Drittmittelprojekt

The Geography of New Employment Dynamics in Europe

Forschungsabteilung: Regenerierung von Städten

Forschungsthemen: Geteiltes Wissen - lokal und über Distanz Neue Unsicherheiten und Resilienzbildungen

Projektleitung: Prof. Dr. Felicitas Hillmann

Projektteam: Andreas Brück

Förderorganisation: Europäische Union

Laufzeit: 05/2016 - 11/2017

Espon Map
Espon Map

Im Rahmen des ESPON-2020-Programms der Europäischen Union erarbeiten Wissenschaftlerinnen und –Wissenschaftler des IRS sowie des Istituto per la Ricerca Sociale (IRS) in Mailand und des Institute for Employment Studies (IES) in Brighton quantitative und qualitative Grundlageninformationen zur aktuellen Dynamik des Arbeitsmarktes auf nationaler und regionaler Ebene in Europa. Dabei stehen die Schlüsselentwicklungen und die wesentlichen Faktoren – etwa lokale und regionale Bedingungen und Politiken – für die räumlichen Verteilungsmuster der Beschäftigung in Europa im Mittelpunkt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Fragen nach den damit verbundenen Wanderungsbewegungen (Abwanderung, jedoch die Rückwirkungen von Auslandscommunities auf die Ausgestaltung der lokalen Arbeitsmärkte) und den Konsequenzen für den territorialen Zusammenhalt.

Mit der Studie, die bis Ende 2017 erstellt wird, wollen die Projektpartner die Fragen beantworten, welchen räumlichen Mustern die Generierung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten in Europa folgt, wie sich diese Prozesse im Kontext aktueller Politiken entwickeln werden und welche Auswirkungen dies auf die Regionen in Europa haben könnte. Wie bedeutsam ist der Einfluss, wie er durch eine Betonung von Wissensökonomien erzeugt wird, auf die territoriale Kohäsion? Ruft diese Schwerpunktbildung ungleichmäßige Migrationsmuster, vor allem bei jungen ArbeitnehmerInnen, hervor? Welche planerischen Ansätze könnten dazu beitragen, lokale Potenziale besser zu nutzen und etwa auch Rückwanderungsbewegungen anzuregen? Welche Rolle spielt die Diaspora für die Regionalentwicklung? Im Rahmen des Projektes geht es darum, praktisches Wissen für die Regionen zu erarbeiten und Vorschläge dazu zu machen, wie Kohäsion zukünftig gewährleistet werden kann.

Zur Beantwortung dieser Fragen werden umfangreiche Daten erhoben. Zum einen werden Schlüsselindikatoren auf NUTS-3-Ebene gesammelt und systematisiert, darüber hinaus werden in mehreren Regionen Fallstudien erstellt. Die Ergebnisse werden in Form von Karten und GIS-Darstellungen in Kooperation mit der Kartenwerkstatt der TU Berlin aufbereitet. Die IRS-Forschungsabteilung übernimmt das Arbeitspaket der Sammlung und Harmonisierung der Daten nach dem ESPON-Standard und wird zwei Fallstudien in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin durchführen, außerdem den Prozess der Digitalisierung und Visualisierung der erhobenen Daten federführend begleiten.

 

Abbildung: Andreas Brück