Drittmittelprojekt

Bundestransferstelle Stadtumbau Ost

Forschungsabteilung: Regenerierung von Städten

Forschungsthemen: Formen und Implikationen raumbezogener Governance Krisen und Resilienzen im Mehrebenensystem

Projektleitung: Dr. Anja Nelle Dr. Heike Liebmann

Projektteam: Ulrike Milstrey

Förderorganisation: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Laufzeit: 01/2004 - 12/2016

Das Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost wurde im Jahr 2002 von der Bundesregierung im Rahmen der Städtebauförderung aufgelegt, zunächst mit einer Laufzeit bis 2009. Es hatte sowohl die Stärkung der Innenstädte und erhaltenswerten Stadtquartiere durch gezielte Aufwertungsmaßnahmen als auch die Stabilisierung der städtischen Wohnungsmärkte durch den Abriss leer stehender, dauerhaft nicht mehr nachgefragter Wohnungen zum Ziel. Nach einer Evaluierung des Programms in den Jahren 2007/2008 beschloss der Deutsche Bundestag die Fortsetzung des Programms Stadtumbau Ost als eigenständiges Programm der Städtebauförderung bis 2016. Im Anschluss an eine zweite Evaluierung in den Jahren 2015/2016 wurde 2017 ein bundesweites Programm „Stadtumbau“ eingeführt.

Die Bundestransferstelle Stadtumbau Ost war programmspezifisches Kompetenzzentrum zur wissenschaftlichen Begleitung des Programms Stadtumbau Ost und vermittelnde Instanz, die zur weiteren Qualifizierung des Stadtumbauprozesses in Ostdeutschland beitrug.

Wesentliche Aufgabenfelder der Bundestransferstelle waren:

• die Gewährleistung und aktive Unterstützung eines kontinuierlichen und schnellen Informationsflusses und Wissenstransfers zwischen den unterschiedlichen am Stadtumbauprozess beteiligten Akteuren,

• die Erfassung des Sachstandes der Programmumsetzung sowie die Bereitstellung von Informationen für den Auftraggeber und Politikberatung u.a. durch regelmäßige Expertengespräche mit Vertretern der Länderministerien sowie Stadtumbauakteuren in den Kommunen.

 

Instrumente des Wissenstransfers:

• Zentrales Medium für Informationsgewinnung, Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer war zunächst eine eigene Internetseite und ab 2012 das Internetportal www.staedtebaufoerderung.info. Hier wurden aktuelle Hintergrundinformationen zum Programm, Ergebnissen aus der Forschung, Praxisbeispiele, Veranstaltungsdokumentationen und Veröffentlichungen gebündelt präsentiert. Begleitend erfolgte die regelmäßige Versendung eines Email-Newsletters mit aktuellen Informationen zum Themenfeld Stadtumbau Ost.

 

• Eine wichtige Rolle bei der Informationsvermittlung spielte die Durchführung von Experten-Workshops, Transferveranstaltungen und größeren Fachveranstaltungen zu ausgewählten Schwerpunktthemen des Stadtumbaus. Ziel der Transferveranstaltungen und Expertenworkshops war die Erörterung offener Forschungsfelder sowie die Diskussion von Möglichkeiten der Übertragbarkeit erfolgreicher Strategien und Projekte. Die themenbezogenen Fachveranstaltungen förderten den Dialog zwischen den beteiligten Stadtumbauakteuren aus Bund, Ländern, Kommunen, Forschung und Planungspraxis.

• Ein weiteres Instrument des Informationstransfers war die Herausgabe eigener Veröffentlichungen durch die Bundestransferstelle. Dazu zählten insbesondere die Statusberichte zum Stadtumbau Ost sowie die Dokumentationen der Workshops und Veranstaltungen im Internet. Ergänzend erfolgte die Veröffentlichung von Artikeln in Fachzeitschriften und Sammelbänden.

Publikationen

Nelle, A., Liebmann, H., & Haller, C. (2017). Umgang mit Leerstand: Lokale Experten berichten aus der Praxis im Stadtumbau. Berlin: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.
Nelle, A. (2016). Strategien der Wohnungsbestandsentwicklung im Stadtumbau Ost: Zwischen Leerstand und Wachstum - Portfoliomanagement. Die Wohnungswirtschaft, 69(7), 54-57.
Bernt, M. (2010). Auf halbem Wege: Das Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost".in Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt (Hrsg.), Weniger ist Zukunft: 19 Städte, 19 Themen: Internationale Bauausstellung 2010 Stadtumbau Sachsen-Anhalt.. (S. 344-355). Berlin: Jovis.
Nelle, A. B., Liebmann, H., & Haller, C. (2014). Chancen für den Altbau: Gute Beispiele im Stadtumbau Ost. Berlin: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
Bernt, M., & Haus, M. (2010). Stadtumbau als Problem der Governance-Forschung.in M. Bernt, M. Haus, & T. Robischon (Hrsg.), Stadtumbau komplex: Governance, Planung, Prozess.. (S. 12-29). Darmstadt: Schader-Stiftung.