Felicitas Klemp

Felicitas Klemp arbeitet seit Oktober 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Leitprojekt der Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter“. Im Rahmen des Leitprojekts bearbeitet Frau Klemp außerdem ihr Dissertationsvorhaben.

In ihrem Urbanstikstudium an der HafenCity Universität Hamburg schloss sie mit dem Bachelor of Arts „Kultur der Metropole“ ab und erwarb sich dabei eine Sensibilität für städtische Transformationen und Infrastrukturen. Daran schloss ein Masterstudium in Geographie mit dem Titel „Global Transformation and Environmental Change“ an der Universität Hamburg an; damit erwarb sie ihren Master of Science. Thematische Schwerpunkte im Studium und auch des selbstorganisierten Forschungsaufenthalts für ihre Masterarbeit in Vancouver/Kanada waren u.a. Urban Farming, Lokale Ernährung und die Governance Debatte.

Bei einem dreimonatigen Praktikum am Institut für vergleichende regionale Integrationsstudien der Vereinten Nationen (UNU-CRIS) in Brügge befasste sie sich mit dem Thema „European Policy Reflections“. Am Beispiel von Städtenetzwerken wie dem europäischen „Covenant of Mayors“ untersuchte sie Möglichkeiten eines stärkeren Beitrags und einer größeren Verantwortung von Städten für die Ziele der europäischen Klimapolitik.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
Infrastrukturforschung
Infrastrukturpolitik
Governanceforschung
Klein- und Mittelstädte
Fachdisziplinen
Geographie
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Experteninterviews
Dokumentenanalysen

Projekte

Leitprojekt

Ziel des Leitprojekts ist es, die politische Konstruktion und die Governance kritischer Infrastrukturen im Zusammenhang mit ihrer Räumlichkeit zu verstehen. Infrastrukturen werden zunehmend im Hinblick auf ihre Anfälligkeit für Störungen und die daraus resultierenden Sicherheitsrisiken betrachtet. Politische Ressourcen werden darauf verwendet, „kritische Infrastrukturen“ wie Kommunikations- und Energienetze angemessen zu sichern. Doch welche Infrastrukturen gelten als kritisch und warum? Welche Steuerungsansätze werden verfolgt, um mit Infrastrukturrisiken umzugehen? Städtische Klimaanpassung und die „Energiewende“ sind zwei Handlungsfelder, in welchen der Aspekt der Infrastruktur-Kritikalität zunehmende Aufmerksamkeit erhält. Sie stehen deshalb im Zentrum der Analyse dieses Leitprojekts. mehr Info

Qualifizierungsprojekte

Das Dissertationsprojekt befasst sich mit der politischen Konstruktion von Kritischen Infrastrukturen. Mit Hilfe von Diskursanalyse sollen politische Entwicklungen nachgezeichnet und Entscheidungen, die bereits getroffen wurden, Diskursen zugeordnet werden. Daran anschließend soll die lokale bzw. städtische Ebene in den Blick genommen werden. Dabei werden Städte, die sich als Smart Cities verstehen, als empirische Einheiten herangezogen. Besonders spannend ist der Diskurs hier zwischen Digitalisierung und Vulnerabilität. Ein Mehrwert besteht darin, die Diskurse zu verknüpfen, um so die Kritikalitätsfrage auf städtischer Ebene in nuancierter Form stellen zu können. mehr Info

Ausgewählte Publikationen nach Erscheinungsjahr

2018
Vogelpohl, A., & Klemp, F. (2018). The Creeping Influence of Consultants on Cities: McKinsey’s Involvement in Berlin’s Urban Economic and Social Policies. Geoforum, 91, S. 39-46.

Ausgewählte Publikationen nach Publikationstyp

Aufsatz in Fachzeitschrift
Vogelpohl, A., & Klemp, F. (2018). The Creeping Influence of Consultants on Cities: McKinsey’s Involvement in Berlin’s Urban Economic and Social Policies. Geoforum, 91, S. 39-46.

Ausgewählte Vorträge

2019
Politische Konstruktion von Kritischen Infrastrukturen

Zurück zur Geopolitik? Leitbilder, Risikoszenarien, Diskurse und Emotionen in der Politischen Geographie,

17. Mai | 2019
Universität Münster, Münster , Deutschland