Drittmittelprojekt

Wissenschaftliche Begleitforschung bei der Implementierung, Prozesssteuerung und -evaluation der "Aktionsräume plus" in Berlin sowie Koordinationsleistungen

Forschungsabteilung: Regenerierung von Städten

Forschungsthemen: Formen und Implikationen raumbezogener Governance

Projektleitung: Dr. Heike Liebmann

Projektteam: Daniel Förste Christopher Knappe

Förderorganisation: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Laufzeit: 02/2010 - 12/2013

Im Zusammenhang mit der strukturellen Neuausrichtung der Berliner Stadtentwicklung durch die "Rahmenstrategie Soziale Stadtentwicklung" hatte der Berliner Senat fünf großflächige "Aktionsräume plus" im Stadtgebiet festgelegt, in denen insgesamt etwa ein Viertel der Berliner Bevölkerung lebte. Hintergrund dafür waren die Ergebnisse des Monitorings Soziale Stadtentwicklung 2008 und 2009. Sie wiesen in den genannten Bereichen komplexe sozioökonomische und demografische Problemlagen nach, die sich zum Teil aus einer negativen Verstärkung mehrerer Faktoren der Stadtentwicklung ergaben. Kennzeichnend war ein überdurchschnittlich hoher Bevölkerungsanteil an Arbeitslosen bzw. an Empfängern staatlicher Transferleistungen. Im Vergleich zu den übrigen Stadtbereichen zeigten sich eingeschränkte Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bewohner, insbesondere verminderte Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen.

In den "Aktionsräumen plus" forcierten Senat und Bezirke den sozialraumbezogenen Ansatz der "Integrierten Stadt(teil)entwicklung" zur Verbesserung der sozialräumlichen und städtebaulichen Situation. Ziel war es, die öffentlichen Maßnahmen zur Stabilisierung durch den konzentrierten Einsatz von Mitteln der Städtebauförderung sowie von Mitteln anderer Fachressorts zu intensivieren und Synergie-Effekte zu erzielen. Im Zusammenspiel von Senats- und Bezirksverwaltungen wurde dabei eine neue Kooperationsqualität angestrebt. Jenseits der Ressort-, Programm- und Quartiersgrenzen stand der Sozialraum im Mittelpunkt. Innerhalb der "Aktionsräume plus" wurden die bestehenden Kulissen der Städtebauförderung weitergeführt und inhaltlich stärker miteinander vernetzt.

Das IRS übernahm in diesem Zusammenhang Aufgaben der Prozesskoordination und der begleitenden Evaluierung des Vorhabens, das im Rahmen der Innovationsklausel der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung beim Bund angemeldet wurde.