Drittmittelprojekt

Möglichkeiten für eine ausreichende Versorgung mit Lehrkräften in Schulen peripherisierter Regionen Brandenburgs

Forschungsabteilung: Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum

Projektleitung: Prof. Dr. Gabriela Christmann

Projektteam: Leander Küttner Dr. Anika Noack

Externe Mitarbeiter: Reiner M. Fahlbusch

Förderorganisation: Bündnis 90 / Die Grünen

Laufzeit: 12/2010 - 02/2011

In Teilen Brandenburgs wird es mittelfristig immer schwieriger, eine bedarfsgerechte Anzahl qualifizierter Lehrkräfte zu gewinnen. Immer weniger Lehrerinnen und Lehrer sind bereit, in dünn besiedelten, peripherisierten Regionen zu unterrichten. Mit Hilfe leitfadengestützter qualitativer Interviews mit ausgewählten Brandenburger Schulamtsleiterinnen und Schulamtsleitern sowie neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrern wurden Strategien zum Umgang mit dem Mangel an Lehrkräften erfragt. Über eine teilstandardisierten Online-Befragung und mehrere Gruppendiskussionen mit Lehramtsstudierenden, Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern sowie Referendarinnen und Referendaren wurden persönliche Interessen und Motivlagen als Voraussetzung für die Bereitschaft eruiert, eine Stelle in Schulen peripherisierter Regionen anzutreten.

Die Studie zeigte, dass die Bereitschaft, zukünftig an Schulen peripherisierter Regionen Brandenburgs zu unterrichten, besonders groß ist bei Studierenden und Referendaren, die auf dem Land und/oder in Brandenburg aufgewachsen sind. Anreizförderlich ist vor allem die Aussicht auf eine Verbeamtung, eine zügige Vertragsschließung im Anschluss an das Referendariat, eine Willkommenskultur an den Schulen, Angebote von Qualifizierungs-, Mitgestaltungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie die Ausgestaltung spezifischer Profile an den Schulen. Auch Kommunen können die Lehrkräftegewinnung positiv beeinflussen, wenn sie Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung für die Partnerin/den Partner bieten, Fahrtkostenzuschläge zahlen und Kindergartenplätze bereitstellen.