Geschichte

Das IRS wurde 1992 als „Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung“ neu gegründet. Es war als Ergebnis einer positiven Evaluierung durch den Wissenschaftsrat mit veränderter Aufgabenstellung aus dem „Institut für Städtebau und Architektur“ (ISA) hervorgegangen, das der Bauakademie der DDR angehört hatte. Das Institut war in der ersten Hälfte der 1990er Jahre noch auf zwei Standorte verteilt – Wallstraße in Berlin-Mitte und Plauener Straße in Berlin-Hohenschönhausen. 1995 erfolgte dann der sukzessive Umzug des Instituts an den heutigen Standort nach Erkner im Land Brandenburg. Seit 1995 ist das IRS Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. 1999 wurde es durch den Wissenschaftsrat und 2003 sowie 2010 durch eine Gutachterkommission des Senats der Leibniz-Gemeinschaft positiv evaluiert.

Seit dem Jahresbeginn 2016 führt das IRS einen neuen Namen. Die Mitgliederversammlung des IRS e.V. hatte die Umbenennung in „Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung“ im September 2015 beschlossen. Der veränderte Institutsname ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des IRS und verweist auf seine dynamische Weiterentwicklung innerhalb des Wissenschaftssystems, zu der es durch die fortwährende Formulierung und Erschließung neuer Forschungsthemen und -gebiete beiträgt. Von einem in weiten Teilen noch stark praktisch ausgerichteten Institut, das die räumliche Entwicklung und Planung der neuen Bundesländer in der Transformationszeit nach der Wiedervereinigung begleiten sollte, ist innerhalb von zwei Jahrzehnten ein international ausgerichtetes Forschungsinstitut geworden, das die Raumkontexte und Raumbezüge sozialen Handelns erforscht.

Broschüre "Ankunft und Wandel"

Das 2015 zum 20-jährigen IRS-Jubiläum in Erkner entstandene Paperback „Ankunft und Wandel“ versammelt auf knapp 40 Seiten sieben Erzählungen. Die Personen, die hier in einem Erzählsalon zu Wort kommen, sind allesamt Wegbereiter und Begleiter des IRS. Sie erzählen die Geschichte, wie das IRS Mitte der 1990er Jahre, seinerzeit von Berlin ankommend, in Erkner Fuß fasste. Und sie erzählen, wie es sich hier in den Folgejahren als national und international renommierte Forschungseinrichtung etablierte.

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