Qualifizierungsprojekt

Repräsentation von Städten der Zukunft. Visualisierungen von Stadtentwicklungsprojekten in Lagos und New York.

Forschungsabteilung: Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum

Projektleitung im IRS: Sophie Mélix

Laufzeit: 04/2018 - 12/2021

Digitale Visualisierungen spielen heutzutage eine wichtige Rolle in Stadtplanungs- und Architekturpraxis. Fotorealistische Darstellungen werden bei verschiedenen Planungsverfahren und in allen Planungsschritten in immer größeren Mengen produziert. Die Erforschung von Produktion und Verwendung solcher fotorealistischer Darstellungen kann dazu beitragen, die verschiedenen Rationalitäten in Planungsprozessen besser zu verstehen.
Aufbauend auf einem vergleichenden Ansatz aus dem Bereich der „global urban studies“ werden im Dissertationsprojekt fotorealistische Visualisierungen aus zwei Stadtentwicklungsprojekten in Lagos (Nigeria) und New York (USA) untersucht. Das empirische Material wird hauptsächlich aus einer Bilddatenbank bestehen, in der Visualisierungen aus beiden Stadtentwicklungsprojekten gesammelt werden. Den Rahmen für die Kategorisierung und Analyse der Visualisierungen bilden Theorien zur politischen Ökonomie von Stadtentwicklungsprojekten mit einem besonderen Fokus auf Theorien aus dem Global Süden und dem Konzept der „conflicting rationalities“ in der Stadtplanung.
Diese Konzepte werden dabei helfen, Vorstellungen von Vergangenheit und Zukunft sowie andere aus den Visualisierungen herausgearbeitete Themen zu diskutieren. Es wird davon ausgegangen, dass Planungsvorstellungen in fotorealistischen Darstellungen von Stadtentwicklungsprojekten sehr komplexe und globale sowie lokale Formen annehmen.
Das Dissertationsprojekt fragt danach, wie fotorealistische Darstellungen in Stadtentwicklungsprozessen bestimmte Rationalitäten von Planung kommunizieren, ob es wiederkehrende Elemente in den Visualisierungen aus Lagos und New York gibt und ob die Bilder die Planungsprozesse verändern.
Die Dissertation wird von Prof. Dr. Philipp Misselwitz (Technische Universität Berlin) und Prof. Dr. Gabriela Christmann (IRS) betreut.