Kooperation und Vernetzung in der Leibniz-Gemeinschaft

Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist das IRS in verschiedenen Kontexten mit anderen Leibniz-Einrichtungen verbunden. Hervorzuheben ist dabei das Engagement des IRS in drei interdisziplinären Leibniz-Forschungsverbünden sowie im Zusammenschluss der raumwissenschaftlichen Institute (Leibniz-Forschungsnetzwerk „Räumliches Wissen für Gesellschaft und Umwelt“).

Forschungsverbünde

Das IRS ist an den Leibniz-Forschungsverbünden Krisen einer globalisierten Welt und Historische Authentizität beteiligt. Dieses im Jahr 2013 durch das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft initiierte Format der interdisziplinären Zusammenarbeit verfolgt im Wesentlichen folgende strategische Ziele:

  • Förderung der überregionalen thematischen Schwerpunktbildung innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft
  • transdisziplinäre Formulierung und Strukturierung von Forschungsfeldern
  • problemorientierte und zeitlich befristete Bündelung der Kompetenzen von Leibniz-Instituten
  • Steigerung der nationalen und internationalen Sichtbarkeit der Leibniz-Forschung
  • Initiierung, Mitgestaltung und Nutzung von Förderprogrammen der öffentlichen Hand.

Leibniz-Forschungsnetzwerk „Räumliches Wissen für Gesellschaft und Umwelt“

Das IRS ist Mitglied im Leibniz-Forschungsnetzwerk „Räumliches Wissen für Gesellschaft und Umwelt“ der raumwissenschaftlichen Forschungsinstitute der Leibniz-Gemeinschaft. Das Netzwerk umfasst neben dem IRS drei weitere Institute der Leibniz-Gemeinschaft sowie ein assoziiertes Mitglied:

Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL)

Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)

Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL)

Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF)

ILS–Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (assoziiertes Mitglied)

Diese raumwissenschaftlichen Einrichtungen bilden ein einzigartiges Netzwerk raumbezogener Forschung in Deutschland. Sie untersuchen gesellschaftliche und physische Strukturen und Prozesse auf unterschiedlichen Maßstabsebenen. Ihre Arbeiten bilden die Voraussetzung für die anwendungsorientierte Erarbeitung von Konzepten, Handlungsvorschlägen und für Politikberatung. Die Untersuchungsräume liegen vorrangig in Deutschland und Europa. Ziel ist es, die Rationalität politischer Entscheidungen zu erhöhen, eine wirksame Steuerung und Planung räumlicher Entwicklungen zu fördern sowie Empfehlungen für eine sozial- und umweltgerechte Entwicklung auszusprechen.

Im Leibniz-Forschungsnetzwerk „Räumliches Wissen für Gesellschaft und Umwelt“ bündeln sich folglich die Kompetenzen der einzelnen Partner in der raumbezogenen Forschung, bspw. bei der Kooperation im Rahmen von Forschungs- und Transferprojekten (z.B. ein Blog-Projekt im Wissenschaftsjahr 2015), Veranstaltungen („Raumwissenschaftliches Kolloquium“) und der Herausgabe der gemeinsamen Publikation Raumforschung und Raumordnung.