Andreas Kuebart

Andreas Kuebart ist seit Oktober 2015 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand in der Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ beschäftigt am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung im Leitprojekt "Lokale Anker translokaler Wissensgemeinschaften: Neue Brennpunkte der Wissensgenerierung und ihre Territorialität". In Rahmen der Leitprojektforschung beschäftigt er sich intensiv mit der Fallstudie zu Detroit (Michigan). Kuebart schloss 2012 sein Bachelorstudium der Geographie an der Humboldt Universität zu Berlin ab und 2015 sein Masterstudium der Geographie an der Universität Bonn mit einer finanzgeographischen Arbeit über veränderte Unternehmenspraktiken in der deutschen Venture Capital Branche ab. Während des Studiums war er zu Gastaufenthalten an der Universität Stockholm und der University of Florida, Gainsville. Dabei beschäftigte er sich in insbesondere mit Fragestellungen aus den Bereichen Wirtschaftsgeographie und Geomatik.

 

Während des Studiums arbeitete Andreas Kuebart als studentische Hilfskraft beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, dem Geographischen Institut der Universität Bonn und war zwei Jahre am Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bereich der Mobilitäts- und Verkehrsforschung tätig. Im Rahmen seines Dissertationsprojektes beschäftigt er sich mit den Geographien von Wissen und Innovation im Kontext von Seed Accelerators.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
Gründungsforschung
Innovationsforschung
Open Creative Labs
Netzwerkforschung
Wissensökonomie
Raumbezogene Kapitalmarktforschung
Fachdisziplinen
Geographie
Wirtschaftsgeographie
Verkehrswesen
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Fallstudien-Methodik
Leitfadeninterviews
Multivariate Analyseverfahren
Netzwerkanalysen
Sekundärdatenanalysen
Univariate Analyseverfahren

Projekte

Leitprojekt

Gegenstand des Leitprojekts sind neue, offene Orte kreativer Wissensarbeit, die gegenwärtig unter verschiedenen Namen, wie z.B. Fab Labs, Coworking Spaces oder Maker Spaces, firmieren. Sie haben gemeinsam, dass sie dauerhafte Organisationen sind, die Arbeitsräume und technische Infrastrukturen temporär an Nutzer vergeben und dabei eine hohe soziale (und kuratierte) Offenheit aufweisen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen solche Orte als „lokale Anker“, da Ideen in ihnen für eine bestimmte Zeit weiterentwickelt werden, ohne diese zwangsläufig langfristig an den Ort zu binden. mehr Info

Drittmittelprojekte

Während des letzten Jahrzehnts ist vor allem in westlichen Industrieländern aber auch drüber hinaus eine große Bandbreite von Orte für kreatives Arbeiten, Basteln und Experimentieren aber auch für freischaffendes Arbeiten gegründet worden. Ziel des 2015 gestarteten BMBF-Projekts „Open Creative Labs in Deutschland“ ist, diese Orte in den Metropolregionen Deutschlands zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Typisierung, räumlichen Verteilung und Bedeutung für Städte und Regionen zu analysieren. mehr Info

Qualifizierungsprojekte

In his dissertation project, Andreas Kuebart researches the phenomenon of seed accelerators from the perspective of relational economic geography. The project aims to study seed accelerators as interfaces between newly created business on the one hand and specialized expertise mobilized in dense local and trans-local communities, social capital that resides in strategic networks and sub-sequent venture capital investments on the other. The rapid spread of the concept of seed accelerators itself show the relevance of establishing new ventures for the digital age, while this topic has been missing on the radar of economic geography so far. mehr Info

Ausgewählte Publikationen nach Erscheinungsjahr

2017
Lange, B., Schmidt, S., Domann, V., Ibert, O., Kühn, J., & Kuebart, A. (2017). Basteln – Gestalten – Experimentieren: Offene kreative Orte in Deutschland. in Nationalatlas. Leipzig: Leibniz-Institut für Länderkunde.
2016
Schmidt, S., Ibert, O., Kuebart, A., & Kühn, J. (2016). Open Creative Labs: Typologisierung, Verbreitung und Entwicklungsbedingungen. Erkner: Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung.

Ausgewählte Publikationen nach Publikationstyp

Beiträge in Sammelwerken
Lange, B., Schmidt, S., Domann, V., Ibert, O., Kühn, J., & Kuebart, A. (2017). Basteln – Gestalten – Experimentieren: Offene kreative Orte in Deutschland. in Nationalatlas. Leipzig: Leibniz-Institut für Länderkunde.
Transferbezogener Projektbericht
Schmidt, S., Ibert, O., Kuebart, A., & Kühn, J. (2016). Open Creative Labs: Typologisierung, Verbreitung und Entwicklungsbedingungen. Erkner: Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung.

Ausgewählte Vorträge

2015
Investing in proximity? – changing business models in the German venture capital industry

Global Conference on Economic Geography 2015

21. August | 2015 Oxford, UK

Aktuelles
10. Mai | 2017

Seit einigen Jahren entstehen in Deutschland zahlreiche offene Werkstätten und Open Creative Labs. Das sind Orte, an denen gemeinsam gearbeitet, repariert, erprobt, gelernt und produziert wird. Die Initiatoren solcher Werkstätten und Labs wollen mit dieser zukunftsweisenden Arbeitsform bisher unerschlossene kreative Potenziale aktivieren. Und sie wollen damit auch den Zugang zu Technologie ermöglichen. Aktuelle Karten zu diesen Orten sind jetzt vom Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig im Nationalatlas veröffentlicht worden. mehr Info