Dr. Ludger Gailing
01. Februar 2012 -

Dr. Ludger Gailing arbeitet als kommissarischer Abteilungsleiter und Leiter des Leitprojekts der Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter“ am IRS. Er studierte Raumplanung in Dortmund und Grenoble und ist seit 2003 am IRS beschäftigt. 2017 war er als Gastwissenschaftler an der University of Durham tätig (COFUND-Programm der Europäischen Kommission, Marie Skłodowska-Curie Actions). Ludger Gailing ist Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), des IRI THESys (Integrative Research Institute on Transformations of Human-Environment Systems) der Humboldt-Universität zu Berlin und der Deutschen Akademie für Landeskunde. Er ist Gutachter u.a. für die Deutsche Forschungsgemeinschaft und für zahlreiche internationale Fachzeitschriften.

Seine Forschungen beschäftigen sich mit den Geographien von Infrastrukturen und der Energiewende, mit der Analyse von Sozio-Materialitäten (z.B. Dispositiven), Gouvernementalitäten und Governance-Formen in Bezug auf Gemeinschaftsgüter und Infrastrukturen sowie mit dem institutionellen Wandel regionaler Steuerung und Planung. Dabei wendet er theoretisch-konzeptionelle Ansätze der Humangeographie sowie der Planungs-, Sozial- und Politikwissenschaften an und entwickelt sie gegenstandsbezogen weiter.

Derzeitige Forschungsschwerpunkte umfassen

  • Energiesysteme im Wandel: Die Energiewende und ihre Implikationen für lokale und regionale Energie-Governance
  • Infrastrukturen: Gemeinwohlvorstellungen und regionale Steuerung von Infrastruktursystemen, u.a. bezogen auf Kritikalitäts- und Gerechtigkeitsfragen
  • Neue Energieräume: neue sozio-materielle Beziehungen, die Schaffung neuer regionaler Handlungsräume, die Transformation skalarer Beziehungen im Energiesektor, die Ambivalenzen, Konflikte und Machtdynamiken in neuen Energieräumen
  • Kulturlandschaftspolitik: Konstruktion und Wandel von Kulturlandschaften durch verschiedene Institutionensysteme (Raumplanung, Naturschutz, ländliche Entwicklungspolitik, Tourismus, Energiepolitik)