Dr. Anne Volkmann
01. Juli 2017 -

Anne Volkmann arbeitet seit Juli 2018 am IRS in der Abteilung „Regenerierung von Städten“. Ihr Forschungsfokus richtet sich auf die sozialwissenschaftliche Raumforschung, wobei sie sich mit den Prozessen sozialräumlichen Wandels und im speziellen mit sozialräumlichen Benachteiligungsmechanismen, räumlichen Lebenschancen und gleichwertigen Lebensverhältnissen befasst. Am IRS untersucht Anne Volkmann im DFG-geförderte Projekt „Similar but Different – Neighborhood Change in Halle (Saale) und Łódź“ den Einfluss der sich wandelnden institutionellen Rahmenbedingungen im Wohnungssektor auf die Quartiersentwicklung in postsozialistischen Städten.

Volkmann studierte Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Berlin. Von 2009 bis 2011 bearbeitete sie als Stadtplanerin in einem Berliner Planungsbüro Stadterneuerungsprojekte. Zwischen 2011 und 2018 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund (Lehrstuhl Raumordnung und Planungstheorie) tätig. Neben eigenständigen Lehrveranstaltungen und der Mitarbeit an unterschiedlichen Forschungsvorhaben und -anträgen untersuchte sie im drittmittelfinanzierten Projekt „Lebenschancen im Quartier“ den Einfluss des Wohnortes auf die Lebensgestaltung von Bewohner_innen. Fragen der räumlichen Chancengleichheit bearbeitete sie auch in ihrer 2018 abgeschlossenen Dissertation zum Thema „Gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Daseinsvorsorge und räumlichen Verwirklichungschancen“. Hier analysiert Volkmann die normativen Grundlagen des raumordnungspolitischen Postulats gleichwertiger Lebensverhältnisse und diskutiert, inwiefern individuelle Verwirklichungschancen die Basis für eine Neuausrichtung dieses Postulats bieten können.