheit der Güter entkoppelt sein kann. Ebenso spielt die Dissoziation von unangenehmen Eigenschaften eine maßgebliche Rolle für die Wertkonstruktion. Am Beispiel der Pelzbranche haben Dr. Jana Kleibert und Dr. Felix Müller versucht, das globale Produktionsnetzwerk und die Wertkonstruktionen en detail nachzuvollziehen. mehr Info

Dr. Felix Claus Müller in den Medien

Inspirationen aus der Ferne
(Potsdamer Neueste Nachrichten, 30.08.2017)
Bitte wenden!
(Tagesspiegel, 06.08.2017)