Drittmittelprojekt

Integration von Flüchtlingen in den regulären Wohnungsmarkt

Forschungsabteilung: Regenerierung von Städten

Forschungsthemen: Krisen und Resilienzen im Mehrebenensystem Formen und Implikationen raumbezogener Governance

Projektleitung im IRS: Dr. Anja Nelle

Verbundpartner: Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH (Koordination) Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung

Förderorganisation: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Laufzeit: 10/2016 - 07/2017

Foto: Anja Nelle
Foto: Anja Nelle
Foto: Anja Nelle
Foto: Anja Nelle

Die Zahl der Asylbewerber und Flüchtlinge erreichte 2015 einen Höchststand. Für die Städte und Gemeinden ergaben sich dadurch neue Herausforderungen und Integrationsanforderungen. Im Fokus der Studie stand daher eine Analyse dazu, wie eine angemessene Wohnraumversorgung der Flüchtlinge gewährleistet wurde. Diese wurde als wichtige Komponente der Integration angesehen. Untersucht wurde, inwieweit eine Versorgung der Flüchtlinge auf dem regulären Wohnungsmarkt gelingen konnte und welche regionale Verteilung schon bestand. Ferner wurden die Unterbringungsformen der Geflüchteten während und nach dem Asylverfahren in den Blick genommen.
Anhand der Auswertung verfügbarer Daten wurde die räumliche Verteilung der Geflüchteten mit Schutzstatus in den einzelnen Regionen Deutschlands nachgezeichnet. Aus den Daten zum Mengengerüst, aber auch aus Rechercheergebnissen zu integrationspolitischen Konzepten oder verschiedenen Vorgehensweisen bei der Wohnraumbereitstellung für Geflüchtete, wurden zehn Fallstudien ausgewählt, in denen die Unterbringungskonzepte und ihre Umsetzung genau beleuchtet wurden. Recherchiert wurde, inwieweit die Integration in den regulären Wohnungsmarkt gelang, wie sich das Verhältnis zwischen Gruppenunterkünften und Wohnungen gestaltete, welche Quartiere und Wohnungstypen angeboten und nachgefragt wurden, welche Hilfestellungen geboten und gesucht wurden und wie die Mietverträge ausgestaltet waren. Ziel war es, aus den Ergebnissen Hinweise für die Wohnungspolitik des Bundes abzuleiten.

Aktuelles
18. Oktober | 2017

Die angespannten Wohnungsmärkte vieler Großstädte erschweren das Ankommen von Flüchtlingen auf dem regulären Wohnungsmarkt. Das zeigt eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) herausgegebene Forschungsarbeit, die sich auf Fallstudien in zehn deutschen Kommunen stützt − darunter Köln, Mainz und Hannover. Die Studie wurde unter anderem in der IRS-Forschungsabteilung „Regenerierung von Städten“ durchgeführt, in der der Zusammenhang von Migrations- und Stadtentwicklungsprozessen im Mittelpunkt der Forschungen steht. mehr Info

Publikationen

Nelle, A., Aehnelt, R., Schwarze, K., & Förste, D. Integration von Flüchtlingen in den regulären Wohnungsmarkt