Qualifizierungsprojekt

Die Rekonfiguration von Energieräumen: Zur Rolle räumlicher Gouvernementalitäten und konkurrierender sozio-materieller Dispositive

Forschungsabteilung: Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter

Projektleitung: Dr. Ludger Gailing

Laufzeit: 01/2016 - 12/2019

Habil_LG
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Das Habilitationsprojekt befasst sich mit Energieräumen und neuen Geographien der Energiewende auf regionaler Ebene. Diese geographische Perspektive auf Energieräume bezieht sich sowohl auf materielle Phänomene wie Energieinfrastrukturen und Energielandschaften als auch auf soziale und politische Phänomene wie Formen raumbezogener Energie-Governance mit ihren Akteurskonstellationen, Machtbeziehungen und Subjektivierungen. In der bisherigen Forschung zu „energy transitions“ steht oftmals ein scheinbar linearer Wandel von einem Energiesystem (fossil-atomar) zum anderen (erneuerbar) im Fokus, wobei weder auf die räumlichen Spezifika des Wandels noch auf die jeweils sich gegenüberstehenden und in der Regel nicht miteinander vereinbaren sozio-materiellen Grundlagen des Energiesystems eingegangen wird, hinter denen zudem spezifische Akteurs- und sich beeinflussende Machtkonstellationen stehen. Mit dem Habilitationsprojekt wird nun genau auf diese Defizite in der Forschung zu „energy transitions“ eingegangen:

• empirisch: Befassung mit der Konfrontation zwischen „alten“ und „neuen“ Energieräumen, d.h. zwischen Räumen, die von dem traditionellen fossil-atomaren Energiesystem geprägt sind, und Räumen, in denen eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien vorangetrieben wird.

• theoretisch-konzeptionell: Die Aspekte Sozio-Materialität, Macht und Räumlichkeit werden in den Vordergrund gerückt.

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