Drittmittelprojekt

Crowd Production

Forschungsabteilung: Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum

Forschungsthemen: Geteiltes Wissen - lokal und über Distanz Neue soziale Praktiken

Projektleitung im IRS: Prof. Dr. Gabriela Christmann

Projektteam: Dr. Tobias Federwisch

Verbundpartner: Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (Koordination) Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik TOP Heidenau

Förderorganisation: Fraunhofer Gesellschaft

Laufzeit: 05/2015 - 08/2016

Das BMBF Forschungsprojekt „Crowd Production“ leistete einen Beitrag zur Entwicklung von Bischofswerda und zur Erforschung von Innovationsprozessen. Das IRS war für das Teilprojekt „Wissenschaftliche Konzeption und Begleitung der Zukunftswerkstatt Bischofswerda sowie Evaluation des Gesamtprozesses“ zuständig. Im Zuge dessen wurde zunächst eine Potenzialanalyse angefertigt, die Klarheit über die spezifischen Stärken, Schwächen und Potenziale von Bischofswerda sowie die städtischen Diskurse bieten konnte. Als Grundlage dienten öffentliche Dokumente und Medienberichte, aus denen stadtentwicklungsrelevante Daten und Diskurse herausgearbeitet wurden. Darüber hinaus führte das IRS 20 Interviews mit Schlüsselpersonen durch, um deren Interessen, Bedürfnislagen, Probleme und Lösungsansätze zu ermitteln sowie die Akteure zur aktiven Mitarbeit im weiteren Planungs- und Gestaltungsprozess zu gewinnen.

Im zweiten Schritt wurde eine Zukunftswerkstatt mit 30 Schlüsselakteuren aus den Bereichen der Politik und Stadtverwaltung sowie der Wirtschaft und Bürgerschaft durchgeführt. Ziel der Zukunftswerkstatt war es, gemeinsam mit allen Teilnehmern innovative Ideen zur Bewältigung lokaler Herausforderungen und zur Belebung des Wirtschaftsstandortes Bischofswerda zu identifizieren.

Im Nachgang zur Zukunftswerkstatt wurden die innovativen Ideen in thematischen Arbeitsgruppen weiterentwickelt. Die Ideen widmeten sich der Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten und der Belebung der Gründungskultur (bspw. über ein angedachtes Innovations- und Gründerzentrum) sowie der sozialen und kulturellen Entfaltung der Stadtgesellschaft (bspw. über die Entwicklung eines attraktiven Naherholungsangebotes).

Eine Bürgerausstellung diente dazu, das Gesamtprojekt der breiten städtischen Öffentlichkeit vorzustellen. In diesem Zusammenhang wurden die Ergebnisse der Potenzialanalyse, der Zukunftswerkstatt und der Arbeitsgruppen aufbereitet und auf zwölf Postern ansprechend dargestellt.

Aktuelles
12. Februar | 2018

Viele Landgemeinden sind geprägt von wirtschaftlichen, sozial-kulturellen oder demographischen Herausforderungen. Zu den bekanntesten Herausforderungen gehören die mangelhafte Nahversorgung mit Gütern und Dienstleistungen, leerstehende Gebäude oder ein rückläufiges Vereinsleben. In vielen Orten entwickeln Menschen jedoch sozial-innovative Ansätze, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Nicht selten brauchen sie aber Unterstützung, um Projekte zu starten oder den Anforderungen der Projektarbeit gerecht zu werden. Auf der vom IRS organisierten Veranstaltung „Förderstrategien und Förderstrukturen für soziale Innovationen auf dem Land“ kamen Wissenschaftler/-innen und Förderer/-innen zu Wort und diskutierten die Frage, auf welche vielfältige Weise neuartige Ansätze und Engagement unterstützt werden können. mehr Info