Qualifizierungsprojekt

Die autogerechte Stadt in der Kritik. Eine Analyse der Diskurse in der Bundesrepublik und der DDR seit 1950

Forschungsabteilung: Historische Forschungsstelle

Forschungsthemen: Neue soziale Praktiken

Projektleitung im IRS: Lisa Kreft

Laufzeit: 07/2015 - 07/2018

Die Diskussion über den Erhalt, Abriss oder Umbaumaßnahmen des gebauten Erbes der ‚autogerechten Stadt‘ erfährt gerade unter den sich verändernden Mobilitätsentwicklungen in den Städten eine neue Aktualität und wird auch breit in den Medien debattiert und illustriert. Ziel der Arbeit ist es, den widersprüchlichen und komplexen historischen Fachdiskurs mit seinen Ebenen vergleichend zu analysieren, um Argumentationspfade zu identifizieren und damit ein besseres Verständnis für die aktuellen Debatten zu gewinnen. Anhand von Fallbeispielen werden die kritische Rezeption von Verkehrsarchitektur bis heute und der Umgang mit ihrem Ausbau, bzw. Um- oder Rückbau analysiert. Ein weiteres Ziel ist es dabei, die Zeugnisse der autogerechten Stadt in die aktuell geführte Diskussion über den Umgang mit der Architektur der Nachkriegsmoderne einzubetten, denn auch Verkehrsarchitekturen der 1960er und 1970er Jahre können einen technisch-historischen, stadtbildprägenden und ästhetischen Wert besitzen und damit erhaltenswert sein.

Aktuelles
19. September | 2019

Zahlreiche Forscherinnen und Forscher an sieben Berlin-Brandenburger Wissenschaftsinstitutionen verpflichten sich, auf Kurzstrecken nicht mehr zu fliegen. Sie wollen damit einen Beitrag zu einem besseren Klimaschutz leisten. Am IRS beteiligt sich rund die Hälfte der Beschäftigten an der Aktion, die an der Technischen Universität Berlin ihren Ausgang nahm und über das Netzwerk Scientists4Future organisiert wurde. Auf diesem Weg soll auch eine vertiefte Diskussion über Nachhaltigkeit in der Forschung angestoßen werden. Denn die Wissenschaft braucht Austausch und Begegnung, Mobilität und Flexibilität. Die Frage ist, wie sie bewerkstelligt und organisiert werden. mehr Info