Qualifizierungsprojekt

Die Transformation von Planungskulturen in Ost- und Westdeutschland zwischen 1959 und 1989

Forschungsabteilung: Historische Forschungsstelle

Projektleitung im IRS: Kathrin Meißner

Förderorganisation: Leibniz-Gemeinschaft

Laufzeit: 12/2018 - 12/2020

Das Promotionsvorhaben thematisiert die Transformation von Planungskulturen in Ost- und Westdeutschland zwischen 1959 und 1989 unter dem Aspekt öffentlicher Kommunikation über Stadtplanungsvorhaben. Anhand historischer kleinräumiger Beispiele von Planungsprojekten in Ost- und West-Berlin werden die Arenen öffentlicher Planungskommunikation mit Bezug auf Akteurskonstellationen, Interaktions- und Kommunikationsformen und den Stellenwert von Visualität als kommunikativem Element rekonstruiert. Besondere Relevanz hat dieses Projekt für die urbanhistorische Forschung, da es an der Schnittstelle von Kommunikations-, Planungs-, Sozialgeschichte sowie Visual History die verschiedenen Ansätze zusammenbringt, um die Kommunikationsabläufe und -kontexte auf der Meta-Ebene geplanter öffentlicher Veranstaltungen zu rekonstruieren. Anhand der Ambivalenz und Koexistenz staatlicher Planungsakteure und zivilgesellschaftlicher Gruppen sollen Machthierarchien, Entscheidungsfindung, Zirkulation von Planungswissen und öffentliche Aushandlungsprozesse um Planungsvorhaben in den ausgewählten Fallbeispielen dargestellt werden. Visualität kommt dabei als Kommunikationsinstrument eine essenzielle Bedeutung zu. Das Promotionsvorhaben greift die in der aktuellen Forschungslandschaft präsenten Diskurse zur Korrelation von Planungskultur und dem Verständnis von Öffentlichkeit und Beteiligung auf und hinterfragt durch eine abschließende Gegenüberstellung die Unterschiede zwischen der ostdeutschen und westdeutschen Planungskultur.

Das Promotionsvorhaben ist am Institut für Geschichtswissenschaft der Philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt.

Publikationen

Meißner, K. Medien, Stadtplanung und städtische Öffentlichkeit in Berlin im 20. Jahrhundert: Der Stellenwert von Visualisierungen in der öffentlichen Planungskommunikation