Ajit Singh

Ajit Singh studierte Soziologie und Psychologie an der Universität Bielefeld (2003-2009). Seit 2009 arbeitete er kontinuierlich in der Lehre und in verschiedenen drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten u.a. in der  Sportwissenschaft an der Universität Bayreuth zu subjektiven Wissensvorräten von NachwuchstrainerInnen im Leistungssport (gefördert durch das BISp), sowie an der Universität Bielefeld in einem DFG-geförderten Projekt zur videobasierten Interaktionsanalyse von Trainings- und Wettkampfkommunikation im Leistungssport. Von 2013-2014 folgte eine Tätigkeit am Zentrum für Entwicklungsforschung in Bonn, im Forschungsprojekt „Crossroads Asia“ (gefördert vom BMBF), das sich interdisziplinär mit Analysen zur Konstruktion räumlicher Wirklichkeiten durch Mobilität und Austausch von Menschen, Gütern und Ideen beschäftigte. Von 2015-2017 arbeitete Ajit Singh an der Hochschule Fulda. In Kooperation mit dem IAB Nürnberg sowie der Universität Augsburg  wurden in einem Forschungsprojekt deutschlandweit in SGB II Bezug lebende Familien zu ihrer Lebenswirklichkeit qualitativ und mittels visueller Elizitierungen befragt.

Seine Dissertation schloss Ajit Singh im Februar 2017 erfolgreich ab. Die Arbeit ist an der Schnittstelle zur Körper-, Wissens- und Interaktionssoziologie angesiedelt und widmet sich der videobasierten Analyse von Formen kommunikativer Herstellung von Körperwissen im Sport.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
Visualisierungsprozesse der Stadtplanung
Partizipation und Bürgerbeteiligung
Stadtplanung und -entwicklung
Fachdisziplinen
Soziologie
Wissenssoziologie
Kommunikationssoziologie
Stadt- und Regionalsoziologie
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Ethnographische Methodik
Teilnehmende Beobachtung
Experteninterviews
Leitfadeninterviews
Narrative Interviews
Visuelle Datenanalyse
Gesprächsanalyse
Hermeneutische Verfahren

Projekte

Drittmittelprojekte

In dem abteilungsübergreifenden Drittmittelprojekt „MedPlan“ untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IRS, wie sich städtebauliche Planungsprozesse mit dem Einsatz neuer Medien verändern. Dazu integrieren sie kommunikations- und planungswissenschaftliche Forschungsansätze mit einer historischen Perspektive auf Mediatisierungsprozesse in der Planung im 20. Jahrhundert. Darüber hinaus erprobt das Projekt ein neues Format der Doktoranden- und Postdoktoranden-Ausbildung und wird daher in der Förderlinie „Nachwuchsförderung“ im Rahmen des SAW-Verfahrens der Leibniz-Gemeinschaft gefördert. Es startete im April 2017 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. mehr Info

Ausgewählte Publikationen nach Erscheinungsjahr

2017
von Wedelstaedt, U., & Singh, A. (2017). Intercorporeality with Imaginary Bodies: The Case of Trampoline and Boxing Training. in C. Meyer, & U. von Wedelstaedt (Hrsg.), Moving Bodies in Interaction – Interacting Bodies in Motion: Intercorporeality, Interkinesthesia, and Enaction in Sports. (S. 323 – 344). (Advances in Interaction Studies; Band 8). Amsterdam, Philadelphia: Benjamins . 10.1075/ais.8.13vwe
Hohmann, A., Singh, A., & Voigt, L. (2017). Konzepte erfolgreichen Nachwuchstrainings (KerN): Abschlussbericht zum Forschungsprojekt "Langfristiger Leistungsaufbau im Nachwuchsleistungssport". ( Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft; Nr. 2016/06). Hellenthal: Sportverlag Strauß.
2015
Singh, A., Voigt, L., & Hohmann, A. (2015). Konzepte erfolgreichen Nachwuchstrainings - Im Spannungsfeld von „Profession“ und Erfahrungswissen: Erziehung als Handlungsorientierung und -problem im Nachwuchstraining . Leistungssport, (2), 11-16.
Hohmann, A., Voigt, L., & Singh, A. (2015). Konzepte erfolgreichen Nachwuchstrainings: Ausbildungsrelevante Aspekte des sozialen Beziehungsgefüges und konkretisierende Grundsätze der Trainingsgestaltung . Leistungssport, 1, 5-9.
2014
Voigt, L., Singh, A., & Hohmann, A. (2014). Vielseitigkeit als Ausbildungsstrategie im leistungssportlichen Nachwuchstraining. Sportwissenschaft, 44(3), 134–152. 10.1007/s12662-014- 0333-0
2013
Singh, A. (2013). Die Qualität der Spannung: Eine videographische Untersuchung zur visuellen Kommunikation von verkörpertem Wissen im Trampolinturnen. Soziale Welt , 64(Heft 1-2), 97-114.

Ausgewählte Publikationen nach Publikationstyp

Beiträge in Fachzeitschriften
Singh, A., Voigt, L., & Hohmann, A. (2015). Konzepte erfolgreichen Nachwuchstrainings - Im Spannungsfeld von „Profession“ und Erfahrungswissen: Erziehung als Handlungsorientierung und -problem im Nachwuchstraining . Leistungssport, (2), 11-16.
Hohmann, A., Voigt, L., & Singh, A. (2015). Konzepte erfolgreichen Nachwuchstrainings: Ausbildungsrelevante Aspekte des sozialen Beziehungsgefüges und konkretisierende Grundsätze der Trainingsgestaltung . Leistungssport, 1, 5-9.
Voigt, L., Singh, A., & Hohmann, A. (2014). Vielseitigkeit als Ausbildungsstrategie im leistungssportlichen Nachwuchstraining. Sportwissenschaft, 44(3), 134–152. 10.1007/s12662-014- 0333-0
Singh, A. (2013). Die Qualität der Spannung: Eine videographische Untersuchung zur visuellen Kommunikation von verkörpertem Wissen im Trampolinturnen. Soziale Welt , 64(Heft 1-2), 97-114.
Beiträge in Sammelwerken
von Wedelstaedt, U., & Singh, A. (2017). Intercorporeality with Imaginary Bodies: The Case of Trampoline and Boxing Training. in C. Meyer, & U. von Wedelstaedt (Hrsg.), Moving Bodies in Interaction – Interacting Bodies in Motion: Intercorporeality, Interkinesthesia, and Enaction in Sports. (S. 323 – 344). (Advances in Interaction Studies; Band 8). Amsterdam, Philadelphia: Benjamins . 10.1075/ais.8.13vwe
Monografien
Hohmann, A., Singh, A., & Voigt, L. (2017). Konzepte erfolgreichen Nachwuchstrainings (KerN): Abschlussbericht zum Forschungsprojekt "Langfristiger Leistungsaufbau im Nachwuchsleistungssport". ( Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft; Nr. 2016/06). Hellenthal: Sportverlag Strauß.

Ausgewählte Vorträge

2016
Explorationen in ‘prekären’ Welten - Perspektiventriangulation am Beispiel kindlicher Lebenswelten im Hartz-IV-Bezug

38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Geschlossene Gesellschaften“, Bamberg

26. September | 2016 Bamberg

Verkörperte Techniken und technisierte Verkörperungen - Zur Koordination von Praxis und Wissen (Zusammen mit F. Albrecht)

38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Geschlossene Gesellschaften“, Bamberg

26. September | 2016 Bamberg

Timing and acting - Reconsidering a visual transcription of communicative actions in the case of trampoline training.

ESA Midterm-Conference (RN Qualitative Methods) “Qualitative Methods and Research Technologies”, Cracow/Poland.

01. September | 2016 Krakau

 Welfare State, activation policies and child poverty – how children and their parents perceive conditions of poverty (Zusammen mit A. Hirseland, F. Engel)

“Child Poverty in Times of Crisis”, Centre for Ethics and Poverty Research, University of Salzburg/Austria

25. August | 2016 Salzburg

2015
“If that would be a wall” - Imagination and embodiment within coach-athlete interaction

IIEMCA Conference “Living the material world”, Kolding/Denmark.

04. August | 2015 Kolding, Denmark

2013
Forming Bodies? Producing embodied knowledge as coordinated communication in trampoline jumping.

Conference “Intercorporeality in Sports”, Bielefeld ZIF (Center for Interdisciplinary Research)

10. September | 2013

Visualization and embodiment within coach-athlete-interaction.

11th ESA Conference, “Crisis, Critique and Change“, Torino/Italy

28. August | 2013 Torino/Italy

2011
On the limits of a conventional sociology of sports and the possibilities of qualitative social research.

10th ESA Conference “Social Relations in Turbulent Times“, Geneve/Switzlerland

07. September | 2011 Geneve/Switzlerland

Forschung für den Sport? Wissenschaft zwischen Anwendung und Reflexion. Ein Diskussionsbeitrag über die Einbindung qualitativer Methoden in die Trainingswissenschaft.

Symposium "Beitrag und Nutzen der sportwissenschaftlichen Teildisziplinen für eine interdisziplinäre Sportwissenschaft - Probleme und Perspektiven", Universität Bielefeld

23. Februar | 2011