Dr. Thorsten Heimann

Seit dem 1. September 2020 ist Thorsten Heimann Referent im Referat K51 „Grundsatzfragen der Kulturpolitik“ bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Kulturstaatsministerin). Sein Arbeitsgebiet ist die Verankerung ökologischer Aspekte der Nachhaltigkeit in Kultur und Medien auf Bundesebene. Das schließt das Vorantreiben bestehender Projekte zur Betriebsökologie und zum Klimaschutz in Kultureinrichtungen, den Aufbau eines Netzwerks für Klima- und Umweltschutz in der Kultur, das Initiieren neuer Ansätze und den Aufbau von Fachwissen zum Thema ein. Zudem übernimmt er klassische Referententätigkeiten wie die Beantwortung von Bürgeranfragen an die Staatsministerin oder Kanzlerin, Terminbegleitungen sowie die Kontaktpflege zu Experten und Kulturverbänden. Im Kontext der Covid-19-Pandemie kümmert Heimann sich aktuell auch um Möglichkeiten der Unterstützung von Kultureinrichtungen durch die Bundesregierung, etwa um die Frage, wie sie das Infektionsrisiko für Besucherinnen und Besucher reduzieren können.

Thorsten Heimann war von 2010 bis 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter, Doktorand und Postdoktorand in der Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“. Von Januar 2019 bis August 2020 arbeitete er am Forschungszentrum für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin. In seiner neuen Referententätigkeit führt er Themen und Erfahrungen aus früheren Karrierephasen zusammen: Heimann ist studierter Kulturwissenschaftler mit einem Schwerpunkt in Kulturmanagement. Er sammelte Arbeits- und Forschungserfahrung in und mit Kultureinrichtungen wie den Staatlichen Museen zu Berlin und Kultursponsoren wie dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband. In seiner Tätigkeit am IRS, besonders in seiner Promotion in Soziologie an der FU Berlin, untersuchte er Fragen ökologischer Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Resilienz, des Klimaschutzes und der Klimaanpassung aus einer sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektive. Er erforschte kulturelle Unterschiede im Umgang mit dem Klimawandel und die räumliche Organisation umweltbezogenen Wissens. Dabei entwickelte er ein neues, relationales Kulturraumkonzept.