Carla Aßmann
Wissenschaftlerin | Historische Forschungsstelle

Carla Aßmann ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Leitprojekt „Konfliktfeld ‚autogerechte Stadt‘. Innerstädtische Freiraumgestaltung als Urbanisierungsstrategie seit 1945 in Ost und West“ der Abteilung „Historische Forschungsstelle“ beschäftigt. Parallel dazu stellt sie derzeit noch ihre Dissertation über die Entwicklung von Großwohnsiedlungen der 1960er Jahre in Deutschland und Frankreich fertig. Die Arbeit entstand im Rahmen der Leibniz-Graduate-School „Enttäuschung im 20. Jahrhundert“, die gemeinsam von der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin getragen wurde.

Carla Aßmann studierte Kulturwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und den Masterstudiengang Historische Urbanistik an der Technischen Universität Berlin. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit dem Diskurs über soziale Mischung in der Stadt. Nach dem Studium arbeitete sie freiberuflich an Forschungs- und Ausstellungsprojekten zur Stadt- und Urbanisierungsgeschichte mit.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
Stadtplanung und -entwicklung
Mobilitätsforschung
Stadtforschung
Stadtumbau und Stadterneuerung
Fachdisziplinen
Stadt- und Regionalsoziologie
Historische Urbanistik
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Fallstudien-Methodik
Hermeneutische Verfahren
Historische Komparatistik
Inhaltsanalysen
Textanalyse

Projekte

Leitprojekt

Die Entwicklung europäischer Städte nach 1945 wurde entscheidend von den Raumansprüchen des Automobilverkehrs und den damit verbundenen Mobilitätsmustern bestimmt. Dabei kam es zu einer widersprüchlichen Entwicklung: Während das planerische Leitbild der „autogerechten Stadt“ spätestens seit den 1970er Jahren zunehmend an Wirkungskraft verlor, nahmen Mobilität und insbesondere der städtische Autoverkehr vielerorts weiterhin zu. Das Leitprojekt untersucht in mehreren Fallstudien zentrale, bisher nicht erforschte Widersprüche innerhalb dieser Entwicklung in historischer Perspektive. Zentrale Analyseperspektiven betreffen die Rolle kommunaler Akteure, Planer und der Öffentlichkeit, die Überformung des Gebäudebestands durch Ausbauprojekte von Straßen sowie den Zusammenhang zwischen Autoverkehr und städtischer Freiraumgestaltung. mehr Info

Ausgewählte Vorträge

2017
From Z.U.P. to Zone

Urban History Group Conference 2017: Boundaries and Jurisdictions: Defining the Urban

31. März | 2017 Royal Holloway, University of London

Aktuelles
03. April | 2017

Am 9. Dezember veranstaltete die Historische Forschungsstelle des IRS einen Workshop an der TU Berlin zum Thema ihres aktuellen Leitprojekts. Ein besonderer Schwerpunkt war dabei der autogerechte Stadtumbau in Polen. Jetzt wurde der Tagungsbericht im Newsletter der International Association for the History of Transport, Traffic & Mobility veröffentlicht. mehr Info