Drittmittelprojekt

Science-Link in the Baltic Sea Region. Attracting Private Firm Users to large Scientific Infrastructures

Forschungsabteilung: Dynamiken von Wirtschaftsräumen

Forschungsthemen: Geteiltes Wissen - lokal und über Distanz

Projektleitung: Prof. Dr. Oliver Ibert

Projektteam: Christina Minniberger

Förderorganisation: Deutsche Elektronen-Synchrotron

Laufzeit: 02/2013 - 07/2013

Große Forschungsinfrastrukturen, wie etwa ein Elektronensynchroton oder ein Forschungsreaktor, sind für viele experimentelle Zweige der Grundlageforschung notwendig. Ihre sehr kostspielige Unterhaltung lässt sich jedoch immer weniger allein durch ihren Nutzen für die Grundlagenforschung legitimieren, vielmehr wird vermehrt gefordert, sie sollen auch gesellschaftlichen Nutzen bringen, etwa indem sie Europäische Unternehmen dabei unterstützen, innovativer und damit wettbewerbsfähiger zu werden. Doch wie können hochgradig spezialisierte Experimentiermöglichkeiten, und die schwer zu verstehende technische Megastrukturen mit den Alltagsanforderungen von Unternehmen zusammengebracht werden? Wie kann Angebot und Nachfrage zusammengebracht werden, wenn nur sehr wenige Unternehmen überhaupt einen Bedarf an so ausgefeilter Messtechnologie haben? Und wie können die verschiedenen Zeithorizonte in Einklang gebracht werden?

Mittels einer qualitativen Netzwerkanalyse wurden die Kooperationsformen, die im Rahmen des Science Link Projekts im Ostseeraum entwickelt worden sind beschrieben und evaluiert. Dezentrale Kontaktpunkte, die in verschiedenen Regionen einerseits das Angebot großer Infrastrukturen, wie das DESY in Hamburg, an lokale Firmen vermittelt haben, andererseits aber auch Firmen dabei unterstützt haben, ihre Anfragen an die richtigen Einrichtungen zu lenken sowie auf angemessen Art zur spezifizieren, waren entscheidend für erfolgreiche Vermittlungen. Personelle Kontinuität bei diesen lokalen Kontaktstellen sowie der Aufbau einer weiteren, zentralen Vermittlungsinstanz, die Ansprechfunktionen mehrerer Infrastrukturen bündelt, stellten wesentliche Empfehlungen dieses Evaluierungsprojekts dar.