Lisa Kreft
Assoziierte Doktorandin | Historische Forschungsstelle

Lisa Kreft ist seit Juli 2015 Doktorandin im Leitprojekt „Konfliktfeld ‚autogerechte Stadt'. Innerstädtische Freiraumgestaltung als Urbanisierungsstrategie seit 1945 in Ost und West" der Historischen Forschungsstelle am IRS. Nach dem Studium der Kunst- und Bildgeschichte an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin mit Schwerpunkt Architektur- und Stadtgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts ist sie seit 2013 freiberuflich tätig. Für die Bundesstiftung Baukultur unterstützte sie die Gremienarbeit, die wissenschaftliche Projektarbeit und die Erstellung des Baukulturberichts 2014/15. Projektunterstützungen, wie das Urban Living-Projekt zu Nachverdichtungspotenzialen in Berlin und bei der Dokumentation zu Kunst am Bau-Projekten der DDR folgten. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich Stadtgeschichte sowie Rückbau- und Umnutzungsstrategien denkmalgeschützten Bestands.

Forschungsinteressen und Expertise

Forschungsschwerpunkte
DDR-Bau- und Planungsgeschichte
Stadtforschung
Stadtumbau und Stadterneuerung
Fachdisziplinen
Kunstgeschichte
Architekturgeschichte
Methodisch-konzeptionelle Schwerpunkte
Architekturgeschichtlich-ikonographische Analysen
Bildanalysen
Fallstudien-Methodik
Inhaltsanalysen

Projekte

Leitprojekt

Die Entwicklung europäischer Städte nach 1945 wurde entscheidend von den Raumansprüchen des Automobilverkehrs und den damit verbundenen Mobilitätsmustern bestimmt. Dabei kam es zu einer widersprüchlichen Entwicklung: Während das planerische Leitbild der „autogerechten Stadt“ spätestens seit den 1970er Jahren zunehmend an Wirkungskraft verlor, nahmen Mobilität und insbesondere der städtische Autoverkehr vielerorts weiterhin zu. Das Leitprojekt untersucht in mehreren Fallstudien zentrale, bisher nicht erforschte Widersprüche innerhalb dieser Entwicklung in historischer Perspektive. Zentrale Analyseperspektiven betreffen die Rolle kommunaler Akteure, Planer und der Öffentlichkeit, die Überformung des Gebäudebestands durch Ausbauprojekte von Straßen sowie den Zusammenhang zwischen Autoverkehr und städtischer Freiraumgestaltung. mehr Info

Qualifizierungsprojekte

Die Diskussion über den Erhalt, Abriss oder Umbaumaßnahmen des gebauten Erbes der ‚autogerechten Stadt‘ erfährt gerade unter den sich verändernden Mobilitätsentwicklungen in den Städten eine neue Aktualität und wird auch breit in den Medien debattiert und illustriert. Ziel des Dissertationsvorhabens von Lisa Kreft ist es, den widersprüchlichen und komplexen historischen Fachdiskurs mit seinen Ebenen vergleichend zu analysieren, um Argumentationspfade zu identifizieren und damit ein besseres Verständnis für die aktuellen Debatten zu gewinnen. mehr Info