Drittmittelprojekt

The Geography of New Employment Dynamics in Europe

Forschungsabteilung: Regenerierung von Städten

Forschungsthemen: Geteiltes Wissen - lokal und über Distanz Neue Unsicherheiten und Resilienzbildungen

Projektleitung im IRS: Prof. Dr. Felicitas Hillmann

Verbundpartner: Istituto per la Ricerca Sociale (IRS) (Koordination) Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung Institute for Employment Studies

Förderorganisation: Europäische Union

Laufzeit: 05/2016 - 11/2017

Espon Map
Espon Map

Im Rahmen des ESPON-2020-Programms der Europäischen Union erarbeiteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IRS sowie des Istituto per la Ricerca Sociale (IRS) in Mailand und des Institute for Employment Studies (IES) in Brighton quantitative und qualitative Grundlageninformationen zur aktuellen Dynamik des Arbeitsmarktes auf nationaler und regionaler Ebene in Europa. Dabei standen die Schlüsselentwicklungen und die wesentlichen Faktoren – etwa lokale und regionale Bedingungen und Politiken – für die räumlichen Verteilungsmuster der Beschäftigung in Europa im Mittelpunkt. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten Fragen nach den damit verbundenen Wanderungsbewegungen (Abwanderung, aber auch die Rückwirkungen von Auslandscommunities auf die Ausgestaltung der lokalen Arbeitsmärkte) und den Konsequenzen für den territorialen Zusammenhalt.

Die Projektpartner interessierten sich dafür, welchen räumlichen Mustern die Generierung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten in Europa folgte, wie sich diese Prozesse im Kontext aktueller Politiken entwickelten und welche Auswirkungen dies auf die Regionen in Europa haben könnte. Wie bedeutsam war der Einfluss, wie er durch eine Betonung von Wissensökonomien erzeugt wurde, auf die territoriale Kohäsion? Rief diese Schwerpunktbildung ungleichmäßige Migrationsmuster, vor allem bei jungen ArbeitnehmerInnen, hervor? Welche planerischen Ansätze könnten dazu beitragen, lokale Potenziale besser zu nutzen und etwa auch Rückwanderungsbewegungen anzuregen? Welche Rolle spielte die Diaspora für die Regionalentwicklung? Im Rahmen des Projektes ging es darum, praktisches Wissen für die Regionen zu erarbeiten und Vorschläge dazu zu machen, wie Kohäsion zukünftig besser gewährleistet werden kann.

Zur Beantwortung dieser Fragen wurden umfangreiche Daten erhoben. Zum einen wurden Schlüsselindikatoren auf NUTS-3-Ebene gesammelt und systematisiert, darüber hinaus wurden in mehreren Regionen Fallstudien erstellt. Die Ergebnisse wurden in Form von Karten und GIS-Darstellungen in Kooperation mit der Kartenwerkstatt der TU Berlin aufbereitet. Die IRS-Forschungsabteilung verantwortete das Arbeitspaket der Sammlung und Harmonisierung der Daten nach dem ESPON-Standard. Sie erstellte zwei Fallstudien, wovon eine in Mecklenburg-Vorpommern und die andere in Berlin angesiedelt war. Sie begleitete federführend den Prozess der Digitalisierung und Visualisierung der erhobenen Daten.

Abbildung: Andreas Brück

Publikationen

Busetti, S., Drufuca, S., Stanek, Ł., Patrizio, M., Lodovici, M. S., Brück, A., ... Hillmann, F. The Geography of New Employment Dynamics in Europe: Final Report