Drittmittelprojekt

Digitalisierung wertvoller Pläne und technischer Zeichnungen zur Erfassung und Erschließung des Raums im 20. Jahrhundert (DigiPEER)

Forschungsabteilung: Historische Forschungsstelle

Forschungsthemen: Geteiltes Wissen - lokal und über Distanz

Projektleitung: Prof. Dr. Christoph Bernhardt

Projektteam: Dr. Andreas Butter

Förderorganisation: Leibniz-Gemeinschaft

Laufzeit: 01/2010 - 12/2012

DigiPEER
DigiPEER

DigiPEER war das bislang aufwändigste Erfassungsprogramm der Wissenschaftlichen Sammlungen am IRS. Sein Anliegen bestand darin, den freien Online-Zugriff auf 5.000 großformatige Pläne jedes beteiligten Archivs zu ermöglichen und unter dem Dachthema der Raumaneignung in der Moderne in einem Internetportal zusammenzuführen. Der Nutzer wird so in der Lage versetzt, eine große Bandbreite an Bildzeugnissen zu überschauen und daneben zielgerichtet über Parameter wie Namen, Bautypologien oder geographischen Angaben zu recherchieren. Dazu mussten im Vorfeld Suchkategorien und Inhalte der einzelnen Archive aufeinander abgestimmt werden. Vereinfacht wurde die Bestellung von hochauflösenden Bilddateien für Publikationen. Die hochauflösenden Digitalisate, die über das Format DIN A0 hinausgehen können, wurden über einen berührungs- und verzerrungsfreien Auflichtscanner in einem Fachbetrieb erstellt; sowohl das Management des Portals als auch des Scanvorgangs wird durch die Kollegen in München gewährleistet.

 

Hintergrund, inhaltliche Ausrichtung, Zielgruppen:

Die Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS weisen mit ihren Kernbeständen aus der Bauakademie der DDR und der Nachlass-Sammlung ein Spektrum an historischen Primärquellen auf, das von Forschern unterschiedlicher Disziplinen intensiv genutzt wird. Sie stellen in ihrer Überlieferungsdichte mit mehreren Tausend Architekturentwürfen, Grüngestaltungen, Bebauungsplanungen und geographische Analysen die wichtigste Anlaufstelle für die Erforschung der Bau- und Planungsgeschichte des ehemaligen „Arbeiter- und Bauernstaates“ dar.

Die Frage nach inhaltlichen Berührungspunkten unseres Materials mit dem der Partnerarchive, so z.B. bei der Analyse von Bergbaufolgelandschaften, trägt dazu bei, den wissenschaftlichen Blick maßgeblich zu weiten. Über den direkten Informationsinput für die Einzelwissenschaften hinaus wurde DigiPEER zu einem signifikanten Baustein der raumhistorischen Forschung und intensivierte die Vernetzung innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft. Weitere Informationen sind auf der projekteigenen Website digipeer.de verfügbar.